Photo by Benjaminrobyn Jespersen on Unsplash
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Gastartikel - Tamara Zimmermann, Otago Online Consulting

SEO Sommerfrische Woche 8 – Mobile Website und SEO

Mobile ist ein SEO-Thema, an dem man kaum vorbeikommt. Zumindest als Schlagwort ist es vielen schon untergekommen. Was dahinter steckt, was es bringt und worauf Sie achten sollten, wenn es um Ihre mobile Website geht…

Was bedeutet "mobile first" und "mobile first indexing"?

"Mobile first" ist eine Strategie in der Webentwicklung, bei der der Hauptfokus beim Aufbau einer neuen Seite auf der mobilen Version liegt. Früher war es eine gängige Vorgehensweise, sich zuerst über die Desktop-Version Gedanken zu machen und sie zu konzipieren. Erst von dort weg wurde die mobile Seite geplant. Bei mobile first ist das umgekehrt. Man überlegt zuerst, was für die mobile Seite essenziell ist. Damit wird dem Trend Rechnung getragen, dass immer mehr User mit Smartphone und Co. surfen.

"Mobile first indexing" bezieht sich auf die Art, wie Google Websites indexiert. Kurz gesagt: Google bewertet Ihre Website aufgrund der Inhalte, Darstellung und Nutzerfreundlichkeit ihrer mobilen Seite. Für die Berechnung von Rankings wird also vorranging die mobile Version Ihrer Website betrachtet. Bisher wurden auch bei mobilen Suchen die Rankings der Desktop-Seiten herangezogen. Das macht aber nicht immer Sinn. Oft sind auf mobilen Seiten Inhalte nur zum Teil vorhanden. Die User finden nicht, was sie gesucht haben. Beim mobile first indexing wird die mobile Version der Website für den Index und die Rankings von Google herangezogen, um den vielen mobilen Usern bessere Suchergebnisse zu liefern.

Nach und nach erfolgt die Umstellung auf die neue Indexierungs-Variante. Wenn die Search Console für Ihre Website eingerichtet ist, bekommen Sie dort eine Benachrichtigung, wenn es bei Ihrer Seite soweit ist. Sie haben keine separate Seite für Mobilgeräte bzw. keine responsive Seite? Dann ändert sich hier nichts. Google sieht sich hier nach wie vor Ihre Desktop-Version an. Trotzdem sollten Sie das Thema mobile Website in Angriff nehmen. Denn für mobile User hat Ihre Website sonst eine schwache Usability. Die Desktop-Ansicht Ihrer Website ist mitunter auf Mobilgeräten viel zu kompliziert zu bedienen, was für Ihre Besucher schnell frustrierend sein kann.

Mobile SEO - Wie mache ich meine Seite fit für Mobilgeräte?

Nachdem wir uns die letzten Wochen mit den verschiedensten SEO-Themen beschäftigt haben - wollen wir heute einen genaueren Blick auf mobile SEO werfen? 

Immer mehr User surfen mobil. Zeit, Ihre Website mobile-fit zu machen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Website auch in der mobilen Ansicht benutzerfreundlich ist und Ihre User glücklich macht. Hier ein paar Punkte, auf die Sie unbedingt achten sollten, damit Sie auch bei mobilen Suchen ein guter Treffer sind:

Testen Sie Ihre Seite

Ist Ihre Website für Mobilgeräte grundsätzlich tauglich? Testen Sie es einfach mit dem Mobile Friendly Test von Google (https://search.google.com/test/mobile-friendly). Sie sehen auf einen Blick, ob Ihre Seite für Mobilgeräte optimiert ist oder nicht.

Schnelle Ladezeiten

Achten Sie auf die Geschwindigkeit Ihrer Seite. Führen Sie regelmäßig Tests durch und prüfen Sie unterschiedliche Seitentypen Ihrer Website (z.B. Startseite und Produktseite). Wir empfehlen das Tool Google Page Speed Insights (https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/?hl=de). Mehr zum Thema Seitengeschwindigkeit gibt’s in der SEO Sommerfrische Woche 6.

