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EU-Kommission genehmigt UPC-Übernahme durch T-Mobile

Grünes Licht für T-Mobile & UPC

Bild: CC0 - pixabay.com
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Die Europäische Kommission hat grünes Licht für den magentafarbenen Deal von UPC und T-Mobile in Österreich gegeben.

von: Rudolf Felser

Kurz vor dem vergangenen Weihnachtsfest haben T-Mobile und UPC eine Bombe platzen lassen: Die heimische Tochter der Deutschen Telekom hatte angekündigt, die österreichische Liberty-Global-Depandance UPC Austria zu kaufen. Nunmehr haben auch die EU-Wettbewerbshüter ihr Einverständnis erklärt und der Deal mit einer Summe von 1,9 Mrd. Euro ist in trockenen Tüchern. Die Freigabe erfolgte den Angaben zufolge ohne Auflagen. Das Closing bzw. der Eigentümerwechsel der UPC Austria von Liberty Global auf T-Mobile Österreich findet somit statt und soll mit 31. Juli 2018 abgeschlossen werden. 

"UPC Austria hat einen erfolgreichen Weg hinter sich. Die Anzahl der Kunden und auch das Finanzergebnis wurde in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert. Dies zeigt den Erfolg von UPC Austria. Ich bin stolz auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denen diese starke Leistung zu verdanken ist. Ich bin davon überzeugt, dass UPC Austria und T-Mobile zusammen am Markt in Österreich noch erfolgreicher sein werden. Dafür wünsche ich dem neuen Unternehmen und allen Kolleginnen und Kollegen alles Gute", so Eric Tveter, CEO von UPC Austria und Central Europe bei Liberty Global.

"Wir werden mit dem neuen Unternehmen aus T-Mobile Austria und UPC Austria den führenden Breitbandanbieter des digitalen Österreichs schaffen. Das ultraschnelle UPC-Glasfaserkabelnetz, verbunden mit unserem leistungsstarken LTE-Netz, versetzt uns in die Pole-Position, um bei Internet-Speed, Service und Entertainment die Besten in Österreich zu sein", kommentierte natürlich auch Andreas Bierwirth, CEO von T-Mobile Austria. "Damit sichern wir Österreichs Anschluss an die Gigabit-Gesellschaft."

Mit seinem Wert von 1,9 Mrd. Euro ist der Kauf von UPC Austria durch T-Mobile Austria der größte Telekommunikationsdeal in Österreich seit dem Börsengang der Telekom Austria. Zum Vergleich: Die Übernahme von Tele2 durch Drei im vergangenen Jahr war "nur" 95 Mio. Euro schwer, für Orange blätterte Drei im Jahr 2012 1,3 Mrd. Euro hin.

Gemeinsam haben T-Mobile Austria und UPC Austria im Jahr 2017 eigenen Angaben zufolge insgesamt 7,2 Millionen Anschlüsse in den Bereichen mobiler und fixer Internetzugang, Telefonie, TV-, Video- und Unterhaltungsangebote. Der konsolidierte Pro-Forma-Umsatz 2017 betrug 1,25 Mrd. Euro. 

Durch sein integriertes Angebot aus mobilem LTE-Netz, künftig auch 5G, Glasfaserkabelnetz sowie seinem digitalem Entertainmentangebot will das neue Unternehmen mit attraktiven Bündelangeboten für Privat- und Geschäftskunden ein überzeugender Herausforderer für den bisherigen Marktführer werden. "Wir werden unseren Privat- und Geschäftskunden – wo immer sie sind – für jede Anwendung die bestmögliche Verbindung zur Verfügung stellen, gleich ob über LTE-Netz, Glasfaserkabelnetz, LTE-DSL-Hybrid oder künftig auch 5G", erklärte Bierwirth. 

Vorerst soll für bestehende Kunden in Österreich vertraglich alles gleich bleiben: T-Mobile-Kunden bleiben T-Mobile-Kunden, UPC-Kunden bleiben UPC-Kunden. Service und Verkauf erfolgen wie bisher über das jeweilige Unternehmen. Erste gemeinsame Angebote des neuen Unternehmens sollen 2019 auf den Markt kommen. Auch für die Mitarbeiter soll sich – vorerst – nichts ändern: Alle Dienstverhältnisse der rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der UPC Austria werden von T-Mobile übernommen.

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