Bild: Soragrit Wongsa / unsplash.com
Bild: Soragrit Wongsa / unsplash.com

Gastartikel - Tamara Zimmermann, Otago Online Consulting

SEO Sommerfrische Woche 4 – Bilder auf SEO-Hochglanz optimieren

Bilder sind Blickfang und Informationsträger zur gleichen Zeit. Menschen lieben Bilder. Google auch. Title, Description und Texte haben Sie bereits für Suchmaschinen optimiert? Dann können die Bilder auf Ihrer Website ein großer Hebel für mehr Traffic sein. Denn in ihnen liegt oft noch ungeahntes und vor allem ungenutztes SEO-Potenzial.

Wozu überhaupt Bilder optimieren?

Ein großer Teil der On-Page Optimierung dreht sich um die Inhalte - Fließtext, Title, Description und Co. Auch Bilder gehören zu den Seiteninhalten – deshalb sollten Sie sie unbedingt beachten. Durch Bildoptimierung können Sie nämlich:

1. Ranking in der organischen Suche verbessern

Optimierte Bilder machen Ihre Seite relevanter und sichtbarer. Wer auch bei der Bildbenennung auf den richtigen Einsatz von Keywords achtet, kann für die Website mehr rausholen und die Rankings positiv beeinflussen. Google zeigt auch in der organischen Suche immer wieder die besten Bilder-Treffer an. Sind Ihre Bilder hier dabei, können Sie Ihre Sichtbarkeit und Ihren Traffic erhöhen.

2. Ranking in der Google-Bildersuche verbessern

Auch die Google-Bildersuche kann Traffic auf Ihre Seite bringen. Viele Menschen recherchieren nämlich direkt dort - zum Beispiel um zu sehen, wie ein bestimmtes Produkt überhaupt aussieht (z.B. technische Geräte), bis hin zu konkreten Produktsuchen (z.B. grünes Polohemd). Vor allem bei Produkten und für Onlineshops kann die Bildersuche besonders lukrativ sein. Ein gar nicht so kleiner Teil der User "shoppt" nämlich über die Bilder-Suche.

Die Bild-Darstellung in Google

Je nach Suchanfrage kann die Darstellung von Bildern in der Google-Suche variieren. 

Beispiel 1: Suchbegriff "Cupcakes Hochzeit"

Die Bilder werden ganz oben angezeigt. Der User könnte auf der Suche nach einem Lieferanten für Cupcakes sein. Eine Platzierung mit einem ansprechenden Bild ist für Anbieter somit besonders interessant.

Beispiel 2: Suchbegriff "Obstbaumspinnmilbe"
Auch für Bilder, die kein klassisches Produkt darstellen, kann sich Bilder-SEO lohnen. Der User sucht Informationen zum Schädling. Bilder, die sein Problem darstellen, sprechen an. Als Anbieter von Schädlingsbekämpfungsmitteln kann man so auch die Bildersuche nutzen, um den User auf die Seite zu bringen.

Beispiel 3: Google Bildersuche Suchbegriff "Bluse mit Punkten"
In der ersten Zeile werden Google Shopping-Anzeigen ausgespielt, darunter die organischen Treffer, die mit On Page-Optimierung beeinflusst werden können.

Aber mit "Bilder" sind nicht nur klassische Fotos gemeint. Auch Infografiken, relevanten Diagrammen und Co. können Sie für Suchmaschinen optimieren. Mit unseren Praxistipps zur Bilder-Optimierung verschenken Sie kein SEO-Potenzial.

So optimieren Sie Ihre Bilder für Suchmaschinen

1) Bildgröße
Speichern Sie die Bilder in der Größe bzw. mit den Abmessungen ab, in denen sie auf der Seite dargestellt werden. Zu kleine Bilder können verpixelt dargestellt werden, zu große Bilder belasten wiederum die Ladezeit. Um in der Google Bildersuche ranken zu können, sollten Sie jedoch keine zu kleinen Bilder auf der Seite verwenden. Sind die Bilder so klein, dass man darauf kaum was erkennt, werden User und Google nicht glücklich damit.

