ERP Cloud Computing
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Thomas Steininger (Mitte), Gründer und Geschäftsführer von fiskaltrust
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Täglich 1 Million Rechnungsbelege in Microsoft Azure

Wiener Registrierkassen-Start-up auf Expansionskurs

Die Registrierkassenplicht stellte österreichische Unternehmen 2016 vor eine große Herausforderung, 2017 folgte die ergänzende Pflicht zum Manipulationsschutz. Das Start-up fiskaltrust hat eine Lösung dafür.

Gastronomie und Einzelhandel waren skeptisch als die Registrierkassenplicht Mitte 2016 eingeführt wurde. Das neue Gesetz stellte österreichische Unternehmen, die eine bestimmte Grenze an Bargeld- und Jahresumsatz überschreiten, Mitte 2016 vor eine große Herausforderung: die Umstellung auf ein elektronisches Aufzeichnungssystem aller Umsätze. Der damit verbundene technische Aufwand trieb vielen Unternehmerinnen und Unternehmern die Schweißperlen auf die Stirn – verfügen doch die wenigsten über umfassendes IT Know-how. Nun stand im April 2017 bereits die nächste Neuerung ins Haus: die ergänzende Pflicht zum Manipulationsschutz. Für die Unternehmen bedeutet das, dass Rechnungsbelege mit einem individuellen QR-Code sowie elektronischer Signatur versehen werden müssen. Das Wiener Start-up fiskaltrust hat es sich zur Aufgabe gemacht, bei der rechtskonformen Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zu unterstützen. Für den einfachen und mobilen Einsatz der Registrierkassen sowie die Rechtssicherheit bietet das Start-up eine Lösung basierend auf der Microsoft Cloud an.

Keine Angst vor der Steuerprüfung

Wie jeden Samstagnachmittag herrscht Hochbetrieb in einem gemütlichen Café in der Wiener Innenstadt. Hungrige Gäste ringen sich um die große Kuchenvitrine, ältere Herren blättern in ihrer Zeitung, eine Gruppe Touristen erholt sich vom ausgiebigen Stadtbummel bei einem Apfelstrudel und eine Dame mit Hund möchte langsam aufbrechen und bittet um die Rechnung. Die Dame bezahlt ihre Melange bei einem freundlichen Kellner der sogleich die Zahlung per mobiler Registrierkasse auf seinem Tablet verbucht. Die Kassensoftware übermittelt die Daten über die Cloud direkt an fiskaltrust, wo die verpflichtende externe Datensicherung revisionssicher durchgeführt wird. Der vom Gesetz geforderte QR-Code wird automatisch erstellt und mit einer zusätzlichen elektronischen Signatur, einer individuellen Buchstaben- und Zahlenfolge, versehen. Jeder Beleg kann so durch die Finanzbehörde ausgelesen werden und gibt Aufschluss darüber, wann die Rechnung ausgestellt und wieviel bezahlt wurde, um den wievielten ausgestellten Beleg es sich handelt und welche konkrete Identifikationsnummer das jeweilige Kassensystem hat.

Das beliebte Café braucht dank fiskaltrust keine Angst vor einer Steuerprüfung haben und sowohl Geschäftsführung als auch Angestellte können sich auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren.

Einfach & zukunftsfit

"Viele Unternehmen, die von der Registrierkassenpflicht und dem ergänzenden Manipulationsschutz betroffen sind, müssen mit wenigen oder gar keinen IT-Experten auskommen. Unser Ziel war es daher, komplizierte Technik einfach anwendbar zu machen – sowohl für Groß- als auch für Kleinunternehmer. Das haben wir mit fiskaltrust geschafft", freuen sich die Gründer, Steuerberater Axel Kutschera und Thomas Steininger.

Die Lösung von fiskaltrust läuft in der Microsoft Azure Cloud. "Die Azure-basierte Lösung bietet zahlreiche entscheidende Vorteile", so Michael Rehberger, Lead des Partners, Small und Medium Corporate Teams, bei Microsoft Österreich. "Da die Microsoft Cloud bereits heute allen Bestimmungen der ab Mai 2018 geltenden EU Datenschutz Grundverordnung entspricht, ist die fiskaltrust Lösung revisionssicher und entspricht allen Gesetzen."

Weil das fiskaltrust-Tool über eine definierte Schnittstelle an jede Kassenlösung angebunden werden kann, ist die Skalierbarkeit ein weiterer Vorteil der Cloud. Auch bei einer Vielzahl von Belegen ist die Performance der QR-Codegenerierung gewährleistet. Das heißt, egal ob ein Beleg pro Stunde oder hundert in der Minute: Microsoft verspricht, dass es nie zu Verzögerungen im Abrechnungsablauf kommt. "Die Skalierung gepaart mit der Gewissheit von Sicherheit aus der Microsoft Cloud haben den Kunden überzeugt," so Rehberger. 

Smarte Lösung auf Expansionskurs

Die Rechtssicherheit wissen viele Unternehmerinnen und Unternehmer zu schätzen. Bereits über 20.000 Kunden vertrauen österreichweit der auf der Cloud basierenden fiskaltrust-Lösung. Damit sind Microsoft zufolge rund zwei Drittel aller heimischen Kassensysteme, die eine externe Lösung nutzen, mit der unternehmenseigenen Cloud verbunden. Täglich werden rund eine Million Rechnungsbelege in Österreich via Azure verwaltet und gewähren Behörden auf Knopfdruck umfassende Einsicht in die Umsätze und Abrechnungen.

Kunden wie der Österreichische Apothekerverlag sowie zahlreiche Cafés, Restaurants und Handelsunternehmen sind bereits zufriedene Anwender der fiskaltrust/Azure-Lösung. Aufgrund des großen Erfolgs ist das Interesse auch in anderen Ländern Europas groß, so zum Beispiel in Deutschland und Frankreich. In beiden Ländern ist die Einführung eines Fiskalsystems nach österreichischem Vorbild geplant.

Der Service von fiskaltrust ist übrigens auch Teil der Registrierkassen-Lösung von NAVAX für das Österreichische Rote Kreuz, über die Sie hier mehr erfahren können.

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