Bild: Thermomix
Armin Schwerdtner, Geschäftsführer von Thermomix Österreich
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Gastkommentar - Armin Schwerdtner, Thermomix

Die nächste Smart Home-Revolution findet in der Küche statt

Gadget oder Küchenmaschine: In Zukunft wollen wir beides.

Bald ist Feierabend. Ein kurzer Zuruf an den smarten Assistenten sorgt dafür, dass es daheim zu wuseln beginnt, wenn der WLAN-fähige Staubsaugerroboter im Wohnzimmer seine Runden macht und die smarte Heizung auf Hochtouren läuft, damit es kuschelig warm wird. Das ist längst keine Zukunftsmusik mehr: Smart Home ist für die Österreicher kein Fremdwort und immer mehr Menschen setzen sich intensiv mit dem Thema auseinander. Dass digitale Technologien nun auch in der Küche Einzug halten, ist wenig überraschend. Denn gerade da sind Unterstützer gefragt, die den zeitintensiven Prozess des Kochens erleichtern.

Die Art, wie und wann wir essen, verändert sich. Alles wird schneller, hektischer und die Zeit scheint immer weniger zu werden. Gleichzeitig spielt gesunde Ernährung und "Selbermachen" bzw. Selbst-Kochen eine große Rolle in einer bewussten Lebensweise. Wie lässt sich das verbinden? Die Antwort ist die Kombination aus Technik und Kulinarik und legt nahe, dass der Ausbau der Smart Kitchen in Zukunft noch höheren Anklang findet. Das könnte in etwa so aussehen: Via Wochenplaner im Voraus oder auch am Heimweg von der Arbeit wird online auf der Rezeptplattform schon das Menü durchgeplant. Die Zutaten lassen sich digital sammeln, das Rezept gleich an die WLAN-fähige Küchenmaschine senden, die dann am Display Schritt für Schritt durch den Kochprozess leitet. Das Gericht steht in wenigen Schritten – und ist dennoch gesund und selbstgekocht.

Einerseits Gadget, andererseits Küchenmaschine; das zieht viele an: Technik-Aficionados ebenso wie Feinschmecker – und lässt sich auch in Zahlen beweisen. Weltweit haben bereits 1,7 Millionen Menschen ihre Küchenmaschine Thermomix via dem smarten Accessoire Cook-Key mit dem Internet verbunden. In Österreich sind es bereits 27.000 Menschen. Während auf der Rezeptplattform Cookidoo in Österreich zwischen August 2016 und August 2017 675.247 Rezepte in individuellen Rezeptlisten angelegt wurden, waren es im Vergleichszeitraum ein Jahr später bereits über eine Million. Jeden Tag werden hierzulande durchschnittlich 1.479 Rezepte über den Cookidoo-Wochenplaner geplant, während es ein Jahr zuvor noch rund 1.000 waren – das bedeutet einen Anstieg um rund 50 Prozent. Allein die Rezepte der heimischen Plattform bieten Inhalt für sieben Jahre und neun Monate jeden Tag ein anderes Gericht.

Doch wie sieht die Zukunft der smarten Küchengeräte aus? Smart Kitchen verändert nicht nur unsere Kochgewohnheiten, indem es dazu anregt, wieder mehr selbst zu kochen, aber gleichzeitig weniger Zeit vor dem Herd zu verbringen. Es verändert auch die Art und Weise, wie unsere Küchen selbst aussehen und wie wir uns darin fühlen. Herkömmliche Geräte werden immer stärker miteinander vernetzt; Entertainment hält Einzug auf den Theken; und die Küche vermittelt gesamt das Gefühl eines Hobbyraums mit Zeit zum "Herunterkommen", als das eines Arbeitszimmers. Smart Home macht Spaß und die Alltagstätigkeit spannend. Denn das ist es, worum es bei Smart Home geht: Das Rad muss nicht neu erfunden werden – es wird nur einfacher, in die Pedale zu treten.

Armin Schwerdtner ist Geschäftsführer von Thermomix Österreich.

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