Bild: CC0 - pixabay.com
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Studie zu künstlicher Intelligenz

KI: Beim Arzt hui, sonst pfui

Ein interessantes Ergebnis förderte eine Untersuchung des Softwareherstellers SAS zutage: Künstliche Intelligenz ist für Verbraucher im Gesundheitswesen OK, bei Banken und im Handel aber weniger.

Verbraucher stehen dem Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) im Gesundheitswesen positiv gegenüber. Das geht aus einer Studie hervor, die SAS mit 500 Umfrageteilnehmern durchgeführt hat. Dazu wurden den Befragten verschiedene, realistische KI-Szenarien aufgezeigt. Das Ergebnis: Ein großer Teil der Verbraucher hat kaum Bedenken beim Einsatz von KI im Gesundheitswesen. Die schlechte Nachricht: Anders sieht es im Bankensektor und im Handel aus. Nur 34 Prozent befürworten beispielsweise, dass sie finanzielle Beratung auf Basis von KI erhalten.

Laut der Umfrage wurden KI-Technologien, die Mediziner in der Patientenversorgung unterstützen, gut bewertet. 47 Prozent haben keine Bedenken, wenn KI im Operationssaal assistiert. Jedoch zeigen sich Altersunterschiede: Mehr als die Hälfte der über 40-Jährigen sind damit einverstanden, bei den unter 40-Jährigen sind es nur 40 Prozent. Die Bereitschaft, Daten aus Wearables zur Verfügung zu stellen, ist deutlich höher: Sechs von zehn Befragten (61 Prozent) haben keine Bedenken, wenn ihr Arzt Informationen zum Beispiel aus der Apple Watch oder aus Fitbit nutzt, um den Lebensstil des Patienten zu bewerten und daraus Empfehlungen abzuleiten.

Skeptische Bewertungen

Wenn es aber ums liebe Geld geht, schwindet das Vertrauen in KI deutlich. Kunden mögen es nicht, wenn eine Bank diese Technologie nutzt, um mit ihnen in Kontakt zu treten. Und das unbeliebteste Szenario ist, wenn die Bank mittels KI auf die Bonitätshistorie des Kunden zugreift, um ihm eine Empfehlung für eine Kreditkarte zu geben. Hingegen: KI, die eingesetzt wird, um Betrügereien auf die Spur zu kommen, ist akzeptiert (59 Prozent sind einverstanden).

Im Branchenvergleich schneidet der Handel in der Bewertung am schlechtesten ab: Nur 44 Prozent der Verbraucher geben an, dass sie damit einverstanden sind, ihren Standort für ein personalisiertes Einkaufserlebnis zu teilen. Zudem finden es nur 36 Prozent in Ordnung, über ihre Smartphones Zahlungsdetails in Geschäften ohne Kassen preiszugeben. Bei der Frage, ob Online-Händler Informationen zur Einkaufshistorie nutzen sollten, um neue Produktempfehlungen zu geben, ist die Verteilung annähernd gleichmäßig: 49 Prozent haben keine Bedenken, 51 Prozent dagegen schon.

Warum so zurückhaltend? Es scheint die fehlende menschliche Interaktion zu sein, die Verbraucher vermissen. Nur knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) hat kein Problem mit Unternehmen, die KI in Geschäftsbeziehungen einsetzen. Hinzu kommt, dass lediglich 44 Prozent der Befragten einem Freund oder Kollegen das Konzept von KI erklären könnten. Die Umfrage zeigt auch, dass den Teilnehmern Datenschutz sehr wichtig ist. Nur etwa ein Drittel (35 Prozent) ist zuversichtlich, dass ihre persönlichen Daten, die für KI genutzt werden, sicher aufgehoben sind. Dabei sind die Befragten unter 40 Jahren zuversichtlicher (42 Prozent) als ältere (31 Prozent).

"Verbraucher empfinden KI-Technologien positiver, wenn Vorteile dadurch entstehen", erklärt David Tareen, Marketing Manager für KI bei SAS. "Die Studie zeigt, dass KI auf geringere Vorbehalte stößt, wenn sie einen handfesten Nutzen hat – wie eben im Gesundheitssektor. Dabei darf man nicht vergessen: Oft ist es Unwissenheit, die dazu führt, dass Menschen die Technologie negativ bewerten oder sogar fürchten."

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