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Ratten: Niedlich, aber oft leider auch problematisch.
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Neuartige Lösung zur Rattenbekämpfung

Mit Funk und Cloud gegen Ratten

Seit jeher stellen Ratten ein Problem für Städte, Kommunen und abwassertechnische Anlagen dar. Bei der Bekämpfung der Nager kommen deshalb effektive Gifte zum Einsatz, die allerdings auch für Mensch und Natur gefährlich werden können. Seit Kurzem gibt es jedoch eine Lösung für das Problem – in Form von Funk- und Cloud-basierten Köderschutzboxen, die den Kontakt zwischen Giftködern und dem Wasserkreislauf verhindern. Die smarte System hat das Potenzial, das uralte Problem der Rattenplage zu lösen.

von: Tillmann Braun

Ratten übertragen zahlreiche Krankheiten, die für den Menschen gefährlich sein können. Nicht zuletzt deshalb müssen Städte, Kommunen und Betreiber von abwassertechnischen Anlagen die Rattenpopulation kontrollieren. Dabei kommen aufgrund der gigantischen Menge an Ratten vor allem in Städten und anderen Ballungsgebieten zwangsläufig hochgiftige Köder zum Einsatz. Gerade in Kanälen, Schächten und Ufernähe kommen antikoagulante Rodentizide allerdings häufig in Kontakt mit Wasser. EU-Richtlinien stellen schon lange klar, dass dies zu verhindern ist, da die Gifte selbst in Klärwerken nicht vollständig gefiltert werden können und somit nicht auch für Mensch und Natur gefährlich sind.

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ToxProtect: Funk- und Cloud-basiertes Köderschutzsystem
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Mit ToxProtect hat das Unternehmen ball-b ein Funk- und Cloud-basiertes Köderschutzsystem entwickelt, das den Kontakt zwischen Giftköder und Wasserkreislauf unterbindet. Dadurch bleibt letztlich nicht nur das Wasser vor Giften verschont, sondern es lassen sich laut Hersteller auch Kosten sparen. Immerhin soll sich die eingesetzte Giftmenge mit dem System um bis zu 70 Prozent reduzieren lassen. Das Herzstück bildet dabei eine Rückstauklappe an der Köderschutzbox, die sich schließt, wenn das Wasser steigt, und wieder öffnet, sobald das Wasser zurückgegangen ist und somit nicht mehr in Kontakt mit dem Giftköder im Innern der Box kommen kann. Wirklich smart wird die Lösung aber erst durch den Einsatz von Mobilfunk, WLAN, dem Funkstandard Ultra-Low-Energy (ULE), einem Monitoring-System sowie einem Cloud-Service.

Funkverbindung macht Kanal- und Schachtbesteigungen überflüssig

Mit Hilfe einer speziellen Sensortechnik und des elektronischen Monitoring-Systems, zu dem auch Bewegungsmelder gehören, können die Betreiber nicht nur erstmals die Rattenpopulation genau ausmachen, sondern auch gleich alle Aktivitäten mit Datum und Uhrzeit erfassen, festhalten und analysieren. Für die Kommunikation zwischen den Köderschutzboxen und dem mobilen Lesegerät nutzt das System den Funkstandard ULE, der von der ULE Alliance gefördert wird und unter anderem bereits in FRITZ!-Produkten von AVM sowie in anderen Smart-Home-Lösungen wie beispielsweise von Panasonic und der Deutschen Telekom zum Einsatz kommt. Eine Stärke des ULE-Funks, der auf DECT-Frequenzen basiert, ist die große Reichweite. Durch den drahtlosen Austausch zwischen Box und Reader müssen die Mitarbeiter vor Ort nicht länger für Routinemaßnahmen in Schächte und Kanäle absteigen. Selbst der Austausch der Köder erfolgt per Teleskopstange oberirdisch. 

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Für den Datenaustausch zwischen dem mobilen Lesegeräte und der Cloud kommen SIM-Karten von Siwaltec zum Einsatz. Sämtliche Daten lassen sich einfach in gängige GIS-Systeme einpflegen. Die einzelnen Maßnahmen können über ein Web-Frontend eingesehen, ausgewertet und verwaltet werden. Vom PC im Büro oder auch vom Smartphone oder Tablet aus können Anwender so beispielsweise jederzeit nachverfolgen, welches Gift in welchen Mengen wo und wann eingesetzt wurde. Die automatisierten Abläufe reduzieren dabei nicht nur den Aufwand im Vergleich mit der bisherigen Methode der manuellen Datenerfassung und Protokollierung, sondern stellen auch sicher, dass gesetzliche Vorschriften eingehalten werden.

Laut ball-b ist das ToxProtect-System zudem die einzige Lösung, die neuen, strengeren Gesetze bezüglich des Einsatzes von Rattengiften einhält, indem der Kontakt zwischen Köder und Wasser kategorisch unterbunden wird. Vor allem in Deutschland setzen deshalb trotz des erst kürzlich erfolgten Marktstarts bereits über 100 Städte und Gemeinden auf die smarte Lösung, die direkt über ball-b bezogen werden kann.

Tillmann Braun ist freier Autor in Stuttgart.

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