Bild: J. Kelly Brito / Unsplash.com
Bild: J. Kelly Brito / Unsplash.com

Gastartikel - Tamara Zimmermann, Otago Online Consulting

SEO Sommerfrische Woche 1 – Snippet optimieren

Mit der "SEO Sommerfrische" bringen wir heuer praktische Tipps und Anleitungen, wie Sie Ihre Website fit für Google & Co. machen können.

Das Sommerloch naht – ebenso wie die dazugehörigen Storys zu UFO-Sichtungen und Gartenzwerg-Vandalismus im Kleingartenverein. Aber nicht nur in den Medien macht sich diese Zeit bemerkbar, auch am Arbeitsplatz. Kollegen, Geschäftspartner und Kunden sind auf Urlaub. Die beste Zeit um Liegengebliebenes aufzuarbeiten und neues in Angriff zu nehmen. Somit ist auch genau jetzt die beste Zeit um die eigene Website auf Sommerfrische zu schicken.

Woche 1 – Google Snippet optimieren

Das Snippet verrät, was die User auf einer Website erwartet. Ein optimiertes Snippet kann das Ranking und die Klickrate nach oben treiben. Was man dabei genau bearbeiten kann und sollte und wie man dabei am besten vorgeht erfahren Sie in diesem ersten Teil der SEO-Sommerfrische. Machen Sie Ihr Suchergebnis in Google relevant und klickattraktiv…

Was ist ein Snippet? 

Die Suchergebnisse in Google setzen sich aus mindestens drei Bestandteilen zusammen. Dem Title, der URL und der Description. Außerdem werden in bestimmten Fällen auch strukturierte Daten angezeigt, dazu später mehr.

Screenshot: Otago

Diese Bestandteile des Snippets können aktiv optimiert werden. In der Regel geht das sehr schnell und ist in den meisten Content Management Systemen unkompliziert möglich. 

Der optimale Title-Tag

Nicht nur für den User ist der Title relevant, auch für Google und andere Suchmaschinen. Denn der Title hat direkten Einfluss auf das Ranking.

Der Title wird einerseits als "Überschrift" des Suchergebnisses angezeigt, andererseits auch im Browser-Tab.

Screenshot: Otago
Screenshot: Otago


Im HTML-Code sieht der Title-Tag so aus:

Wie kann man den Title optimieren? 

Der Titel soll zum Klicken motivieren und das Thema der Zielseite wiedergeben. Deshalb:

  • Verfügbare Zeichen ausnutzen – bis zu 65 Zeichen sind möglich
  • Keywords verwenden – aber kein reines Aneinanderreihen von Keywords
  • Einzigartige Titles für jede Unterseite setzen
  • Klickanreiz bieten – für den User attraktiv schreiben
  • Durchaus üblich ist es auch, den eigenen Firmen- oder Markennamen in den Title jeder Seite zu stellen, z.B. "[einzigartiger Seitentitle] | Otago Online Consulting"

Eine sprechende URL

Die URL wird im Suchergebnis unter dem Title angezeigt – je nach Länge kann sie in der Darstellung auch abgeschnitten werden. Keywords in den URLs haben zwar eher keinen großen Einfluss auf das Ranking, man sollte dennoch auf eine sprechende URL achten.

Das bedeutet: Der User soll anhand der URL gleich das Thema der Seite erkennen können.

Wie kann man die URL optimieren? 

  • Sprechende URLs verwenden
  • Keine wahllosen Zahlen-/Buchstabenkombinationen
  • Bindestriche statt Unterstriche
  • Durchgängig Kleinschreibung verwenden – Google erkennt hier Unterschiede, wozu es zu Problemen kommen kann
  • Parameter (wie z.B. automatisch generierte Ziffernfolgen) möglichst vermeiden

Negativbeispiel – URL mit Parametern

Positivbeispiel – sprechende URL


Die optimale Description

Mit dem Meta-Tag Description gibt man eine kurze Zusammenfassung über den Inhalt der Seite. Die Description hat zwar keinen direkten Einfluss auf das Ranking – Optimieren lohnt sich dennoch, um die Click-Through-Rate zu erhöhen. 

Ziel ist es, dass der User genau dieses Suchergebnis anklickt.


Die Meta-Description im Quellcode:

Wie kann die Description optimiert werden?