Tipp: Achten Sie auch darauf, wie Ihre Bilder auf Mobilgeräten aussehen und funktionieren! Es kann sich lohnen, je nach Endgerät passende Bilder auszuliefern, um eine optimale Darstellung zu garantieren.

2) Dateigröße
Achten Sie darauf, dass Ihre Bilddateien nicht zu groß sind! Große Dateien haben lange Ladezeiten. Das wirkt sich schlecht auf die User Experience aus, denn kaum ein User wartet, bis riesige Dateien geladen sind – vor allem mobil. Auch für Google sind zu große Bilder ein Manko, da sie die Seitengeschwindigkeit reduzieren (auch ein Ranking-Faktor). Verzichten Sie in dem Fall lieber auf hochauflösenden Bilder mit mehreren MB Speicherbedarf.

Tipp: Nutzen Sie das Google Tool Page Speed Insights, um Ihre Seitengeschwindigkeit zu testen (mehr zum Thema Seitengeschwindigkeit gibt’s in einem unserer nächsten Sommerfrische-Beiträge)

3) Dateiname
Verwenden Sie Ihre fleißig recherchierten Keywords im Dateinamen des Bildes. Google erkennt so das Thema des Bildes und der Unterseite. Wenn ein Dateiname aus mehreren Wörtern besteht, sollten Sie zur Trennung Bindestriche, statt z.B. Unterstriche verwenden. Achten Sie auch darauf, keine Umlaute, Leerzeichen, Großbuchstaben und Sonderzeichen zu verwenden.

Beispiel: cupcake-schokolade.jpg oder sneaker-weiss-schwarz-gestreift.jpg

4) Alt-Tags
Nutzen Sie den Alt-Tag um das Bild aussagekräftig zu beschreiben. Der Alt-Tag ist als Attribut ihres Bildes im HTML-Code der Seite hinterlegt. Kann das Bild z.B. aus technischen Gründen nicht angezeigt werden, wird der im Alt-Tag hinterlegte Text angezeigt.
Google kann man dadurch nochmal zusätzlich Informationen zum Bild und dem Thema geben. Verwenden Sie relevante Keywords, um das Bild zu beschreiben. Seien sie dabei möglichst präzise und verwenden Sie Long-Tail Keywords. Denn es wird schwierig sein, für ein allgemeines Keyword wie z.B. "Wien" und einem Foto der Stadt auf den vorderen Plätzen zu ranken.

Beispiel:

  • Zu generischer Alt-Tag: alt="Sonnenuntergang"
  • Optimierter Alt-Tag: alt="Sonnenuntergang über Wien mit Blick auf die alte Donau und den DC-Tower"


Tipp: Vermeiden Sie Keyword-Stuffing - Google wertet das bloße Aneinanderreihen von Keywords eher negativ.

5) Title-Tag
Vergeben Sie auch einen aussagekräftigen Bildtitel mit relevanten Keywords. Der Title-Tag kann, ebenso wie der Alt-Tag, wichtige Informationen zum Bild weitergeben.

6) Kontext
Bilder sollten immer zum Inhalt Ihrer Seite passen. Für Google ist nämlich auch die Umgebung eines Bildes wichtig. Text wie Fließtext, Überschriften und Bildunterschrift in unmittelbarer Umgebung des Bildes werden von Google erkannt. Hier sollten Sie ebenfalls relevante Keywords platzieren. Das Bild sollte zum Inhalt passen, um potenziell dafür ranken zu können.

7) Strukturierte Daten
Verwenden Sie bei Ihren Bildern strukturierte Daten - dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Bild in Form von Rich Snippets beim Suchergebnis angezeigt wird. Auf schema.org finden Sie detaillierte Informationen zu strukturierten Daten für Bilder. Mehr zum Thema Rich Snippets finden Sie auch im 1. Teil der SEO Sommerfrische.

Anm.: In diesem Beispiel wurden strukturierte Daten für verschiedene Auszeichnungen verwendet, z.B. wurde der Beitrag als "Rezept" deklariert, das Rezept-Bild wurde gekennzeichnet usw. Testen Sie Ihre URL auf strukturierte Daten unter https://search.google.com/structured-data/testing-tool/u/0/.

