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Bild: CC0 - pixabay.com
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SEO-Crashkurs 6

Optimieren Sie Ihr Suchergebnis

Im letzten Teil unseres Crashkurses haben wir uns damit beschäftigt, wie Menschen online suchen und welche Phasen sie dabei durchlaufen. Diesmal geht es ganz um Sie – nämlich darum, wie Sie Ihr individuelles Suchergebnis gestalten können.

Das Ergebnis im organischen Ranking besteht aus unterschiedlichen Elementen. Darin stehen zur Suchanfrage passende Informationen, die mehr über den Inhalt der Seite verraten.  Klickattraktive Texte sind hier die erste Chance, von Ihrer Website zu überzeugen.

Gestalten Sie diese Texte bewusst, erhöhen Sie die Chance auf einen Klick auf Ihr Ergebnis.

Bild: Otago Online Consulting

Ein Suchergebnis besteht in der Regel aus

  • Title
  • Description
  • URL / Breadcrumbs
  • Strukturierten Daten

Alle diese Elemente können Sie in der Regel in Ihrem CMS bearbeiten. Tut man das nicht, stellt Google einen zur Suchanfrage passenden Description-Text zusammen, der oft unzusammenhängend und wenig klickattraktiv ist.

Enthält Title oder Description genau den gesuchten Begriff, wird dieser fett hervorgehoben. Deshalb gilt es vor allem, wichtige Phrasen in die Texte zu verpacken. So geben Sie ein klares Signal für Suchmaschine und Suchende.

So gestalten Sie Ihr Suchergebnis

Title

Der Title wird sowohl im Suchergebnis, als auch im Browser-Tab angezeigt. Er beeinflusst, im Gegensatz zur Description, das Ranking stark.

Der Title

  • wird im Suchergebnis immer angezeigt 
  • entspricht manchmal der H1 Überschrift der Seite
  • kann ca. 65 Zeichen lang sein (Google misst die Pixel-Breite)
  • kann individuell oder von Google der Suchphrase entsprechend gesetzt werden

Wichtige Keywords sollten am Anfang stehen, Brands eher am Enden (zum Beispiel einheitlich bei allen Seiten, um den Wiedererkennungswert zu steigern). Auf der Startseite sollte der Brand am Anfang stehen.

Description

Die Description ist der kurze Infotext unter Title und URL, in dem Sie kurz und kompakt den Seiteninhalt und einen Call to Action platzieren können.

Die Description

  • wird meistens angezeigt – dazu muss sie zur Suchanfrage passen
  • kann von Google auch aus den Seiteninhalten zusammengestellt werden, wenn das Ergebnis so besser zur Suchanfrage passt
  • kann 150 – 160 Zeichen lang sein
  • kann, wenn passend, einen Call to Action beinhalten
  • sollte klickattraktiv sein – also verständlich, einladend und informativ

Kommunizieren Sie in der Descriptions Ihre Vorteile, wie zum Beispiel einen besonderen Lieferservice, und schaffen Sie so einen klaren Klickanreiz.

URL

Die URL der Zielseite wird im Suchergebnis unter dem Title und je nach Länge gesamt oder abgeschnitten angezeigt. In vielen Content Management Systemen können URLs individuell gesetzt oder per default automatisch angelegt werden.

Allgemein sollte man sprechende URLs verwenden – also eine klare Struktur, bei der lange Zeichenfolgen und Zahlenkombinationen vermieden werden. Als Beispiel: Stellen Sie sich vor, jemand schickt Ihnen eine URL und sie wissen auf den ersten Blick (und ohne Klick auf den Link), worum es auf der Seite geht.

Breadcrumbs 

Breadcrumbs zeigen die Ebenen oder den Pfad an, der bis zu einer bestimmten Landingpage führt bzw. geführt hat. So erkennt man, in welcher Tiefe eines Menüs oder einer Navigation man sich befindet, und hat so eine gute Orientierung. So versteht man auch die Struktur der Seite und weiß, wo man sich befindet.

Bild: Otago Online Consulting

Bei Suchergebnissen sieht man – wenn die Ergebnisseite auf einer tieferen Ebene liegt – diese Breadcrumbs statt der gesamten URL. So erkennt man zum Beispiel, ob die Ergebnisseite zur richtigen Produktkategorie führt.

Damit Google den Breadcrumb erkennt sollte dieser technisch als solcher im Quellcode markiert sein.

Rich Snippets – Strukturierte Daten

Wenn Sie auf Ihrer Website Rich Snippets verwenden, können diese auch im Suchergebnis dargestellt werden. So können zum Beispiel wie Lagerverfügbarkeit, Warenpreise, Konzerttermine etc. direkt auf der Website als solche kategorisiert werden. Sie werden dann im Suchergebnis extra dargestellt.

Bild: Otago Online Consulting

Im Stadthallen-Beispiel zu sehen sind auch Bewertungssterne – diese stammen ebenfalls aus strukturiert erfassten Bewertungen auf der Zielseite. Diese Detailinformation kann die Attraktivität des Suchergebnisses erhöhen.

Google präsentiert sich zum Beispiel bei Rezeptsuchen als Antwortmaschine – hier ist oft der Klick auf eine Website nicht mehr notwendig. Wichtige Infos werden über den Suchergebnissen angezeigt:

Bild: Otago Online Consulting

Auch hierbei handelt sich um ein Rich Snippet: Google wählt trotzdem aus, welche Seite auf diese Art dargestellt wird, es handelt sich dabei nicht um bezahlte Werbung.

Auf schema.org finden Sie eine umfassende Liste von Kategorien für die Rich Snippets.

Das Suchergebnis – die Katze im Sack?

Verspricht eine Description etwas, was dann nach dem Klick nicht zu finden ist, bleibt der Visit auf der Seite nutzlos. Versprechen Sie also nichts, was die Landingpage nicht halten kann, nur um Menschen auf Ihre Seite zu bewegen. Diese Besucher verlassen die Seite schnell wieder, der Weg führt zu keiner Conversion.

Der Content auf der Zielseite muss relevante Informationen liefern – nur so lohnt sich der Klick für den User, und die Verweildauer erhöht sich.

Es lohnt sich also, in einem ersten Schritt gezielt Titles und Descriptions zu setzen. So können Sie auch ohne Rich Snippet & Co. Ihr Suchergebnis ansprechend gestalten sich sichtbar machen. 

Wer mehr über SERPs (Search Engine Result Pages) und Ihre unterschiedlichen Gestaltungsformen erfahren möchte, dem empfehlen wir einen Blick in den Serpstat-Blog

Praxis-Tipp IX: Testen Sie Ihren Look

Im Crashkurs IV haben wir bereits auf den SERP Snippet Generator von Sistrix hingewiesen – mit diesem Tool können Sie Ihre Titles & Descriptions austesten und sehen auch gleich, ob Ihr Text vollständig dargestellt wird. Außerdem können Sie per URL die aktuelle Description einer Seite anzeigen lassen. 

Praxis-Tipp X: Viele viele Rich Snippets

Wer Rich Snippets einsetzen möchte findet direkt dazu direkt bei Google technische Details, auf dem bereits erwähnten schema.org gibt es diverse Kategorien und Schemen für strukturierte Daten: 

Über den Autor

Jan Königstätter beschäftigt sich seit über 12 Jahren mit dem Thema Webanalyse & Suchmaschinenoptimierung. 2002 wurde er technischer Leiter bei immodirekt.at, 2009 wechselte er zu derStandard.at und baute dort den Bereich Webanalyse, Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing auf und aus. 2014 gründete er zusammen mit Markus Inzinger die Otago Online Consulting GmbH.

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