Präsentation des CERT Jahresberichts 2014: Geschäftsführer der Plattform Digitales Österreich, Roland Ledinger, Staatssekretärin Sonja Steßl und Leiter des Computer Emergency Response Teams (CERT), Robert Schischka. Foto: Georg Stefanik/BKA

CERT Jahresbericht 2014

Gemeinsam gegen Cyberangriffe

"Das Internet ist längst zur zentralen und kritischen Infrastruktur für Gesellschaft, Wirtschaft und die Behörden geworden", meinte Kanzleramts-Staatssekretärin Sonja Steßl anlässlich der Präsentation des Internet-Sicherheitsbericht 2014 - die Angriffe werden immer zahlreicher und komplexer. Die daraus resultierenden Herausforderungen müssten daher auch von allen Beteiligten gemeinsam geschultert werden.

 "Cyber-Sicherheit ist ein Gut für alle. Deshalb ist es wichtig, dass die öffentliche Hand gemeinsam mit den Anbietern der digitalen Dienste und der IKT-Branche eine wesentliche Verantwortung und Rolle einnimmt. So sehr der digitale Fortschritt zu begrüßen ist, öffnet eine zunehmende Vernetzung aber auch neue Tore für Angreifer aus dem Netz", ist sich die Staatssekretärin bewusst.

Angriffe werden zahlreicher und komplexer

"Der jüngste Jahresbericht zeigt, dass die Angriffe zahlreicher und in ihrer Struktur komplexer geworden sind. Deshalb arbeiten viele Behörden miteinander, die sich mit dem Thema - vernetzt mit der Wirtschaft und der Wissensgesellschaft - auseinandersetzen. Das BKA hat die CERT-Initiative 2008 ins Leben gerufen und damit einen Impuls zur Selbstorganisation der Privatwirtschaft im Cyber Security-Kontext gesetzt", so Steßl. "Der weltweite Schaden durch Cyber-Angriffe geht in die Milliarden. Für 2015 könnten diese Angriffe zu einem Massenphänomen werden. Sie sind vermehrt wirtschaftlich motiviert. Gehackt wird also dort, wo es sich finanziell auszahlt. Wirtschaftsspionage nimmt ebenfalls zu. Dieser Umstand wird von vielen Unternehmen noch unterschätzt.

Bei Studien zeigt sich jedenfalls ein Aufholbedarf bei der Sicherheitsprävention: Lediglich 6,1 Prozent der Unternehmen werden als sehr sicher eingestuft, im Gegensatz dazu gibt es 9,3 Prozent, die als wenig sicher gelten. Hier gilt es Prävention zu leisten, Sicherheitsvorkehrungen zu schaffen und das Bewusstsein in der gesamten Community und der Wirtschaft zu stärken", verwies Steßl darauf, dass ein Schwerpunkt der entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen den Smartphones gilt, da immer mehr sensible Daten auf diesem Weg ins Netz gespeist werden.

Österreich leiste aber bereits seit Jahren wichtige Beiträge zur Erhöhung der Sicherheit und der Sensibilisierung auf mögliche Gefahren hin: "Cyber Security-Übungen tragen dazu bei, für allfällige Angriffe gewappnet zu sein. So war man etwa im vergangenen Herbst in diesem Bereich in Zusammenarbeit mit der E-Wirtschaft erfolgreich." Dennoch müsse man in Zukunft eine erhöhte Sicherheit gewährleisten: "Die Bundesregierung übernimmt gemeinsam mit den Expertinnen und Experten von GovCERT und CERT.at die Verantwortung zur bestmöglichen Verhinderung von Sicherheitsvorfällen im IKT-Bereich. Diese Thematik ist eine zentrale Aufgabe von den Behörden, von der Wirtschaft und von der Gesellschaft. Dann können wir weiterhin die richtigen Maßnahmen setzen, um sicher im Internet unterwegs sein und so die Vorteile der internationalen Vernetzung nutzen. Der Sicherheitsbericht ist ein wesentlicher Beitrag dazu", so Steßl abschließend.

Hier geht's zum neuen Internet-Sicherheitsberichts (Gesamtausgabe): http://cert.at/static/downloads/reports/cert.at-jahresbericht-2014.pdf

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