Automation
Bild: CC0 - pixabay.com
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Deloitte-Studie zu Automatisierung

Jedes zweite Unternehmen will Software-Roboter

Robotergesteuerte Automatisierung (Robotic Process Automation) hält zunehmend Einzug in die Wirtschaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage unter 400 Unternehmen weltweit, darunter auch Österreich.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Gemeint sind in diesem Fall keine physischen Roboter, wie in der Industrie, sondern Software-Roboter. Laut Deloitte setzen sich heute bereits 53 Prozent der Befragten mit der Optimierung durch solche automatisierten Arbeitsprozesse auseinander. Die Berater rechnen mit einer weiteren deutlichen Zunahme in den nächsten Jahren.

"Die technologischen Voraussetzungen für eine flächendeckende Verbreitung von Robotern sind gegeben. Nun müssen sich die Unternehmen an die Umsetzung machen. Wir rechnen damit, dass sich 2020 weltweit schon 72 Prozent der Unternehmen auf robotergesteuerte Prozesse fokussieren werden", prognostiziert Werner Kolarik, Partner bei Deloitte Digital in Österreich. "Auch hierzulande nehmen wir ein steigendes Bewusstsein wahr: Heimische Unternehmen setzen immer mehr auf diese Technologie, gerade in Bereichen wie dem Rechnungswesen." 

Der Großteil jener Befragten, die bereits Roboter im eigenen Betrieb etabliert haben, sieht einen klaren Mehrwert in deren Nutzung. Neun von zehn Studienteilnehmern berichten von Qualitäts- und Produktivitätssteigerungen. Rund zwei Drittel konnten außerdem ihre Kosten reduzieren.

Investitionen zahlen sich aus

Insgesamt zeichnet sich bei den Unternehmen eine hohe Investitionsbereitschaft für Prozessautomatisierung durch Roboter ab. Die Befragten haben heute durchschnittlich bereits 3,5 Mio. US Dollar in Robotik investiert. 78 Prozent davon planen in den nächsten drei Jahren eine Steigerung der Ausgaben in diesem Bereich.

"Die Investition in robotergesteuerte Prozesse rentiert sich schnell. Eine Amortisation ist oft bereits in weniger als einem Jahr möglich", analysiert Werner Kolarik.

Viele Entscheidungsträger haben laut Umfrage bereits die Vorteile von Robotik erkannt. In punkto Skalierung besteht aber noch großes Potenzial. Erst 3 Prozent aller befragten Unternehmen haben es geschafft, die Technologie auf mehr als 50 Roboter zu erweitern.

"Die Standardisierung von Prozessen und das Change Management werden als größte Herausforderungen bei der Implementierung von Robotern genannt. Da kommt auf die Unternehmen noch viel Arbeit zu, die sich schlussendlich aber bezahlt machen wird", so Werner Kolarik abschließend.

Weitere Informationen finden Sie in der Studie, die als PDF zur Verfügung steht.

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