ITSM Open Source
Bild: CC0 - pixabay.com
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Gastartikel - Peter Lipp, it-novum

Mit Open Source der IT auf den Zahn gefühlt

Flemming Dental ist eine Gruppe von Dentallaboren, die zahntechnische Produkte wie Zahnersatz herstellen. Die IT der 38 Standorte und Produktionsstätten wird vom Hauptsitz in Hamburg aus zentral überwacht. Flemming Dental hat sein IT-Servicemanagement komplett auf Open Source umgestellt.

Das Unternehmen wählte Open-Source-Lösungen aus, weil es mit quelloffenen Systemen arbeiten wollte und ein begrenztes Projektbudget zur Verfügung hatte. "Wir haben ein günstiges System für IT-Servicemanagement gesucht, das sich möglichst flexibel anpassen lässt. Unsere Wahl ist auf Open Source gefallen, weil es sich nicht um geschlossene Produkte, wie die der großen Lösungshersteller handelt, sondern um anpassungsfähige Systeme", kommentiert Marcus Ellefsen aus der IT-Abteilung die Produktentscheidung. "Außerdem gibt es geeignete Dienstleister, die Support für alle drei Lösungen anbieten, was genauso wichtig für uns war."

Marcus Ellefsen schätzt an den Lösungen besonders die offene Architektur. Dadurch kann die IT-Abteilung Anpassungen und Erweiterungen selbst vornehmen und so flexibler auf sich verändernde Marktbedingungen reagieren. Auch auf der Kostenseite war Flexibilität wichtig: "Quelloffene Tools sind zwar nicht kostenlos, aber im Vergleich zu den großen Produktsuiten deutlich günstiger. Das und die besseren Customizing-Möglichkeiten lassen uns einen größeren Spielraum für individuelle Anpassungen", sagt Marcus Ellefsen. 

Zuerst die IT-Dokumentation, dann das Monitoring

Flemming Dental begann das Servicemanagementprojekt mit der Einführung einer Configuration Management Database (CMDB). Zum Einsatz kam dafür die Dokumentationssoftware i-doit. Nach der Erfassung aller Geräte und Services wurde openITCOCKPIT als Monitoring-System eingeführt. 

Das Nagios-basierte openITCOCKPIT überwacht das komplette Firmennetzwerk und stellt dadurch die Erreichbarkeit der IT-Produktionssysteme an den 38 Standorten sicher. Das Monitoring umfasst Server, WAN, Infrastrukturapplikationen und eine Reihe von branchen- und produktionsspezifischen Anwendungen. Dreh- und Angelpunkt ist ein Großbildschirm im Hauptsitz des Unternehmens: "openITCOCKPIT ist für uns der zentrale Einstiegspunkt in unsere IT geworden", sagt Marcus Ellefsen. "Wenn ein Dienst nicht erreichbar ist, sehen wir das sofort und können entsprechend handeln." An dem System schätzen die IT-Mitarbeiter besonders, dass neue Checks schnell in die Oberfläche eingebunden werden können, ohne dass umständliche Konfigurationen nötig sind. "Wir kommen sehr gut mit dem System zurecht, es ist intuitiv und leicht zu bedienen", meint Marcus Ellefsen.

Seine IT-Infrastruktur erfasst Flemming Dental in der IT-Dokumentationssoftware i-doit. Neben der Hardware gehören dazu Clientsysteme, Client-Server-Systeme, Access Points und Router. Auch die Verwaltung der Lizenzen wickelt Flemming Dental in i-doit ab, u.a. für Microsoft Office-Produkte und die Adobe Creative Suite, die in den Standorten für das Design der Implantate eingesetzt wird. Die Erfassung neuer Geräte oder Services läuft dabei automatisch ab, sodass der manuelle Pflegeaufwand bei der Erfassung von Items fast ganz weggefallen ist. Insgesamt hat Flemming Dental 800 Arbeitsplätze/Client-Systeme, 45 Hardware-Server, 150 virtuelle Server, 250 Datenbanken sowie andere Items in i-doit erfasst. 

Auch Mitarbeiter außerhalb der IT-Abteilung haben Zugriff auf das System. Dadurch sehen z. B. die Leiter der Zahnlabors auf einen Blick, welche Systeme bei ihnen im Einsatz sind und ob wichtige Aktualisierungen anstehen. Diese Transparenz wird im Unternehmen sehr geschätzt und trägt zur Qualität der Prozesse bei. 

Peter Lipp ist Sales Manager Österreich der it-novum GmbH.

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