Trends Digitalisierung
Bild: CC0 - pixabay.com
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Zukunftsreport von Dimension Data

Digitale Business-Trends für 2019

Dem aktuellen Zukunftsreport von IKT-Dienstleister Dimension Data zufolge, bekommt die digitale Transformation in den nächsten zwölf Monaten einen kräftigen Schub. Vor allem wegweisende Anwendungen aus den Bereichen Blockchain, Künstliche Intelligenz, Machine Learning und robotergestützte Prozessautomatisierung sollen die Marktreife erreichen und Unternehmen mit zukunftsorientierten digitalen Geschäftsmodellen einen Vorsprung verschaffen.

von: Rudolf Felser

Immer mehr Unternehmen in Österreich erkennen, dass die digitale Transformation, richtig umgesetzt, zu ihrem Geschäftserfolg beitragen kann. Das beweisen immer wieder spannende Pilotprojekte aus den verschiedensten Branchen. Doch deren konsequente Umsetzung in die Praxis fehlte bisher zumeist. Das soll sich laut Dimension Data im kommenden Jahr grundlegend ändern. Das Unternehmen hat die laut seiner Meinung wichtigsten digitalen Business-Trends in einem eigenen Report zusammengefasst.

Bahnbrechende Technologien wie Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und robotergestützte Prozessautomatisierung sollen nun Marktreife erreichen. "Die Unternehmen, die bereits auf diese Technologien gesetzt haben, werden im kommenden Jahr für ihre Investitionen belohnt. Alle anderen stehen nun mehr denn je unter Zugzwang und sollten sich schnellstmöglich mit der digitalen Zukunft ihres Unternehmens und ihrem Geschäftsmodell auseinandersetzen", erklärt Jürgen Horak, CEO Dimension Data Austria, und fügt hinzu: "Uns muss klar sein, dass die Innovationstreiber auch in Zukunft nicht stillstehen und sich weiterentwickeln. Das heißt, wer den Anschluss nicht verlieren will, muss handeln."

Bild: Dimension Data
Jürgen Horak, CEO Dimension Data Austria
Bild: Dimension Data

Der Report hat sieben zentrale Handlungsfelder untersucht – Kundenerlebnis, IT-Sicherheit, Digitales Geschäft, Digitale Infrastruktur, Digitaler Arbeitsplatz, Zukunftstechnologien, Services – und die wichtigsten Trends für das kommende Jahr identifiziert. Dazu zählen unter anderem:

Robotergestützte Prozessautomatisierung für ein personalisiertes Kundenerlebnis

Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und heuristische neuronale Netze – das exponentielle Wachstum im Bereich der robotergestützten Prozessautomatisierung (RPA) wird es Unternehmen ermöglichen, in Echtzeit Prognosen über künftige Bedürfnisse, Kaufverhalten oder Serviceanfragen ihrer Kunden zu erstellen und dementsprechend proaktiv zu agieren. Dem Beratungsunternehmen Gartner zufolge werden 72 Prozent der Kundenservice-Interaktionen bis 2022 mit aufstrebenden Technologien wie Chatbots, Mobile Messaging und neuen Machine-Learning-Anwendungen verbunden sein. Das Kundenerlebnis – die Customer Experience (CX) – entwickelt sich dadurch von einem Massenservice hin zu einem personalisierten Service.

Fokus auf cloudbasierte Cybersecurity-Plattformen

Cybersecurity-Anbieter werden von den zahlreichen prominenten Hacking-Vorfällen im Jahr 2018 profitieren, die Nachfrage nach cloudbasierten Sicherheitssystemen wird steigen. Cloudbasierte Sicherheitssysteme, die auf offenen Programmierschnittstellen basieren, ermöglichen es, neue Technologien schnell und einfach in die Plattform zu integrieren. So können Unternehmen mit der sich rapide entwickelnden Bedrohungslandschaft Schritt halten. Aktuelle Umfragen wie der Cloud Security Report von Cybersecurity Insiders bestätigen den Trend: 47 Prozent der Unternehmen nennen die kürzere Zeit bis zum Einsatz neuer Technologien sowie Kostenreduktion als Hauptargumente für cloudbasierte Sicherheitslösungen.

End-to-End-Programmierbarkeit der Infrastruktur

Unternehmen werden zunehmend mehrere Cloud-Plattformen nutzen und verstärkt auf Software-as-a-Service (SaaS) zurückgreifen. Die End-to-End-Programmierbarkeit ermöglicht es, sich schnell an Veränderungen in der Unternehmenslandschaft anzupassen und höhere Ansprüche an Anwendungen und Daten zu stellen. Das Beratungsunternehmen Gartner geht davon aus, dass bis 2020 90 Prozent der Unternehmen Systeme für das Management hybrider IT-Infrastrukturen einführen werden.

Intelligentere und userspezifischere Anwendungen

Schon heute sammeln Anwendungen Nutzerdaten und verarbeiten diese. Im kommenden Jahr entwickeln sich die Business-Anwendungen weiter und werden teilweise schon imstande sein, Feedback der User eigenständig zu verarbeiten und ihre eigene Funktionalität laufend zu verbessern, um den Nutzen für Anwender zu erhöhen. Lösungen, die Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen einsetzen, werden Arbeitskräfte zudem dabei unterstützen, ihre Produktivität weiter zu steigern.

Daten als zentrale Einnahmequelle

Mit dem Voranschreiten der Digitalisierung gewinnen Daten weiter an Bedeutung und werden zum wertvollsten "Rohstoff" unserer Zeit. Dieser Trend wird sich fortsetzen, denn datenbasierte Geschäftsmodelle sind am Vormarsch. Der Fokus wird sich in Zukunft jedoch von der Quantität auf die Qualität der Daten verlagern. Unternehmen werden auch verstärkt Telemetriesysteme einbinden und ihre Daten mit zusätzlichen Informationen anreichern. Dieses umfangreiche Datenmaterial wird zum Kern der Digitalisierung und die dadurch entstehenden Geschäftsmodelle eröffnen Unternehmen neue Möglichkeiten, Umsätze zu generieren. Damit das gelingt, müssen sich Unternehmen intensiver mit ihrer Informationsarchitektur auseinandersetzen und die notwendigen Investitionen tätigen, um diese Daten zu generieren. Die Optimierung des Datenmanagements und das zielgerichtete Sammeln, Anreichern und Auswerten von Daten werden weiterhin ein zentrales Thema der Digitalisierung bleiben.

Weitere, nach Themenfeldern geordnete Trends sowie die Möglichkeit zum Download des entsprechenden E-Books finden Sie hier.

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