8) Bilder-Sitemap
Nutzen Sie eigene Sitemaps für Ihre Bilder. Vor allem bei Seiten mit sehr vielen Bildern, wie z.B. Online-Shops, kann sich das lohnen. Sie erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Bilder von Google gecrawlt und indexiert werden.

Fazit: Bilder sind nicht nur Eyecatcher und Informationslieferant, sondern auch ein wichtiger SEO-Hebel. Nutzen Sie deshalb diese Woche für das Fine Tuning Ihres Bildmaterials - bevor wir Sie nächste Woche auf Ihre internen Verlinkungen loslassen!

Über den Autor

Tamara Zimmermann ist SEO Consultant bei Otago Online Consulting. Sie beschäftigt sich seit 2010 mit Marketing und Kommunikation und bringt langjährige Erfahrung im On- und Offline Marketing in diversen Branchen mit. Zuletzt hatte sie die Marketingleitung in einem österreichischen Industriebetrieb inne. Ihre Spezialisierung auf Online Kommunikation im Masterstudium brachte sie dann zu Otago.

Mehr Artikel zum Thema: Tipps SEO Digital Marketing

Max Schrems: "Fehlinterpretationen der DSGVO"

Die Datenschutzbehörde ist seit dem "Startschuss" für die...

Weiterlesen

Entwickler profitieren von der Cloud

Im Gegensatz zu den Ressourcen im eigenen Rechenzentrum,...

Weiterlesen

SEO Sommerfrische Woche 8 – Mobile Website und SEO

Mobile ist ein SEO-Thema, an dem man kaum vorbeikommt....

Weiterlesen

Webinare unterstützen Österreichische Post in Kundenkommunikation

Der Fachbereich Dokumentenlogistik des Geschäftsfelds Mail...

Weiterlesen

SEO Sommerfrische Woche 7 – Google My Business

Google My Business ist nicht nur ein Firmeneintrag in Google...

Weiterlesen

5 Tipps katapultieren KMU ins digitale Zeitalter

Viele KMU gehen noch immer zögerlich mit dem Thema...

Weiterlesen

Digitalisierung im Automobilhandel durch Modularisierung

Während die Automobilindustrie weltweit den größten...

Weiterlesen

SEO Sommerfrische Woche 6 – Seitengeschwindigkeit optimieren

Wer hat schon Zeit und Geduld, auf langsam ladende Seiten zu...

Weiterlesen

Wenn Firmengeräte auf Reisen gehen

Immer öfter landen auch Firmen-Handy oder -Laptop im...

Weiterlesen

SEO Sommerfrische Woche 5 – interne Links

Links sind ein wichtiger Rankingfaktor für Google. Wenn sie...

Weiterlesen

Sicherheits-Container für Datenschutz unterwegs

Führungskräfte und Mitarbeiter, die viel unterwegs sind,...

Weiterlesen

Wachsende IT-Komplexität: 6 Strategien für CIOs

Die Zukunft erschien nie komplexer. IT-Führungskräfte sollen...

Weiterlesen

SEO Sommerfrische Woche 3 – Content optimieren

Nach dem letzten Teil der SEO-Sommerfrische haben Sie sicher...

Weiterlesen

SEO Sommerfrische Woche 2 – Care for your Keywords

Mit der "SEO Sommerfrische" bringen wir heuer praktische...

Weiterlesen

Die Wärme muss weg

Moderne datenzentrierte Geschäftsmodelle führen dazu, dass...

Weiterlesen

SEO Sommerfrische Woche 1 – Snippet optimieren

Mit der "SEO Sommerfrische" bringen wir heuer praktische...

Weiterlesen

Entscheidung für Windows 10: The Day After

Viele Unternehmen zögern noch, von Windows 7 oder 8/8.1 auf...

Weiterlesen

BMW schafft "Hole-in-one" mit eyepin

Bereits zum 30. Mal findet vom 20. bis 24. Juni 2018 das...

Weiterlesen

Datensilos werden zum Problem

Ein schneller Zugriff auf konsistente Datenbestände ist für...

Weiterlesen