Gastartikel - Manfred Maierhofer, Dell EMC

Keine Angst vor digitaler Transformation mit VDI

Bild: Dell
Wer sagt, dass ein Thin Client nicht auch mobil sein kann? Zum Beispiel der Dell Latitude 3480 Mobile Thin Client.
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Virtual Desktop Infrastructure bzw. Desktop-Virtualisierung kann auf drei Säulen der digitalen Transformation angewendet werden.

IDC sagt voraus, dass bis 2020 die Hälfte der global größten Unternehmen digital verbesserte Produkte, Leistungen und Erfahrungen liefern müssen, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig und marktrelevant zu bleiben. Für viele Firmen wird dieser Wandel eine enorme Herausforderung werden, die so unmöglich erscheint, wie das Vorhaben, ein Flugzeug während des Fluges umzubauen. Denn die tägliche Produktion muss lückenlos weiterlaufen, gleichzeitig gilt es, neue und innovative Lösungen auf den Markt zu bringen. Zur selben Zeit wird auch die Anzahl von Sicherheitsbedrohungen ansteigen und auch neue Arbeitspraktiken werden sich entwickeln. Das IT-Budget wird hingegen weiterhin niedrig bleiben.

Dennoch gibt es eine ausgereifte, aber meist noch ungenützte Technologie, die all diese Herausforderungen anspricht: Virtual Desktop Infrastructure (kurz VDI). Die Technologie greift im Kern auf dieselben Möglichkeiten zurück, die bereits von kleinen Firmen bis zu globalen Multikonzernen eingesetzt werden, um ihre Serverkapazitäten in den Datenzentren zu optimieren.

Desktop-Virtualisierung kann auf drei Säulen der digitalen Transformation angewendet werden:

1. In einer Zeit des Wandels auf Kurs bleiben

Um neue und innovative Produkte, Leistungen und Erfahrungen zu entwickeln, werden neue IT-Ansätze benötigt, die wiederum neue Plattformen und Fähigkeiten erfordern. Der tägliche Betrieb muss am Laufen bleiben, während gleichzeitig neue Innovationen verfolgt werden. Das heißt zusammengefasst: Alle möglichen Ressourcen – sprich alle existenten Infrastrukturen und Unternehmensprozesse – müssen freigemacht und effizient gesteigert werden.

Ein Bereich, wo dies definitiv möglich ist, sind Desktop-Computer. Der traditionelle Einsatz von PCs und Laptops benötigt in der Regel viele IT-Ressourcen für wiederkehrende Aufgaben. Die Nutzerfreundlichkeit und Flexibilität von PCs und Laptops, die sie zu so einem attraktiven Werkzeug machen, führt außerdem zu hohen Support-Kosten, da die einzelnen User oft versehentlich Setup-Einstellungen verändern, die aufwendig von der IT-Abteilung installiert werden mussten.

Die Desktop-Virtualisierung zentralisiert die Desktop-Lösung, wobei dasselbe PC-Erlebnis für die Anwender erhalten bleibt, mit dem sie bereits vertraut sind. Diese zentrale Lösung bietet viele Einsparungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Bereichen. Anstatt neue Versionen einer Anwendung auf jedem PC oder Laptop einzeln zu installieren, muss dieser Prozess durch die Desktop-Virtualisierung nur einmal durchgeführt werden. Die neu installierten Anwendungen sind dem User sofort nach erneuter Anmeldung zugänglich. Dank Streamings lassen sich ferner ganze Windows-Umgebungen während der aktiven Anwendung konstruieren. Dies sorgt für einen effizienten Arbeitseinsatz des IT-Teams.

Die Optimierungsmöglichkeiten sind hier bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Einmal in Verwendung, können alle User-Probleme zentral untersucht und gelöst werden; dadurch wird es dem IT-Mitarbeiter erspart, den User direkt am Arbeitsplatz aufsuchen zu müssen. Die Verwendung eines Thin Clients am Arbeitsplatz fördert darüber hinaus die Zuverlässigkeit. In den seltenen Fällen eines Hardware-Problems schafft ein einfacher Tausch des Geräts die Möglichkeit, ohne Verzögerung weiterzuarbeiten und dadurch die Produktivität zu steigern.

2. Schutz vor wachsenden Cyber-Bedrohungen

Die IT-Sicherheit ist die zweite Säule der Transformation des Arbeitsplatzes. Der Kampf gegen Cyber-Kriminalität wird inzwischen in jeder Organisationsebene bestritten und ist der Grund für schlaflose Nächte von CIOs. Angestellte in europäischen Unternehmen arbeiten außerdem in zunehmendem Maße mobil. Die Geräte, die sie dafür benötigen, sind reich an Unternehmensdaten und Anwendungen, von denen viele streng vertraulich sind und ein Höchstmaß an Schutz erfordern – wobei natürlich auch sicherzustellen ist, dass dies die Mobilität der Mitarbeiter nicht einschränkt.

