Bild: Accenture - Martina Draper
Michael Zettel, Country Managing Director von Accenture Österreich
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Accenture-Studie zu Österreichs Top-100-Unternehmen

Österreich könnte Digitalisierungs-Primus sein

Laut der diesjährigen Ausgabe der Accenture-Studie zu Österreichs Top-100-Unternehmen haben wir hierzulande eigentlich die besten Voraussetzungen, um zu den Digitalisierungs-Gewinnern zu zählen.

"Österreich hat die besten Voraussetzungen Digitalisierungs-Gewinner zu werden", betonte ein optimistischer Michael Zettel, Country Managing Director von Accenture Österreich. Dies würden die Ergebnisse der jüngsten Accenture-Studie zu Österreichs Top-100-Unternehmen "Leading in the New. Die digitale Transformation von Österreichs Top100" zeigen. Das sei trotz oder gerade wegen der Internet-Giganten wie Google, Amazon, Facebook und Apple möglich. "Wir werden nie die besseren Googels und Apples werden, aber wir können sie nutzen", unterstrich Zettel.

Zettel kommt zu dem Ergebnis, weil Österreichs Wirtschaft eine "Nation der Hidden Champions" ist, gleichzeitig "exzellente Regional Champions" hat und in vielen Bereichen zu den Public Champions zählt. "Diese Konstellation macht uns zu den Digital Champions der Zukunft", so der Accenture Österreich-Chef. "Das Gebot der Stunde ist, die drei Schlüsseltechnologien Künstliche Intelligenz, Cloud und Internet of Things, rasch, umfassend und richtig einzusetzen. Es reicht heute nicht mehr, einen Proof of Concept zu machen, sondern wir müssen sie richtig breit und produktiv nutzen", so Zettel. Damit ist er im Großen und Ganzen auf einer Linie mit seinen Schlussfolgerungen und Ratschlägen, die er vor ziemlich genau einem Jahr im Zuge der Präsentation der damaligen Ausgabe der Top-100-Studie getroffen bzw. gemacht hat. 

Zurück zum Wachstum

Österreichs Top100 verzeichnen im Untersuchungszeitraum ein gesundes Wachstum. Einzige Ausnahme ist der Energiesektor, der weiterhin schwächelt. Gewinner sind klar die Industrie und Telekom- und Hightech-Unternehmen. "Diesen Rückenwind müssen wir nutzen, um Innovationspotenziale zu erschließen", folgerte Zettel. Zu den Growth Champions – also jenen Unternehmen, die ein deutlich überdurchschnittliches Wachstum generiert haben, zählen: AMS, AT&S und Novomatic im Bereich Kommunikation, Elektronik und High Tech, Asfinag im Bauwesen, Red Bull im Konsumgüter-Sektor, EVN in der Energiebranche, KTM in der Industrie, VAMED in der Pharmabranche, Mayr-Melnhof Karton und Erber Group für Ressources und Chemie und Do&Co im Handel und Dienstleistungsbereich. Aus der Studie geht hervor, dass die Industrie der Haupttreiber für das Wachstum ist. "Dieses ist besonders erfreulich, weil unsere Hidden Champions zu einem großen Teil aus der Industrie kommen", betonte Zettel.

Wachstumstreiber Industrie

"Kein Land hat gemessen auf die Bevölkerung mehr weltweit erfolgreiche Nischenplayer als Österreich. Sie können mit Hilfe von Google & Co ihre Stellung ausbauen", erläuterte Zettel. Die Regional Champions, die Big Player der lokalen Wirtschaft, hätten es gleichzeitig geschafft, ihre Kunden und Märkte zu verstehen und zu bedienen. Sie würden über ein sehr spezielles Know-how verfügen, um darauf ihre künftigen Erfolge aufbauen zu können. "Mit dem klugen Einsatz der neuen Technologien werden sie Bestand haben und können selektiv ihre Stellung ausbauen", so Zettel, der das Online-Banking "George" der Erste Bank als eines der Vorzeige-Beispiele nennt. Der Staat müsse dafür die passenden Rahmenbedingungen schaffen. Dies sei, so Zettel bereits vielfach gelungen. "Wir dürfen uns zurecht Public Champions nennen. In vielen Verwaltungsangelegenheiten hat Österreich bereits sehr erfolgreich die Digitalisierung eingesetzt. Das klare Bekenntnis und die Digitalisierungsstrategie der Bundesregierung zeigen eindeutig in die richtige Richtung."

Digitale Transformation

Angesichts dieser Ausgangsituation gelte es jetzt, die digitale Transformation umzusetzen. "Die digitale Transformation erfolgt in mehreren Schritten. Zuerst müssen die neuen Technologien für das Kerngeschäft klug eingesetzt werden. So kann man das Geschäft optimieren und Spielraum für Innovationen schaffen. Parallel dazu werden die neuen, künftigen Geschäftsfelder entwickelt", erläuterte Zettel.

Die Studie steht unter http://www.accenture.at/wachstum zum kostenlosen Download – ohne Registrierung oder Angabe von Kontaktinfos – bereit.

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