Narrowband-IoT-Technologie österreichweit ausgebaut

T-Mobile hat sein IoT-Netz fertig

Bild: Deutsche Telekom
Bild: Deutsche Telekom

Wer Digitalisierung sagt, muss auch IoT sagen. Und wer IoT sagt, darf auch die Kommunikation nicht vergessen. T-Mobile hat in Österreich jetzt den Ausbau seines Netzes für NB-IoT (Narrowband-IoT) abgeschlossen.

von: Rudolf Felser

Low-Power-Wide-Area-Network-Technologien, wie Sigfox, LoRa oder eben Narrowband-IoT gehören zu den Top-Trends im (Industrial) IoT für 2018. Narrowband-IoT ist ein schmalbandiges Netz speziell für IoT, also für das Internet of Things. Die Technologie eignet sich für Machine-to-Machine-Anwendungen (M2M) und Städte, die "smart" werden wollen, etwa zum Beispiel bei der Parkraumverwaltung, beim Einsatz intelligenter Beleuchtung und Ladestationen oder bei einer vernetzten Müllabfuhr. Als Technologie ist NB-IoT speziell für Anwendungen geeignet, die regelmäßig kleine Datenmengen senden und empfangen. In der Regel werden bei den meisten IoT-Anwendungsfällen nur ein paar Kilobyte übertragen. Auf dem M2M- und IoT-Markt kann das bereits 70 bis 80 Prozent der Anforderungen abdecken.

Das NB-IoT-Netz bietet neben der Netzabdeckung im Außenbereich auch verbesserte Versorgung bis tief ins Gebäudeinnere. Daneben ist einer der größten Vorteile, dass optimierte NB-IoT-Chipsätze verbaut sind und so eine längere Batterielaufzeit möglich ist. Besonderes Augenmerk wurde auch auf optimierte Datenübertragung gelegt sowie auf die Entwicklung eines Stromsparmodus, der die Funkmodule in einen Ruhezustand versetzt, in dem sie sehr wenig Energie verbrauchen. Damit sind laut T-Mobile Akkulaufzeiten von bis zu zehn Jahren möglich.

Wie T-Mobile soeben meldete, hat der Mobilfunker den österreichweiten Ausbau von NB-IoT jetzt abgeschlossen. Im Zuge eines groß angelegten Netzmodernisierungsprogrammes wurden Basisstationen in kürzester Zeit mit modernster Hardware ausgestattet. Die dazu benötigte Software wurde von Huawei entwickelt und in das T-Mobile-Netz implementiert. T-Mobile ist in Österreich eigenen Angaben zufolge der erste Mobilfunkbetreiber, der den Ausbau für das Netz für das Internet der Dinge abgeschlossen hat. Gestartet hat der Ausbau im November 2017 in der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten.

Der Ausbau von NB-IoT ist Teil des größten Investitionsprogramms in der Geschichte von T-Mobile. Zusammen mit den Gebühren für die Ersteigerung von Frequenzen im Jahr 2013 hat T-Mobile in den vergangenen fünf Jahren rund 1,3 Mrd. Euro in den Ausbau seines Breitband-Mobilfunknetzes investiert und arbeitet schon intensiv an der nächsten Mobilfunkgeneration 5G. Für den 5G-Rollout werden neue Frequenzen benötigt, die im Herbst 2018 versteigert werden. 

Weiters arbeitet T-Mobile am sogenannten LTE-M-Netz. LTE-M adressiert IoT-Anwendungsfälle, die nicht mit NB-IoT unterstützt werden können, wie zum Beispiel Anwendungen, die mehr Daten übertragen, ähnlich wie heute M2M-3G-Anwendungen. Gemeinsam mit den Experten der Deutschen Telekom will T-Mobile in den nächsten Wochen erste Tests in Wien durchführen.

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