Aufgrund der Tatsache, dass unterschiedliche Endgeräte, Datenmengen und Sicherheitsbedrohungen zunehmen, sollten Unternehmen eine Desktop-Virtualisierungsstrategie in Erwägung ziehen, die es erlaubt, Daten zentral, sicher und flexibel zu verwalten. Unternehmen erhalten eine 360-Grad-Transparenz über ihre Datenbestände und können Bedrohungen, sobald diese auftreten, einfacher erkennen. Da die Endpoint Security zwischen der Desktop-  bzw. Arbeitsplatz-IT und den Netzwerkteams vermittelt, kann eine virtualisierte Desktop-Bereitstellung dabei helfen, eine Kommunikationsbrücke zu schaffen, um eine IT-Abteilung kohärenter zu machen.

Durch diesen Ansatz werden Daten nicht auf einem bestimmten Gerät gespeichert, wodurch Ransomware-Attacken gestoppt werden. Hackern wird die Lukrativität genommen, einzelne Mitarbeiter auf Lösegeld zu erpressen oder Spam zu verschicken, da keine Daten vom Gerät des Users gestohlen werden können. Dies ist deshalb besonders gewichtig, da die Zahl der von einzelnen Nutzern verwendeten Geräte weiter zunimmt.

Thin Clients sind resistenter gegen Malware, da sie keine öffentlich zugänglichen Anwendungsprogrammierschnittstellen (kurz APIs) haben. Für Unternehmen, die sicherstellen möchten, dass Daten von Endgeräten für potenzielle Hacker nicht zugänglich sind, können Virenschutzprogramme am Endpoint sowie die Verschlüsselung und Authentifizierung auf Dateiebene angewendet werden. Unternehmen sind gefordert, umfassende Sicherheitslösungen einzurichten, um nur ausgewählten Usern Zugriff auf Daten zu ermöglichen.

3. Beständiges Anwendererlebnis, überall und auf jedem Gerät

Als dritte Säule der digitalen Transformation kann das Bereitstellen eines, vom Ort und Gerätetyp unabhängigen, konsistenten Anwendungs- und Datenzugriffs gesehen werden. Viele Unternehmen erwarten bereits heute von ihren Mitarbeitern, dass sie jederzeit auf Unternehmensanwendungen zugreifen, sei es im Büro, zu Hause oder unterwegs. Dabei kommen viele verschiedene Geräte zum Einsatz. Arbeitsnetzwerke von unterschiedlichen Geräten und Plattformen bereiten Unternehmen eine Reihe von Schwierigkeiten. Sicherheit in der Verwaltung und Benutzung sicherzustellen, ist dabei obligatorisch

Unternehmen jeder Größenordnung benötigen Technologien, die Mitarbeitern Mobilität und Flexibilität geben UND Datensicherheit gewährleisten. Innerhalb einer VDI arbeiten Benutzer unabhängig – sie können von überall und zu jeder Zeit auf ihre Anwendungen und Daten zugreifen. Dieser Ansatz bietet Mitarbeitern eine vertraute Nutzung, gekoppelt mit der Flexibilität, die sie benötigen und der erforderlichen Sicherheit und Kontrolle. In hochsicheren Branchen wie im Finanzwesen, im Behördenumfeld und in der Forschung, wo lokal gespeicherte Daten auf Endgeräten unerwünscht bzw. hochriskant sind, können spezielle Geräte wie mobile Thin Clients verwendet werden, die Mitarbeitern Laptop-Funktionalität bieten aber alle Daten im Rechenzentrum behalten.

Sobald eine Organisation VDI implementiert hat, verfügt sie über eine nachhaltige Plattform, in die künftige Generationen von leistungsfähigen und tragbaren Geräten mit geringem Energieverbrauch integriert werden können.

Bereit für die digitale Übernahme

Die Bewältigung der drei Kernpfeiler der digitalen Transformation sind also Challenge und Chance gleichermaßen. Betriebe müssen ihre Geschäftspraktiken revolutionieren und die Arbeitsumgebungen ihrer zunehmend mobilen Mitarbeiter gestalten. Wer überleben will, muss IT-Prozesse anpassen und dabei sicherstellen, dass die technologische Innovation nicht durch Budgetkürzungen gedämpft wird. 

Viele Unternehmen vertrauen dabei bereits auf Desktop-Virtualisierung. Mit smarter VDI lässt sich der Grundstein für ein neues digitales Zeitalter legen.

Manfred Maierhofer ist Director Cloud Client Computing Western Europe & Russia bei Dell EMC.

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