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V.l.n.r.: Mag. Markus Kaiser (BRZ), Matthias Lichtenthaler (BRZ), Dr. Josef Probst (HVB), Dr. Gerhard Popp (BMF), DI Roland Krenner (Land OÖ), DI Josef Schnürer (Land NÖ), Mag.a Ulrike Huemer (Stadt Wien), Klaus Rohr (Stadt Wien), Erwin Fleischhacker (ITSV GmbH), DI Thomas Janisch (BRZ), Mag. Wolfgang Klinger (BRZ)
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Platz schaffen und Geld sparen

Österreichs Verwaltungscloud

Ministerien, Bundesländer, der Hauptverband der Sozialversicherungsträger und die Stadt Wien teilen sich künftig den Daten-Speicher.

Im öffentlichen Bereich besteht oft die Notwendigkeit, sehr große Datenmengen über einen begrenzten Zeitraum zu speichern. Zum Beispiel im Zuge von Großstrafverfahren, bei der Betrugsbekämpfung oder bei der Entwicklung und beim Testen von IT-Systemen. Der Speicher sollte dann schnell verfügbar sein, wobei die Daten  sicher und vor unberechtigtem Zugriff geschützt sein müssen.

Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) und das Bundesministerium für Inneres (BMI), die Länder Oberösterreich und Niederösterreich, die Stadt Wien sowie der Hauptverband der Sozialversicherungsträger (HVB) haben gemeinsam mit dem Bundesrechenzentrum (BRZ) und den IT-Services der Sozialversicherung (ITSV GmbH) einen Cloud-Storage-Verbund gestartet. Das soll die technischen Voraussetzungen für die rasche Bereitstellung von sicherem Speicherplatz schaffen.

Josef Probst, Generaldirektor des HVB, freut sich über dieses "Beispiel der wirksamen und organisationsübergreifenden Zusammenarbeit im öffentlichen Bereich".  Die beteiligten Partner bringen dabei eigenen freien Speicher in einen Verbund ein und stellen diesen den anderen Partnern zur Verfügung. Wenn nun ein Partner kurzfristig Bedarf an Speicher hat, kann er ihn rasch aus dem Verbund beziehen.

"Neue Chancen der Zusammenarbeit"

Die Vorteile dieses Verbunds liegen auf der Hand: Behörden können sehr schnell Verfahren starten, bei denen riesige Datenmengen verarbeitet werden müssen. Sie können dabei sicher sein, dass die meist sensiblen Daten in einer sicheren Umgebung gespeichert werden. "Wir nehmen Digitalisierung ernst", erläutert Gerhard Popp, Sektionschef im BMF. "Der Storage-Verbund eröffnet neue Chancen der Zusammenarbeit."

Bezahlt wird nur der Speicher, der bestellt ist, und zwar nur für die Dauer der Bestellung. IT-Verantwortliche müssen zur Abdeckung von Spitzenlasten keinen Speicher einkaufen und aufbauen, der danach ungenutzt bleibt. Der Speicher liegt dabei in einer Cloud-Umgebung, die sich im sicheren Behördenumfeld befindet, der Trusted Government Cloud Austria. Ulrike Huemer, CIO der Stadt Wien: "Es wäre schön, wenn uns derartige Kooperationen noch in vielen Bereichen gelingen würden."

Für das BRZ ist der Start dieses Projekts ein großer Erfolg, aber auch ein erster wichtiger Schritt. "Das BRZ leistet hier seinen Beitrag zur digitalen Transformation. Das ist eine gute Basis, um mit unseren Partnern auch bei anderen zukunftsweisenden Technologien wie etwa Blockchain zusammenarbeiten", führt Markus Kaiser, BRZ-Geschäftsführer aus. Alle Partner im Storage Verbund haben Interesse an der Zusammenarbeit auch bei anderen IT-Themen bekundet.

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