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Gastartikel - Tamara Zimmermann, Otago Online Consulting

SEO Sommerfrische Woche 5 – interne Links

Links sind ein wichtiger Rankingfaktor für Google. Wenn sie Links hören, denken die meisten erst an externe Links. Aber auch durch internen Verlinkung können Sie Ihre Seite SEO-fitter machen. Mit einfachen Maßnahmen holen Sie dabei das Beste aus Ihren internen Links heraus.

Die Power interner Links

Links sind wie Empfehlungen – und ein wichtiger Faktor für ein gutes Ranking. Bestenfalls hat man viele externe Links von starken Domains, die Google zeigen, dass man eine gute Informationsquelle ist. Doch externe Links sind harte Arbeit, der Aufbau braucht Zeit und in letzter Instanz ist es von anderen abhängig, ob Sie einen Link bekommen oder nicht.

Die interne Verlinkung haben Sie jedoch selbst in der Hand. Sie verlinken innerhalb Ihrer Website. Für Google ist auch diese interne Verlinkung ein wichtiger Faktor. Zeit also, dem Thema ausreichend Beachtung zu schenken.

Linkkraft verteilen und wichtige Seiten stärken

Mit gezielten Optimierungen können Sie Ihre Inhalte und Unterseiten stärken und auch in Google sichtbarer machen. Ihre Website hat eine gewisse „Kraft“, die durch unterschiedliche Faktoren entstanden ist, unter anderem durch die externen Links. Diese Kraft können Sie intern durch eine durchdachte Verlinkung entsprechend auf Ihre Unterseiten aufteilen.

Verlinkungen entstehen meistens schon durch das Website-Menü, über das Sie auf wichtige Seiten verweisen. Ihre Seiteninhalte, also z.B. Texte und grafische Elementen, können Sie aber optimal für weitere Verlinkungen nutzen. 

Klickwege verkürzen

Der Klickweg ist der Weg des Users über die diversen Unterseiten Ihrer Website. Je weniger Klicks der User braucht, um auf eine bestimmte Unterseite zu kommen, desto besser.

Manchmal ist es schwer umsetzbar, die Wege kurz zu halten, da zum Beispiel nicht alle Unterseiten direkt über das Menü verlinkt sein können. Nutzen Sie in diesen Fällen die interne Verlinkung, um den User direkt auf Seiten in tieferen Ebenen Ihrer Website zu leiten. Dadurch geben Sie auch mehr Power auf diese Seite mit.

Tipp: Oft ist die Startseite die stärkste Seite, da von außen am häufigsten auf sie verlinkt wird. Wollen Sie bestimmte Unterseiten gezielt stärken, nutzen Sie die Power der Startseite und verlinken Sie direkt von ihr aus auf die Unterseite. 

Bild: Otago

Beispiel: Um hier die Seite Z direkt zu stärken und den Klickweg dorthin zu verkürzen, setzen Sie auf der Startseite einen internen Link auf Seite Z. Google und Ihre Besucher erkennen so auch, dass diese Inhalte besonders wichtig sind.

Tipp: Ihre Seite muss keine Einbahnstraße sein. Verlinken Sie ruhig auch auf übergeordnete Seiten und auf Seiten der gleichen Ebene (= horizontale Verlinkung).

Was können also interne Links?

  • User sinnvoll durch die Seite führen
  • Wichtige Seiten stärken
  • Google helfen, die Seite besser zu verstehen und dadurch 
  • die Rankings verbessern

6 Tipps für die gelungene interne Verlinkung

1) Ankertexte optimieren

Ankertexte (oder Linktexte) sind die für User sichtbaren verlinkten Texte eines Links. Der verlinkte Text ist ein wichtiges Optimierungssignal. Sie zeigen damit Ihren Usern und Google, welcher Inhalt auf der verlinkten Seite zu finden ist. 

Ein Beispiel:

Sie haben einen Online-Shop für Gartenmöbel und Dekoartikel. Verlinken Sie aus ihren Texten auf ihre Warenkategorien, sollten Sie die Ankertexte möglichst sprechend gestalten.  Zum Beispiel: Gartentische, Gartenstühle, Sonnenschirme, Windräder, usw.

Nutzen Sie also starke Keywords und vermeiden Sie unwichtige Linktexte wie „hier“ und „mehr“, die nichts über den Inhalt der Zielseite aussagen.

Ein Beispiel:

Aktuell ist der Link mit Linktext „mehr erfahren“ gesetzt.

Besser wäre es, stattdessen ein Keyword zu verlinken, z.B. „Kundenportal“. Alternativ könnte auch die Überschrift zusätzlich als Link gesetzt werden.

