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v.li.n.re.: Christian Panigl, Wolfgang Müller, Martin Madlo, Harald Leitenmüller
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Interxion erweitert Rechenzentrum in Floridsdorf

Vertrauen in den IT-Standort Wien

Interxion hat in den vergangenen fünf Jahren mehr als 100 Mio. Euro in seinen Wiener Rechnungszentrumscampus investiert – weitere 40 Mio. Euro sollen in naher Zukunft fließen. Diese Nähe zum österreichischen Kunden ist auch eine vertrauensbildende Maßnahme.

von: Rudolf Felser

Im Wiener Bezirk Floridsdorf wird fleißig gebaut. Nein, es geht ausnahmsweise nicht um das "mythenumwitterte" Krankenhaus Nord. Quasi um die Ecke, nur einen Steinwurf entfernt, hat der Rechenzentrumsbetreiber Interxion schon vor rund zwei Jahrzehnten sein Lager aufgeschlagen und erweitert seitdem regelmäßig seine Rechenzentrumskapazitäten – ganz ohne negative Schlagzeilen.

Bis Mitte 2019 sollen weitere 3.000 Quadratmeter Datacenter-Fläche in Betrieb genommen werden, an denen aktuell gebaut wird. Wie Interxion diese Woche bei einer Pressekonferenz in Wien, die auf unterhaltsamste Weise von dem bekannten Physiker Werner Gruber begleitet wurde, mitteilte, hat Interxion in den vergangenen fünf Jahren mehr als 100 Millionen Euro in den Rechnungszentrumscampus investiert – weitere Investitionen in Höhe von 40 Millionen Euro sind geplant. Insgesamt hat das Areal derzeit eine Ausdehnung von beachtenswerten 10.000 Quadratmetern.

Neben Werner Gruber und dem offiziellen Gastgeber, dem Managing Director von Interxion Österreich Martin Madlo, waren zu der Veranstaltung auch Magistratsdirektor-Stellvertreter Wolfgang Müller von der Stadt Wien, Harald Leitenmüller, CTO bei Microsoft Österreich sowie Christian Panigl, in dessen Zuständigkeit als Mitarbeiter des Zentralen Informatikdienstes der Uni Wien (ZiD) das Wissenschaftsnetz ACOnet sowie der Vienna Internet eXchange (VIX) fallen, geladen. Unter der Moderation des ehemaligen "Science Busters" Gruber sprachen sie bei einer Podiumsdikussion über das Innerste der Rechenzentren, den Siegeszug der Cloud sowie die datengetriebene Zukunft, die die heimische Wirtschaftsleistung durch Performance und Connectivity maßgeblich ankurbeln soll. 

Wien – Hauptstadt der Digitalisierung

"Die IT-Branche ist in einem dienstleistungsorientierten Land wie Österreich einer der wichtigsten Wachstumsmotoren der heimischen Wirtschaft. International viel beachtete und anerkannte Leuchtturmprojekte in den Bereichen Smart City oder Industrie 4.0 machen Österreich zur Daten-Drehscheibe sowie zu einem der wichtigsten IT-Standorte im Herzen Europas. Wir bekennen uns ganz klar zu der Wertigkeit der Digitalisierung in Österreich und zum IT-Standort Wien und bieten Unterstützung für den gesamten österreichischen Mittelstand in Bezug auf Breitband, Cloud Services und Rechenzentrums-Dienstleistungen an", so Interxion-Chef Madlo. Ziel sei es, den Ausbau der digitalen Infrastruktur Österreichs im Sinne eines nachhaltigen, verantwortungsbewussten Wirtschaftswachstums voranzutreiben. 

"Unser erklärtes Ziel ist es, Wien zur Hauptstadt der Digitalisierung zu machen. Daher freut es uns, dass Unternehmen wie Interxion in den Standort investieren und einen wichtigen Beitrag für die digitale Infrastruktur unserer Bundeshauptstadt leisten", ließ Wolfgang Müller vernehmen. Müller weiter: "Die Wettbewerber dabei sind nicht andere Städte, sondern Google, Facebook, Amazon. Bei Digitalisierung geht es darum, dass es für den Menschen einfacher wird." Als Beispiel brachte er die App "Sag's Wien", mit der Bürger auf Missstände in der Stadt hinweisen können. Dabei wäre die technische Komponente keine Hürde gewesen, so Müller: "Die App selbst war in einer Woche fertig. Die Herausforderung war es, sie zu vereinfachen." Ein weiteres Beispiel sei ein bereits angelegtes 3D-Modell des gesamten öffentlichen Wiener Raums, das "noch genauer als Google" sein soll. Das soll Genehmigungsverfahren deutlich vereinfachen, für die Ämter wie auch für die Bürger. "Wir wollen weg vom System des Antrags", so Müller.

Cloud und Vertrauen

Harald Leitenmüller kam auf die Wolke zu sprechen, die ohne moderne Rechenzentren nicht vorstellbar ist: "Der Schlüssel für die erfolgreiche Digitalisierung liegt in der Cloud. Die Cloud ist es, die es ermöglicht, die Grenzen eines Geschäftsmodells zu überschreiten und die neue Chancen eröffnet. Vom Mobile Banking über vernetzte Online Shops mit CRM-System bis hin zu autonom fahrenden Mobilitätsservices: Ohne Cloud gibt es keine Digitalisierung. Auch für Zukunftstechnologien wie künstliche Intelligenz oder das Internet der Dinge ist Cloud Computing der Grundstein."

Warum es trotz großer,internationaler Cloud-Player wichtig ist, dass es auch lokale Rechenzentren und vor allem lokale Partner als Rückgrat und Ansprechpersonen für die Kundenunternehmen gibt, umriss Christian Panigl. Er machte deutlich, dass es nicht nur um technische Aspekte, wie zum Beispiel kürzere Latenzzeiten geht, sondern – gerade in Österreich bzw. dem deutschsprachigen Raum – auch um das Zwischenmenschliche. "Die Aufgabe für Cloud-Dienstleister in Österreich ist, regional Vertrauen aufzubauen und Nähe zum Kunden zu suchen. Der lokale Bezug ist hier ein wesentlicher Faktor. Die großen Dienstleister müssen dafür sorgen, diese Brücke zu schlagen und müssen mit vertrauensvollen Teams an die Kunden heranzutreten."

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