Digitalisierung
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Ottakringer-CIO Georg Reich, Michael Rehberger von Microsoft Österreich und ÖVP-Digitalisierungssprecherin Therese Niss bei der Eröffnung von Microsofts "Future Box".
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KMU-Accelerator "Future Box"

Microsoft will Österreichs KMU beschleunigen

Im Rahmen der Accelerator-Initiative "Future Box" mit individuellen Workshops und Hands-on Sessions will Microsoft heimischen KMU die Angst vor der Digitalisierung nehmen.

von: Rudolf Felser

An der Digitalisierung führt kein Weg vorbei. Das pfeifen zumindest allerorts die Spatzen von den Dächern. Der Begriff ist jedoch nur schwer greifbar, bedeutet er doch alles und gar nichts zugleich. Mit seiner jetzt offiziell eröffneten "Future Box" will Microsoft Österreich etwas daran ändern. Heimischen KMU soll mit diesem Accelerator-Programm in der Form von individuellen Workshops und Hands-on Sessions der Wert der digitalen Transformation nähergebracht werden. Gemeinsam mit Partnern und Kunden sollen in der "Future Box" maßgeschneiderte digitale Roadmaps für KMU entstehen, um die Wachstumspotenziale des disruptiven Kulturwandels möglichst effektiv und effizient zu nutzen. 

Ein Raum für Zukunft

Für die offizielle Eröffnung der physischen Abbildung des Programms in der realen Welt – also des Raums, in dem künftig Zukunft stattfinden soll – hat Microsoft hochkarätige Gäste zusammen mit Vertretern der Presse in ebendiesen Raum in der Unternehmens-Zentrale am Wienerberg in der Bundeshauptstadt eingeladen. Wer schon bei Microsoft in Wien zu Besuch war, kennt ihn: Für die Future Box wurde kurzerhand der alte Showroom im Eingangsbereich neu dekoriert.

Als Eröffnungs-Gäste fungierten Therese Niss, ÖVP-Abgeordnete zum Nationalrat und Sprecherin für Digitalisierung, Forschung & Innovation, Georg Reich, CIO der Ottakringer Getränke AG sowie ein Mann aus den eigenen Reihen, nämlich Michael Rehberger, Mitglied der Geschäftsleitung bei Microsoft Österreich. Moderiert wurde von Unternehmenssprecher Thomas Lutz. Therese Niss verdeutlichte in ihrem Eingangsstatement den Stellenwert des Themas für die Arbeit der aktuellen Regierung: "Im Regierungsprogramm kommt das Wort 'digital' 189-mal vor, das zeigt, dass es Bedeutung hat. Wir haben auch ein eigenes Ministerium mit Margarete Schramböck, einer Expertin in diesem Bereich, geschaffen." In den ersten hundert Tagen sei bereits einiges in Angriff genommen worden, so Niss. So wäre etwa das E-Government auf Schiene gebracht worden, im dritten Quartal 2018 soll es bereits "etwas zum herzeigen" geben. "Da ist einiges zu tun, deswegen ist das ein ambitionierter Zeitplan, den wir gewählt haben", erklärte Niss. Besonders wichtig ist der Digitalisierungssprecherin auch das Thema Bildung in diesem Zusammenhang: "Wir haben in Österreich in Bezug auf Ressourcen Holz und Hirn, kein Öl und keine seltenen Erden. Da ist das Thema Aus- und Weiterbildung besonders wichtig. Auch hier sind Schritte gesetzt worden." Projekte mit Digitalisierungsfokus wie Microsofts 'Future Box' sind Niss zufolge unerlässlich, "um Ängste in Bezug auf die Digitalisierung abzubauen und die zahlreichen Chancen sichtbar zu machen".

Bild: Microsoft Österreich- APA-Fotoservice - Rastegar
vlnr: Michael Rehberger, Mitglied der Geschäftsleitung bei Microsoft Österreich, Therese Niss, ÖVP-Abgeordnete zum Nationalrat und Sprecherin für Digitalisierung, Forschung & Innovation, Microsoft-Unternehmenssprecher Thomas Lutz und Georg Reich, CIO der Ottakringer Getränke AG
Bild: Microsoft Österreich- APA-Fotoservice - Rastegar

Michael Rehberger, dem als "One Commercial Partner & Small, Medium Corporate Lead" bei Microsoft Österreich der Mittelstand besonders am Herzen liegt, zur Initiative: "Die Anforderungen des Mittelstands in puncto Digitalisierung sind mindestens genauso vielfältig, wie die Chancen, die der digitale Kulturwandel Unternehmen bietet – deshalb müssen wir KMUs den Nutzen digitaler Technologien noch viel besser erklären. Und genau hier setzt unser Accelerator-Konzept an: Microsoft steht Unternehmen als erfahrener Berater zur Seite, um gemeinschaftlich Antworten auf individuelle Digitalisierungs-Fragen und Umsetzungsmöglichkeiten zu finden."

Im Mittelpunkt der Mensch

Als Vertreter dieses Mittelstandes war Ottakringer-CIO Georg Reich vor Ort. Die Ottakringer Getränke AG ist Österreichs einziger börsennotierter Getränkekonzern und orientiert sich nach vorne. Dennoch gab Reich zu bedenken: "Unsere Branche ist von den großen radikalen Änderungen noch nicht in dem Maße betroffen, wie andere Branchen. Trotzdem sind wir sehr aktiv und bemüht, die Digitalisierung mit entsprechenden Maßnahmen vorzubereiten." Konkret wurden beispielsweise Microsoft-Technologien wie Office 365 Groups, Teams und  Applikationen wie OneNote oder Skype eingeführt, um interdisziplinäre Projektarbeit effizienter zu gestalten und standort- und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit zu vereinfachen. Microsoft PowerApps und Power BI wiederum ermöglichen es der Unternehmensgruppe, neue Prozesse für ihre Kunden und Mitarbeiter oder intuitive Werkzeuge zur Datenanalyse bereitzustellen. Wie Reich im Gespräch mit monitor.at erzählte, hört die Innovation bei Ottakringer aber nicht beim Einsatz moderner Tools auf. So wurde beispielsweise auch eine Art interner Think Tank, bestehend aus rund 40 Mitarbeitern, geschaffen, die frei und mit Unterstützung des Vorstandes Ideen für die Zukunft entwickeln können und dürfen. Hier schließt sich der Kreis wieder: Denn auch die besten Tools für Digitalisierung bringen nichts, wenn nicht eine passende Unternehmenskultur dahintersteckt. Egal, wie gut Technologie auch unterstützt – im Mittelpunkt steht noch immer der Mensch.

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