2) Wichtiges häufig verlinken

Wenn Sie eine Seite intern häufig verlinken, zeigen Sie Google, dass Ihnen der Inhalt besonders wichtig ist. Stärken Sie für Sie relevante Seiten durch eine starke interne Verlinkung, am besten von starken Seiten.

3) Aussehen und Position

Machen Sie Ihre Links erkennbar. Mit einer auffälligen Formatierung falle Ihre Links ins Auge und so sorgen Sie für eine bessere Usability. Gängig sind Unterstreichungen, andere Farben, oder Fettdruck.

Achten Sie auch darauf, wo Sie Ihre Links platzieren. Ein Link, der irgendwo am Seitenende platziert ist, deutet darauf hin, dass er für Sie weniger wichtig ist. Faustregel: je weiter oben, desto relevanter.

4) Gleichen Linktext nicht für unterschiedliche Seiten

Verwenden Sie den gleichen Linktext nicht für unterschiedliche Seiteninhalte. Denn für Google ist das ein missverständlicher Hinweis – Sie kommunizieren damit: auf beiden Seiten findet sich Inhalt zu Thema X. Sie stellen die beiden Seiten somit in Konkurrenz zueinander.

Unser Tipp: Verwenden Sie für unterschiedliche Inhalt auch unterschiedliche Linktexte.

Ein Beispiel:

Auf Unterseite A schreiben Sie über Leinenhosen und zeigen Ihre Produkte, auf Unterseite B über Jeanshosen.

Verlinken Sie auf Unterseite A mit dem Linktext „Leinenhosen“ und auf Unterseite B mit „Jeanshosen“ – und nicht auf beide mit „Hosen“.

5) Breadcrumbs – streuen Sie Brotkrumen

Breadcrumbs zeigen dem User, wo er sich gerade auf der Website befindet. Meist sind sie am Seitenanfang zu finden. 

Mithilfe von Breadcrumbs finden sich Ihre User auf Ihrer Website besser zurecht. Aber nicht nur für Ihre User, auch für Ihre interne Verlinkung sind diese Brotkrumen nützlich. Denn Breadcrumbs sind ein einfaches Mittel, um Ihre interne Verlinkung auszubauen.

Tipp: Viele Content Management Systeme bieten fertige Lösungen an, mit denen im Backend die Breadcrumbs schnell eingerichtet werden können. Zusätzlich gibt es auch entsprechende Plug-ins, die sie dafür nutzen können – unter Wordpress zum Beispiel Breadcrumb NavXT.

6) Andere Kunden kauften auch…

Sie kennen das – „andere Kunden kauften auch“ und „das könnte Ihnen auch gefallen“.

Sie haben einen Online-Shop? Zeigen Sie Ihren Besuchern am Seitenende andere Produkte an, die zu dem jeweiligen Produkt passen, oder Produkte, die andere Kunden gekauft haben. Oder verweisen Sie in Ihrem Blog auf andere interessante Beiträge, auf Seiten zu Ihren Dienstleistungen passende Blogartikel oder ergänzende Leistungen, die Sie anbieten.

Wie sieht der optimale interne Link aus?

  • ist auf einer starken Seite gesetzt
  • hat einen Ankertext mit Keywords 
  • ist möglichst weit oben platziert
  • ist als Link erkennbar (Farbe, Formatierung)

Tipp – achten Sie auf die mobile Ansicht! 

Wie sehen die internen Links Ihrer Seite auf dem Smartphone aus? Lassen sich die Links gut antippen? Platzieren Sie Ihre Links nicht zu knapp beieinander, sodass sie problemlos angetippt werden können, ohne sich zu verklicken. Optimieren Sie hier bei Bedarf nach. 

Fazit – Do’s und Don’ts der internen Verlinkung

Do:

  • Wichtige Inhalte häufiger verlinken
  • Starke Keywords als Linktext
  • Wichtige Unterseiten stärken
  • Links erkennbar formatieren
  • Breadcrumbs nutzen
  • Mobile Ansicht checken
  • Horizontal und vertikal verlinken

Don't:

  • „hier“ und „mehr“ Links
  • Bild-Links ohne Text-Links 
  • Links auf nicht mehr vorhandene Seiten
  • Verwaiste Seiten ohne eine einzige Verlinkung

Mit der Linkpower aus dieser Woche geben wir nächstes Mal Gas – in Teil 6 widmen wir uns der Optimierung Ihrer Seitengeschwindigkeit!

 

 

Über den Autor

Tamara Zimmermann ist SEO Consultant bei Otago Online Consulting. Sie beschäftigt sich seit 2010 mit Marketing und Kommunikation und bringt langjährige Erfahrung im On- und Offline Marketing in diversen Branchen mit. Zuletzt hatte sie die Marketingleitung in einem österreichischen Industriebetrieb inne. Ihre Spezialisierung auf Online Kommunikation im Masterstudium brachte sie dann zu Otago.

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