  • Platz ausnutzen – bis zu 156 Zeichen sind möglich
  • Keywords verwenden – Begriffe, die in der Suche verwendet wurden, werden fettgedruckt (=auffälliger!)
  • Kein Keywordstuffing – nicht unzählige Keywords aneinanderreihen, das schreckt User eher ab
  • Klickanreiz schaffen – z.B. USP oder Servicevorteile nennen, Call-to-Action verwenden, etc.

Achtung: Google kann, muss aber nicht, die gesetzten Title und Description anzeigen. Diese müssen jedenfalls zur Suchanfrage passen, sonst ersetzt Google sie durch z.B. Teile aus dem Seitentext, die für passender gehalten werden. Mit optimierten Titles und Descriptions hat man jedenfalls die besten Chancen, die Darstellung des eigenen Suchergebnisses zu beeinflussen.

Rich Snippets – noch auffälliger werden

Beim Einsatz von Rich Snippets werden zusätzlich zu den Standard-Elementen – Title, URL und Description – weitere Informationen angezeigt. Das sind zum Beispiel Bewertungs-Sterne, Preise, Bilder, Konzerttermine usw. – also kurze zusätzliche Infos zum Inhalt der Website.

Das große Plus: das Suchergebnis wird einfach auffälliger.

Damit Rich Snippets angezeigt werden können, müssen sie im HTML-Code als strukturierte Daten ausgezeichnet werden. Auf schema.org findet man zu den unterschiedlichen Auszeichnungsmöglichkeiten detaillierte Anleitungen.
Besonders interessant können Rich Snippets für folgende Inhalte sein:

  • Online Shops mit Produkten
  • Rezepte
  • Veranstaltungen
  • Preisangaben
  • Bewertungen

Wann werden Rich Snippets angezeigt?

Wenn

  1. die Google Richtlinien zu Rich Snippets eingehalten werden
  2. sie technisch einwandfrei implementiert sind
  3. die Website aus Google-Sicht eine Hohe Qualität hat

Ob alles korrekt implementiert wurde, kann man einfach mit dem Structured Data Testing Tool prüfen.

3 Tipps zur Erstellung von Title und Description

1) Wie sucht meine Zielgruppe?
Mit das Wichtigste ist, seine Zielgruppe zu kennen – und vor allem auch ihr Suchverhalten und ihre Sprache. Verwendet die Zielgruppe bestimmte Wörter? Kennt sie die Fachsprache oder wird eher mit umgangssprachlichen Begriffen gesucht? Das kann je nach Branche – und vor allem zwischen B2C und B2B – sehr variieren 

2) Was macht die Konkurrenz?
Auch ein Blick auf die Konkurrenz lohnt sich. Dazu einfach ein paar Keywords in Google abfragen: 

  • Wer rankt vor mir? 
  • Wie sehen deren Titles und Descriptions aus? 
  • Werden Keywords verwendet, die ich selbst noch nicht verwende?

3) Tools nutzen
Um sich beim Erstellen von Title und Description das Leben leichter zu machen, kann man auf hilfreiche Tools zurückgreifen. Eine gute Anlaufstelle ist z.B. der SERP Snippet Generator von Sistrix

Zu guter Letzt….  testen was funktioniert

Nachdem Title und Description durchgängig optimiert wurden, sollte man die Entwicklung von Rankings, Impressionen und Klicks im Auge behalten. 

Dafür muss nur die Google Search Console für die eigene Website aktiviert werden. Wie das geht findet man in dieser Anleitung zum Einrichten der Search Console.

Search Console Insights für Title und Descriptions:

  • Gibt es Seiten mit vielen Impressionen, aber wenigen Klicks? Sind Title und Descriptions hier wirklich klickattraktiv?
  • Gibt es wichtige Seiten mit sehr wenigen Impressionen? Wurden dort die Titles schon optimiert?

Nähere Informationen zur Search Console und wie man daraus für die eigene Website das meiste rausholen kann, gibt es übrigens in einem weiteren Teil der SEO-Sommerfrische.

Über den Autor

Tamara Zimmermann ist SEO Consultant bei Otago Online Consulting. Sie beschäftigt sich seit 2010 mit Marketing und Kommunikation und bringt langjährige Erfahrung im On- und Offline Marketing in diversen Branchen mit. Zuletzt hatte sie die Marketingleitung in einem österreichischen Industriebetrieb inne. Ihre Spezialisierung auf Online Kommunikation im Masterstudium brachte sie dann zu Otago.

In der Serie SEO Sommerfrische bisher veröffentlicht:

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