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Bild: Wakolbinger - Dynatrace
Ein Bumerang als Fixpunkt im Linzer Stadtbild. Das neue Dynatrace Engineering Center soll zum Blickfang im Hafenviertel werden. Neunteufel-Geschäftsführer Johann Neunteufel (re.) mit Dynatrace-Gründer und -CTO Bernd Greifeneder (mi.) und Gerhard Abel, PLANET architects.
Bild: Wakolbinger - Dynatrace

Neubau für 500 Mitarbeiter

Linz: Dynatrace investiert 26,5 Mio.

Diese Woche erfolgte der Spatenstich für Neubau des Engineering-Headquarters von Dynatrace im Linzer Hafenviertel.

von: Rudolf Felser

Das in Linz gegründete IT-Unternehmen Dynatrace plant, mit seinen Software Intelligence-Lösungen bis zum Jahr 2020 eine Milliarde Dollar Umsatz jährlich zu machen. Das schafft man natürlich nur mit einer entsprechenden Menge an Mitarbeitern. In den nächsten Jahren soll der Mitarbeiterstand von derzeit 300 auf 500 Mitarbeiter wachsen, wie Veronika Gruber, die für Österreich zuständige HR-Chefin des Unternehmens, in ihrem Interview mit monitor.at vom vergangenen März erzählte. Aber das Engineering-Headquarter des mittlerweile US-amerikanischen Unternehmens in der Linzer Freistädter Straße platzt bereits jetzt fast aus allen Nähten.

Dynatrace hat natürlich vorgesorgt: Diese Woche erfolgte der Spatenstich für den schon länger geplanten Neubau im Linzer Hafenviertel. Auf den rund 9.000 m2 schafft das Unternehmen Platz für das weitere Wachstum. Das neue Engineering-Headquarter soll im dritten Quartal 2019 bezugsfertig sein. Errichtet wird der an einen Bumerang erinnernde Neubau von der Neunteufel GmbH, er wird dann langfristig an Dynatrace vermietet. Die Gesamtinvestitionssumme für die Errichtung und den Innenausbau beträgt rund 26,5 Millionen Euro.

Mit seiner Form und der offenen, vertikalen Erschließung soll der Neubau am Fünfundzwanziger Turm dann ein markantes architektonisches Statement von Dynatrace zum Standort Linz sein. Entstehen wird ein siebenstöckiger, vertikaler Campus, der für die Anforderungen von Dynatrace maßgeschneidert ist. "Damit untermauern wir die Bedeutung des Gründungsstandortes Linz als Zentrum unserer weltweiten Produktentwicklung und sichern den eingeschlagenen Wachstumskurs langfristig ab", betont Dynatrace-Gründer und CTO Bernd Greifeneder. 

10-jähriger Mietvertrag

Um flexibel auf zukünftige Marktentwicklungen reagieren zu können, wird Dynatrace das Gebäude wie erwähnt nicht selbst errichten, sondern vorläufig für mindestens zehn Jahre mieten. Der unbefristete Mietvertrag mit Dynatrace wurde bereits im März 2017 unterzeichnet. Neunteufel-Geschäftsführer Johann Neunteufel freut sich über das "Paradebeispiel" für die zukünftige Linzer Stadtentwicklung: "Dynatrace ist ein Unternehmen, dass sich von null auf zum Weltmarktführer entwickelt hat, die Brücke zwischen Zukunftstechnologien und akademischer Ausbildung schlägt und hoch entwickelte Arbeitsplätze schafft."

Der Neubau ist rund um eine zentrale Begegnungszone mit Cafeteria, Kantine, Community-Cooking-Station sowie großzügige Besprechungs- und Regenerationsbereiche geplant. Für Sportbegeisterte sind zusätzlich Duschen und Umkleidekabinen vorgesehen.

Produktive Arbeitsumgebung mit Wohlfühlatmosphäre 

Der Fokus der Innenarchitektur orientiert sich an der optimalen Arbeitsplatzsituation für Entwickler. So stehen für konzentriertes Arbeiten ruhige Kleinbüros zu Verfügung. Der Meinungsaustausch mit Kollegen erfolgt unkompliziert und spontan in den offenen Begegnungszonen oder in flexiblen Meeting-Räumen. Gaming Areas, zwei Cafés und Beer-tender stehen für die Zwischendurch- oder Feierabend-Entspannung zur Verfügung.

"Natürlich wollen wir eine produktive Arbeitsumgebung mit Wohlfühlatmosphäre schaffen, die für unsere Mitarbeiter attraktiv und für zukünftige Kollegen verlockend ist", betont Dynatrace-CTO Bernd Greifeneder. Ein besonderer Blickfang ist der Decken-Kran, der nicht nur für den Transport schwerer Lasten vorgesehen ist. An ihm werden künftig große Rauminstallationen hängen, die jedes Jahr zweimal in einem internen Ideen-Wettbewerb ausgewählt werden sollen. An die öffentlichen und halböffentlichen Bereiche schließen die Büros an, die sich in allen Stockwerken zur offenen Kernzone mit großzügigen Terrassen orientieren. "Mit unserem neuen Bürogebäude katapultieren wir unser Unternehmen in eine neue Dimension – sowohl was die Größe, als auch was den architektonischen Anspruch betrifft", ist Bernd Greifeneder überzeugt. "Kommunikation ist in unserer Branche ein zentrales Erfolgskriterium. Darum lag es auf der Hand, dies auch in den Planungen zu berücksichtigen."

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