Karriere IT-Women
Bild: CC0 - pixabay.com
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Gastartikel - Lisa Baur, Confare

Österreichs weibliche Top-CIOs

Die IT-Welt ist eine Männerdomäne. Doch wie können mehr Frauen für die IT begeistert werden? Da Frauenförderprogramme scheinbar erfolglos bleiben, ist es an der Zeit, die weiblichen Vorbilder hervorzuheben, um andere Frauen zu inspirieren.

Die Studie "Frauen in Österreichs Mittelstand 2017" von EY Austria spricht Bände: "Die Führungsebenen von Österreichs mittelständischen Betrieben werden nämlich immer noch eindeutig von Männern dominiert: Nicht einmal jede fünfte Führungskraft (18,4 Prozent) ist weiblich. Die letzten beiden Jahre waren von Stillstand geprägt: Der Frauenanteil stieg in dieser Zeit nur um 0,2 Prozentpunkte an." Die Unternehmen haben massive Probleme damit, weiblichen Nachwuchs zu finden: "Den immer noch vergleichsweise geringen Anteil von Frauen in Führungsetagen begründen viele Unternehmensverantwortliche mit einem Mangel an geeigneten weiblichen Fachkräften. Über ein Drittel (36 Prozent) der Unternehmen in Österreich gibt an, dass die Rekrutierung qualifizierter weiblicher Fachkräfte für sie schwierig sei", so die Studie.

Demnach sollten sich nicht nur die Unternehmen an die Nase greifen, sondern auch die Hochschulen, die aktiv Frauenförderung für technische Berufe betreiben sollten.

Betrachtet man die Anzahl der weiblichen Studienanfänger bzw. Azubis im IT-Bereich, so sieht die Zahl ziemlich mau aus: Nur 18,4 Prozent der Studienanfänger im Fach Informatik, nicht einmal 10 Prozent der Azubis in IT-Berufen, waren im Jahr 2011 weiblich. Doch auch in den letzten Jahren hat sich nicht viel getan. Die Anzahl der weiblichen Studienanfänger in den Fächern Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften (MINT) blieb in den vergangenen zehn Jahren mit rund 30 Prozent relativ konstant.

Zwar schossen in den vergangenen Jahren immer mehr Frauenförderprogramme für IT und technische Berufe aus dem Boden,  besonders gefruchtet haben diese Maßnahmen bisher – so scheint es – allerdings noch nicht.

Daher präsentieren wir, stellvertretend für viele ambitionierte und talentierte Frauen in der österreichischen IT, diese weiblichen Vorbilder, die in heimischen Unternehmen die IT-Geschicke leiten:

Ulrike Huemer

Bild: Confare

Mag. Ulrike Huemer betreute, nach Jahren als Assistentin für Staatsrecht an der Universität Linz, für den Österreichischen Städtebund die Verhandlungen im Österreich Konvent. Es folgten Jahre in der Finanzverwaltung der Stadt Wien, u.a mit den Themen Finanzausgleich, Öffentliches Haushaltswesen, Finanzierung öffentlicher Infrastruktur. Als Leiterin des Rechnungs- und Abgabenwesens der Stadt Wien hat sie sich intensiv mit EGovernment und Verwaltungsmodernisierung beschäftigte und die SAP-Einführung innerhalb der Stadt Wien finalisierte. Seit März 2014 ist sie CIO der Stadt Wien.  In dieser Funktion setzt sie sich besonders dafür ein, dass die Digitalisierung als zentrales Thema für Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung erkannt wird. Ferner dass verstärkt Frauen in der IKT beschäftigt werden. Dafür wurden zwei Initiativen die Digitale Agenda Wien (www.digitaleagenda.wien) und Digital City Wien (www.digitalcity.wien) ins Leben gerufen.

Magdalena Maier

Bild: Confare

Magdalena Maier ist seit 2001 Leiterin der IT in der Tirol Werbung. Sie schloss Ihr Doktoratsstudium 1992 in Naturwissenschaften an der Leopold-Franzens Universität Innsbruck ab. Von 1992 bis 2001 war sie für die Datenverarbeitung in den Naturwissenschaftlichen Sammlungen des Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum zuständig. 2012 wurde Sie von Confare als TOP CIO ausgezeichnet.