Bildergröße

Hier nochmal der Hinweis – achten Sie unbedingt auf die Größe Ihrer Bilder! Optimierte Bilder machen Ihre Seite schneller, was vor allem mobile User freuen wird. Wie Sie Bilder sonst noch optimieren können, haben wir in der SEO Sommerfrische Woche 4 verraten.

Nicht abrufbare Inhalte

Manche Inhalte können auf Mobilgeräten nicht abgerufen werden. Dazu gehören zum Beispiel Flash-Inhalte. Testen Sie, ob alle Ihre Inhalte auch mobil korrekt angezeigt werden und ersetzen Sie sie andernfalls durch passende Alternativen (z.B. HTML5).

Benutzerfreundliche Menüs

Ist Ihre Navigation auch auf Smartphones und Co. intuitiv und gut zu bedienen? Testen Sie Ihr Menü selbst. Ein häufiges Problem sind zum Beispiel zu lange und zu komplexe Strukturen mit zu vielen Unterkategorien, was besonders auf Mobilgeräten verwirrend sein kann. 

Pop-ups und Interstitials

Pop-ups – oder öfter Interstitials – können heikel sein. Vor allem, wenn sie sich über die ganze Seite legen und der User die Inhalte nicht mehr sieht. Wie Google ein Pop-up bewertet, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab.

Wenn das Pop-up zum Beispiel gleich bzw. kurz nach dem Seitenaufruf erscheint, wird Google es "strenger" bewerten, als wenn man sich schon durch den Großteil der Seite gelesen hat, und es erst dann erscheint. Und auch viele Nutzer sind von solchenPop-ups mitunter wenig begeistert.

Bonustipps – Best Practice Tipps für eine bessere Usability

  • Telefonnummer – platzieren Sie Ihre Telefonnummer möglichst prominent (z.B. am Seitenanfang) und machen Sie sie klickbar. User, die mobil surfen, nutzen gerne die Gelegenheit, direkt anrufen zu können. 
  • Abstände – achten Sie auf passende Abstände, vor allem bei klickbaren Elementen. So kann es nicht passieren, dass Ihre Besucher versehentlich den falschen Link antippen.
  • Schriftgröße – optimieren Sie Ihre Texte so, dass sie auch auf Mobilgeräten gut lesbar sind.
  • Bilder – überprüfen Sie, wie Ihre Bilder in der mobilen Ansicht dargestellt und ob Teile abgeschnitten werden. Mitunter mus der Bildausschnitt angepasst werden, damit der Inhalt erkennbar bleibt.
  • Inhalte – grundsätzlich sollten Sie Ihre Inhalte nicht "verstecken", also eingeklappt darstellen. Google wertet das in etwa so: "wenn Sie es verstecken, kann es Ihnen nicht so wichtig sein". Mobil wird das allerdings nicht so streng gewertet. Für Google ist es nachvollziehbar, dass sich so die Usability für Ihre mobilen Nutzer erhöht.
  • Durchklicken – der naheliegendste Tipp, aber dennoch nicht zu vernachlässigen: Klicken Sie sich selbst einmal mit Ihrem Smartphone durch Ihre Website. Können Sie alles bedienen? Funktioniert das Menü wie gewünscht? Ist die Darstellung korrekt? Wie wirkt die Website? Begeben Sie sich in die Rolle Ihrer Seitenbesucher und machen Sie einen umfassenden Testlauf!

Das war es nun mit unserer Sommerfrische. Wir hoffen, Sie und Ihre Website haben den Sommer genossen und für einige Optimierungen nutzen können. Sollte der Sommer zu kurz gewesen sein dürfen wir verraten: auch der Herbst eignet sich wunderbar, um der Website etwas Gutes zu tun – und so die Sichtbarkeit zu verbessern.

Über den Autor

Tamara Zimmermann ist SEO Consultant bei Otago Online Consulting. Sie beschäftigt sich seit 2010 mit Marketing und Kommunikation und bringt langjährige Erfahrung im On- und Offline Marketing in diversen Branchen mit. Zuletzt hatte sie die Marketingleitung in einem österreichischen Industriebetrieb inne. Ihre Spezialisierung auf Online Kommunikation im Masterstudium brachte sie dann zu Otago.

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