Blockchain
Bild: CC0 Public Domain - pixabay.com
Bild: CC0 Public Domain - pixabay.com

Kryptowährungen, Smart Contracts & Co.

Österreich startet Blockchain-Initiative und Think Tank

Vor einigen Monaten hat Wirtschaftsminister Harald Mahrer einen Open-Innovation-Prozess initiiert und zahlreiche nationale sowie internationale Experten eingeladen, gemeinsam eine Blockchain-Strategie für Österreich zu entwickeln. "Um Innovationsführer zu werden, muss man tabulos neue Wege gehen und sich schon heute mit jenen Technologien beschäftigen, die morgen viele Bereiche unseres Lebens radikal verändern werden." Davon ist Mahrer überzeugt, der Blockchain als eine der Technologien mit enormen Zukunftspotenzial sieht.

Ergebnis des Prozesses ist eine dynamische Agenda, die eine Reihe konkreter Maßnahmen und Zukunftsbilder beinhaltet. Als erster Schritt wurde gemeinsam mit der österreichischen Wirtschaftsuniversität (WU) ein interdisziplinärer Forschungsschwerpunkt zum Thema "Kryptoökonomie" gestartet. Ziel ist, einen internationalen Netzwerk-Hub zu schaffen, der als globaler Think Tank agiert. Das Wirtschaftsministerium stellt dafür 500.000 Euro als Anschubfinanzierung zur Verfügung. Als nächstes will man sich dem Thema Regulatory Sandboxes widmen. Das heißt, für Pilotprojekte soll die Möglichkeit bestehen, innerhalb eines sicheren Regulierungsrahmens in Österreich möglichst freien Gestaltungsspielraum zu haben um Neues zu testen und kreativ an Weiterentwicklungen zu arbeiten.

Bitcoin, Etherium & Co. nur Spitze des Eisberges

Kryptowährungen sind für Mahrer nur ein sehr kleiner Teil der möglichen Blockchain-Anwendungen, die bis jetzt sichtbare Spitze des Eisbergs. Deshalb möchte das Wirtschaftsministerium die dahinterliegende Blockchain-Technologie vorantreiben, das Thema einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen und vor allem Unternehmer für die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten wie etwa Smart Contracts sensibilisieren. Dazu zählen u.a. der Logistik- und Energiebereich, Digital Health Management, die Landwirtschaft und insbesondere die öffentliche Verwaltung, wo es bereits erfolgreiche Best-Practice Beispiele in Ländern wie Estland oder Schweden gibt. 

Um die Vorteile von Blockchain und den Nutzen zu verdeutlichen, startet das Wirtschaftsministerium in Kürze gemeinsam mit dem Bundesrechenzentrum ein eigenes Pilotprojekt im Bereich der öffentlichen Verwaltung. Auch unabhängig von der Zusammensetzung einer künftigen Regierung sollen die in dem Strategiepapier vorgeschlagenen Maßnahmen in den kommenden Jahren aktiv vorangetrieben und gezielt Flagship Initiativen unterstützt werden.  

"Bei vielen grundlegenden Veränderungen hat auch schon in der Geschichte die Skepsis überwogen. Ich plädiere für Mut, Neugier und Veränderungswillen, nur so werden wir Österreich an die Spitze der Innovation Leader bringen", kontert Mahrer den Zweiflern, die das Blockchain- Thema für einen Hype halten.

Hier finden Sie die offizielle Blockchain-Webseite des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft.

Mehr Artikel zum Thema: Blockchain

Reise in die Zukunft der Blockchain

"Wer mit 'Blockchain' nur 'Bitcoin' assoziiert, sieht nur...

Weiterlesen

Unternehmensdaten – das Gold der Zukunft?

Daten sind für jedes Unternehmen von immensem Wert. Zunächst...

Weiterlesen

Zehn Blockchain-Mythen entzaubert

An die noch relativ junge Blockchain-Technologie werden...

Weiterlesen

Eine Kette verändert die Welt

Immer öfter hört und liest man von einem Begriff, der...

Weiterlesen