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Bild: CC0 Public Domain - pixabay.com
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"Unternehmen werden und müssen Offshoring einsetzen"

Studie über IT-Expertenmangel in Österreich

Zur Erhebung der Akzeptanz von Offshoring Services führte IDC im Auftrag von Nagarro Österreich eine Umfrage unter heimischen IT-Entscheidern durch. Den Ergebnissen zufolge rechnet man in Österreich durchwegs mit Expertenmangel. Die meisten Befragten halten interne Weiterbildungsmaßnahmen zwar für zielführend, mehr als 70 Prozent glauben jedoch an Offshoring Services als Variante.

Haben wir in Österreich zu wenig Experten für die Herausforderungen der digitalen Transformation? Diese Frage führt unvermittelt zu Fach- und Werte-Diskussionen. Der internationale IT- und Software-Konzern Nagarro, dessen Arbeitsmodell das Hybrid Sourcing, also eine Kombination von On-Site-Expertise mit klassische Offshoring Services ist, ließ in einer IDC-Befragung hundert heimische Unternehmen zum Thema "IT Skills und Hybrid Offhsoring in Österreich" Stellung beziehen. IDC-Experte Vladimir Kroa fasst zusammen: "Man muss erkennen, dass Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum unmittelbar von der Manpower abhängen, die man zur Verfügung hat. Die Wahrheit ist, dass es schlicht zu wenig interne Entwickler gibt, die diese Aufgaben bewältigen können."

Killer-Argumente: Budgets, Fachkräftemangel und Flexibilität

Als besonders relevante Themen, welche die IT auch bis auf Weiteres beschäftigen werden, stufen die Befragten Big Data, Security und Cloud Computing ein. Große Engpässe sehen die IT-Entscheider derzeit in der Softwareentwicklung, konkret für Systemintegration und Application Development. Eine Verschärfung des Expertenmangels wird für praktisch alle Technologien - u.a. Big Data, Cloud, Machine Learning, Cognitive, Augmented und Virtual Reality - erwartet.

Auf die Frage nach Alternativen geben mehr als 70 Prozent der Befragten an, dass ein hybrider Ansatz eine interessante Variante sein kann, um dem Expertenmangel zu begegnen. Als Hemmfaktoren führen die IT-Entscheider erhöhten Erklärungsbedarf, Kommunikationsaufwand sowie kulturell bedingte Missverständnisse an. Gleichwohl der Großteil interne Weiterbildung und Kooperationen mit Ausbildungsstätten für die geeignetsten Maßnahmen zur Gegensteuerung halten, führt man wesentliche Argumente für Offshoring an: 36 Prozent nennen als Antriebsfaktoren die geringeren Kosten, den Fachkräftemangel (37 Prozent) und die höhere Flexibilität (36 Prozent). Aus der Umfrage ist in dieser Frage deutlich der Konflikt der Entscheider zwischen Wunsch und Wirklichkeit ablesbar.

"Die Umfrage hat eindrucksvoll gezeigt, dass Shoring ein Werkzeug ist, dass Unternehmen einsetzen werden, manchmal sogar müssen", resümiert Damianos Soumelidis, Geschäftsführer von Nagarro Österreich. Vladimir Kroa, IDC Associate Vice President IT Services fügt hinzu: "Es kostet Zeit und Geld, die erforderliche Innovation, Agilität und die Special Skills bereitzustellen. Unternehmen brauchen also einen Backup-Plan, der ihnen die Skalierbarkeit in alle Richtungen einräumt."

Praxis-Erfahrungen beim IDC Morning Briefing

Die Umfrage (hier weitere Infos nach einer Registrierung), bei der rund 73 Prozent der befragten Unternehmen über mindestens 200 bis 1.000 PC-Arbeitsplätze verfügen, wurde bei einem IDC Morning Briefing in Wien präsentiert. Zwei Nagarro-Kunden erzählten dabei von ihren praktischen Erfahrungen aus Projekten, die mit Nagarro Hybrid Sourcing abgewickelt wurden.

Klaus Glatz, Chief Digital Officer der Andritz AG, berichtete: "Es gibt natürlich kulturelle Unterschiede zwischen Europa und Indien. Mit der Erfahrung ist bei uns die Skepsis gewichen und am Ende zählt die Leistung".

Auch Werner Huss, Director IT & Operations Tricentis, ist von dem Ansatz überzeugt: "In der Vergangenheit und auch heute habe ich immer wieder Projekte zu 'stuffen' und unmittelbaren Bedarf zu bedienen. Dafür sind mir Partner, die schnell skalieren können, von unschätzbarer Hilfe."

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