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Manchmal ist eine Trennung vorteilhaft. Das gilt nicht nur in menschlichen Beziehungen.
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Größte SAP IS-U Systemtrennung Österreichs

Vorbereitung für Smart-Meter Rollout in Wien

WienIT, Wien Energie und Wiener Netze haben zusammen mit den Unternehmen QUANTO und Natuvion das zuvor integrierte Lieferanten- und Netzbetreibersystem in eine getrennte System- und Prozesslandschaft überführt. Das Projekt soll zu den zehn größten SAP-Projekten bei einem Energieversorgungsunternehmen (EVU) in Europa gehören.

Pünktlich zur gesetzten Frist am 2. Januar 2018 wurde das IT-Großprojekt erfolgreich produktiv gesetzt, wie die Unternehmen kürzlich mitteilten. "Das Team aus WienIT, die Mitarbeiter von Wien Energie und Wiener Netze und die Experten von QUANTO und Natuvion leisteten Exzellentes, um die größte SAP-IS-U-Systemtrennung Österreichs und eines der zehn größten EVU-SAP Projekte in Europa erfolgreich durchzuführen", wird Daniela Lidl, Geschäftsführerin der WienIT EDV Dienstleistungsgesellschaft mbH, in einer Aussendung zitiert. Für alle, die es nicht ohnehin wissen: WienIT, eine Tochter der Wiener Stadtwerke Holding AG, ist ein IT-Dienstleister mit Schwerpunkt auf Energiewirtschaft und kommunale Versorgung.

Eine Trennung mit Vorteilen

Der von den Projektpartnern betriebene Aufwand ist nicht zu unterschätzen: In einem ambitionierten Zeitrahmen von 14 Monaten wurde das bestehende, integrierte Lieferanten- und Netzbetreibersystem in eine neue, getrennte System- und Prozesslandschaft überführt. Das Ziel des Projektes war, eine möglichst effiziente Prozessbearbeitung im SAP-Standard und die Vorbereitung der Systemlandschaft für den anstehenden Smart-Meter-Rollout zu erreichen. Hierfür wurden alle Netzdaten mit einem Migrationsverfahren des SAP-Experten Natuvion vollhistorisch in das zukünftige SAP ERP/IS-U-Netzsystem (SAP for Utilities; SAP IS-U = Industry Solution Utilities) überführt und das bestehende, integrierte System zu einem reinen Lieferantensystem zurückgebaut.

Zeitgleich wurde der komplette elektronische Datenaustausch mit dem SAP-AddOn IDEX-AT (Intercompany Data Exchange – Extended) für die mehr als 2 Mio. Zählpunkte etabliert. In einem Schwesterprojekt wurden außerdem die Workforce-/Geräteverwaltungsprozesse neu aufgestellt.

"Zusammenarbeit innerhalb der Stadtwerke nachhaltig verbessert"

"Die erfolgreiche Produktivsetzung ist vor allem der tollen Teamleistung zu verdanken", merkt Olaf Reiter, Gesamtprojektleiter des Projektes und Vorstand des Beratungsunternehmens QUANTO AG, an. "In einem Kraftakt und mit einem akribisch geplanten CutOver-Szenario wurde die Systemtrennung über den Jahreswechsel ohne relevante Marktauswirkungen erfolgreich gemeistert."

"Mit Blick nach vorne steht nun die weitere Stabilisierung und Optimierung der IT- und Prozesslandschaft im Fokus", gibt Holger Strotmann, der Solution Architect im Projekt und Geschäftsführer der Natuvion GmbH, einen Ausblick auf die weiteren Herausforderungen. "Marktrollenspezifische Prozessabläufe erhöhen punktuell bisher optimierte Arbeitsabläufe, bieten aber in der Zukunft Chancen für effizientere Prozessabläufe", so der Experte weiter.

"Ich bin stolz auf die Leistung unseres Projektteams und jedes Einzelnen. Dieses Projekt hat neben der Neuausrichtung unserer Kern-IT-Landschaft auch die Zusammenarbeit innerhalb der Stadtwerke nachhaltig verbessert", so Daniela Lidl abschließend.

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