Bild: Interflex Datensysteme GmbH
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Gastartikel - Jörg Wissdorf, Interflex Datensysteme

Zeitenwende bei der Zutrittskontrolle

Industrie 4.0 ist mit beeindruckender Geschwindigkeit in vielen Branchen und Unternehmen angekommen. Integrierte Sicherheitslösungen, die sich intelligent verknüpfen lassen, sind inzwischen Standard: Gebäude und Anlagen können zuverlässig gesichert und Zutrittslösungen mit Zeiterfassung sowie dem Workforce Management verbunden werden. Längst setzen viele Unternehmen elektronische Ausweise für die Zutrittskontrolle, Zeiterfassung und weitere Anwendungen ein. Mit RFID-Identifikationsmedien buchen Mitarbeiter berührungslos ihre Arbeits- und Pausenzeiten oder starten ihren PC. Unter dem Stichwort "Zutritt 5.0" bringt Interflex neue Lösungen für die Zutrittskontrolle der Zukunft auf den Markt. Eine Option für alle, die häufig in verschiedenen Niederlassungen ihres Unternehmens Zutritt benötigen: das Smartphone als Türöffner.

Bei hohen Sicherheitsanforderungen gehört die biometrische Zutrittskontrolle von Interflex in vielen Unternehmen bereits zum Standard. So steuert der Sparkassenverband Bayern, zentraler Dienstleister für die bayerischen Sparkassen, mithilfe einer Biometrie-Lösung von Interflex den Zutritt und die Zeiterfassung. Neben gestiegener Betriebssicherheit und präziseren Workforce Management-Prozessen wurde der Administrationsaufwand reduziert. Mitarbeiter müssen sich nicht mehr um verlorene oder defekte Unternehmensausweise kümmern – das Buchen der Arbeitszeiten sowie der Zugang zum Arbeitsplatz erfolgt mittels berührungsloser 3D-Fingerabdruckerkennung.

Und was kommt danach?

Sicher gibt es auf diese fundamentale Frage keine einfache Antwort. Betrachtet man jedoch die Szenarien auf der Basis heutiger integrierter Sicherheitslösungen, so zeichnet sich mit Zutritt 5.0 eine bedeutende Zeitenwende am Horizont ab.

Durch die Integration der Funktionen für die Zutrittskontrolle und die Zeiterfassung auf einem einzigen Medium brauchen Mitarbeiter nicht mehr eine Vielzahl von unterschiedlichen ID-Karten, PIN-Codes, Passwörtern und Schlüsseln zu verwalten. Alle benötigten Applikationen werden auf einem Multifunktionsausweis hinterlegt. Anwender nutzen die Ausweise, um ihren PC-Arbeitsplatz zu sperren, wenn sie zum Kaffeetrinken oder in die Kantine zum Mittagessen gehen. Eine spezielle Applikation erlaubt ihnen die bargeldlose Bezahlung. Betreibt ein Unternehmen einen eigenen Fahrservice, zum Beispiel mit einem Pendlerbus, gestatten die gleichen Identifikationssysteme die Benutzung. Ebenso lassen sich mit ihnen Fahrzeuge aus dem firmeneigenen Fuhrpark ausleihen und auftanken. Jedes Unternehmen kann seiner Firmenphilosophie entsprechend die gewünschten Applikationen auf den Identifikationsmedien hinterlegen, um seinem Personal zusätzliche Dienstleistungen, wie den Besuch eines hauseigenen Fitness Centers anzubieten. Sollten die ID-Karten verloren gehen, werden sie einfach im System gesperrt und neu ausgestellt. Lange Beantragungsprozesse, bei denen Mitarbeiter mehrere Wochen auf ihren Ausweis warten müssen, gehören damit der Vergangenheit an.

Interflex geht mit seiner Lösung "Zutritt mit dem Smartphone" sogar noch einen Schritt weiter. Private Gewohnheiten werden in die Zutrittskontrolle integriert, sodass der Mitarbeiter kein weiteres Medium wie einen Chip oder eine Karte mehr benötigt. Das Smartphone fungiert dabei als Zutrittsausweis, was die Anwendung noch nutzerfreundlicher macht.