Daniela Rechberger

Bild: Confare

Daniela Rechberger ist seit 2009 im IT-Management bei Österreich Werbung tätig und leitet seit September 2012 dort den Bereich IT und Facility Management. Neben der fachlichen und disziplinären Führung der Teams IT und FM ist sie u.a. verantwortlich für das Budget und die IKT-Strategie. Daniela Rechberger steuert bei Österreich Werbung eine Vielzahl von Projekten. Sie war u. a. für die Koordination und Durchführung der Übersiedlung des Head Office, die Implementierung von MS Dynamics AX2012 sowie das Infrastruktur-Outsourcing zuständig.

Nach beruflichen Stationen bei Marionnaud Parfumeries und Wincor Nixdorf GmbH, war sie zuletzt zwei Jahre bei der Palmers Textil AG im IT-Projektmanagement tätig.

Sabine Ringhofer

Bild: Confare

Sabine Ringhofer ist seit 2015 CIO bei der Cineplexx Kinobetriebe GmbH / Constantin Film-Holding GmbH, wo sie u.a. die Expansion Südosteuropa in 11 Ländern, sowie das Projekt "Digitalisierung als Kinoerlebnis" verantwortet.

Nach ihrem Doktoratsstudium an der Universität Wien mit dem Abschluss Dr. rer.nat, Chemie, hatte Sabine Ringhofer mehrere leitende Positionen u.a. bei T-Mobile Austria und dem Information Retrieval Facility. Vor Ihrer Tätigkeit bei der Cineplexx Kinobetriebe GmbH/Constantin Film-Holding GmbH war sie fünf Jahre CIO im Österreichischen Parlament, wo sie u.a. für die Einführung von e-Government zuständig war. 2014 wurde sie von Confare zum TOP CIO ausgezeichnet.

Birgit Strohmayer

Bild: Confare

Nach Abschluss ihres Studiums der IBWL an der Uni Wien, leitete Birgit Strohmayer ab 2002 die Wiener Niederlassung eines Softwareunternehmens aus dem Bereich Transport- und Lagerlogistik. 2006 wechselte sie in die IT des Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriftenverlages. Hier übernahm sie die Verantwortung für Entwicklungs- und Serviceabteilungen (SAP, Vertriebsservices, Projekt-/Prozeßmgmt, Organisation). Im Jänner 2014 wurde ihr dann die Gesamtbereichsleitung Informationstechnologie übertragen.

Heidrun Strohmeyer

Bild: Confare

Heidrun Strohmeyer bringt über 30 Jahre Erfahrung in der IT-Branche mit. Sie hat Informatik unterrichtet und bereits in den 90er Jahren die IT in der Bildungsverwaltung aufgebaut. Seit 2009 leitet sie die IT im Bundesministerium für Bildung und stellt sich dort den Herausforderungen, die die Digitalisierung für die Schulen mit sich bringt. Zuvor war sie als Leiterin der Sektion für allgemeine pädagogische Angelegenheiten, Erwachsenenbildung, IT und Statistik im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur tätig.

Sie ist hauptverantwortlich für die Planung und Umsetzung der Digitalisierungsstrategie des Bildungsministeriums "Schule 4.0 – Jetzt wird’s digital!".

Margit Vetter

Bild: Confare

Margit Vetter leitet seit 2010 die IT und das elektronische Publizieren beim Verlag Österreich, der Teil der in Stuttgart beheimateten Verlagsgruppe des Deutschen Apotheker Verlages ist. Sie ist für die digitale Transformation der Verlagsprodukte und Verlagsprozesse in Österreich zuständig und leitet auch verlagsübergreifende IT-Projekte für die gesamte Verlagsgruppe. Margit Vetter hat langjährige Erfahrung in der IT von Fachverlagen, sie hat unter anderem viele Jahre die IT und das elektronische Publizieren von LexisNexis Österreich geleitet. Berufsbegleitend hat sie eine Ausbildung zum CIO an der Donau-Universität Krems abgeschlossen.

Sind auch Sie ein Vorbild für die IT? Dann kommen Sie zu unserem 11. CIO & IT-Manager Summit, das am 11./12. April 2018 in Wien stattfindet. Wir freuen uns, wenn Sie dazu beitragen, dass der Frauenanteil bei unseren CIO Events weiter steigt! Die Teilnahme ist für Andwender, CIOs und IT-Manager kostenfrei. (Auch Männer sind willkommen.)

Lisa Baur ist Managerin für Marketing & PR bei der Confare GmbH.

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