Noch interessanter wird das Szenario mit Blick auf die automatische Vergabe von Zutrittsrechten. Damit können Unternehmen mehrere Dutzend, hundert oder auch tausend Zutrittsrechte verwalten. Trotz dieser hohen Anzahl lässt sich dabei genau steuern, wer wann welche Bereiche betreten darf. Diese Lösung gewährleistet Zutrittssicherheit zu jeder Zeit. Denn bei Jobwechsel, Umzug oder Austritt aus dem Unternehmen passen sich die Zutrittsberechtigungen automatisch dem Mitarbeiterstatus an. Jede Änderung wird in Echtzeit wirksam. 

Digitale Individualisierung im Fokus

Eine Studie der Nationalen Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit (NIFIS) geht davon aus, dass die Nachfrage nach IT- und Informationssicherheit bis 2025 weiter deutlich zunehmen wird. Bedingt durch steigende kriminelle Handlungen, wie Überwachungs- oder Spionageakte, sind Unternehmen heute mehr denn je gefordert, ihre Firmengebäude zuverlässig abzusichern.

Individualisierte Online-Systeme bieten den Komfort einer zentralen Steuerung und Kontrolle. Konkret heißt das, dass Alarmsituationen gemäß der unternehmensspezifischen Sicherheitsanforderungen festgelegt werden - eine entscheidende Voraussetzung für sicherheitsrelevante Bereiche in Banken, in der Forschung und Entwicklung, bei Energieanbietern oder in öffentlichen Bereichen wie Bahnhöfen und Flughäfen. 

Zutrittssysteme 5.0 erlauben bei Alarm automatisch die Einleitung von Sicherheitsmaßnahmen und senden eine Nachricht an den zuständigen Administrator. Der Vorteil dieser Lösung besteht darin, dass die nötigen Maßnahmen von einer, mehreren oder einer übergeordneten ZK-Zentrale erfolgen können: beispielsweise die Verwaltung und das Sperren von Ausweisen, das Ändern von Berechtigungen und das Alarm-Management. Das bedeutet in der Praxis: Türen können zum Beispiel zu bestimmten Tageszeiten ohne Zutrittssteuerung geöffnet werden. Bei Systemen mit Alarmfunktionen wird ereignisabhängig ein Alarm ausgelöst - bei unzulässigem Zutrittsversuch, überschrittener Türöffnungszeit oder Sabotage. Die jeweiligen Reaktionen lassen sich über entsprechende Konfigurationstools individuell definieren. Ein Alarm kann dann beispielsweise entweder mittels akustischem Signal gemeldet oder direkt an die Zentrale zur weiteren Bearbeitung, Protokollierung oder Archivierung weitergeleitet werden.

Ausblick: Smart Building

Dank Digitalisierung und Internet of Things boomen intelligente Lösungen für die Zutrittskontrolle und die Gebäudesicherheit. Immer mehr Büros, Produktionsstätten, Einzelhandels-Outlets und andere Einrichtungen verändern sich zu intelligenten Gebäuden. Laut Statista, einem der weltweit führenden Statistik-Portale, ist im Marktsegment für vernetzte Sicherheitstechnik bis 2020 mit einem Umsatzwachstum von über 41 Prozent zu rechnen. Wie die aktuellen Lösungen von Interflex zeigen, erschließen sich in Zukunft durch die Digitalisierung zahlreiche Möglichkeiten, Zutrittssysteme individuell an den Bedarf von Unternehmen anzupassen. Als Spezialist für Zutrittskontrolle und Zeiterfassung wird Interflex diese Anforderungen durch Kooperationen mit anderen führenden Unternehmen der Branche aus der Allegion Unternehmensgruppe realisieren. 

Jörg Wissdorf ist Geschäftsführer der Interflex Datensysteme GmbH.

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