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Günther Flamm, VP Area Services bei Automic, und Mario Reismüller, Country Manager Österreich von CA Technologies
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Interview - Reismüller, CA Technologies & Flamm, Automic

CA und Automic sind zusammengewachsen

Wir haben uns mit Günther Flamm, VP Area Services, seit 1999 bei Automic, und Mario Reismüller, Country Manager Österreich von CA Technologies, zum Gespräch über das Zusammenwachsen der beiden Unternehmen getroffen.

von: Rudolf Felser

Im Januar 2017 wurde der rund 600. Mio. Euro schwere Deal von Automic und CA Technologies abgeschlossen (siehe dazu auch unser Exklusiv-Interview zur Übernahme "CA und Automic sind ein Traumpaar"). Seitdem ist der Automatisierungs-Spezialist mit starken österreichischen Wurzeln Teil der CA-Familie. Die beiden Unternehmen arbeiten Hand in Hand an der Integration ihrer Produkte.

Welche Rolle spielt die Automatisierung in der "Digitalen Transformation" von Unternehmen – und was haben sie davon?

Günther Flamm: Mit der digitalen Transformation steigt in der Regel die Komplexität der IT-Landschaft, da viele neue Anwendungen entwickelt werden. Darüber hinaus gibt es mit der Cloud wesentlich mehr Optionen für die Bereitstellung der Infrastruktur als früher. Viele Unternehmen beherrschen diese Komplexität mithilfe von Automatisierung, beispielsweise der automatisierten Bereitstellung der Infrastruktur, dem Test und der Inbetriebnahme von Updates oder Upgrades und der automatischen Abwicklung von Datentransfers. Durch die Automatisierung dieser Prozesse werden sie deutlich schneller, weil sie nahtlos ineinandergreifen können. Darüber hinaus steigt die Qualität, weil weniger Fehler passieren können. 

Mario Reismüller: Provokant gesagt: Automatisierung wird im Rahmen einer digitalen Transformation wahrscheinlich eine Art Überlebensversicherung sein, denn Technologie entwickelt sich mit immer größerer Geschwindigkeit weiter. Früher verstand man unter Automatisierung, dass Menschen von Maschinen ersetzt werden. Automatisierung im heutigen Sinn könnte von Menschen gar nicht bewältigt werden. Es geht nicht mehr darum, ob sich Unternehmen digital transformieren sollen, sondern um das Wie. Mit dem Konzept der "Modern Software Factory" zeigen wir, wie Unternehmen sich verändern können, indem sie agile, automatisierte Prozesse nutzen, und in einer sich beschleunigenden, digitalen Welt erfolgreich agieren können.

CA und Automic sprechen aktuell von "intelligenter Automatisierung". Was kann man sich darunter vorstellen? Was ist der Unterschied zur "normalen Automatisierung"?

Flamm: Mit unserer neuesten Version sind wir einen großen Schritt in Richtung intelligente Automatisierung gegangen, indem wir die Event-basierte Automatisierung ermöglichen. Sie erübrigt Skripte und ermöglicht die Automatisierung anhand von Daten beziehungsweise Ereignissen und Regeln. So richtig intelligent ist das unserer Meinung nach aber noch nicht. Intelligenz kommt ins Spiel, wenn die Automatisierungsplattform selbständig reagieren kann, beispielsweise um sicherzustellen, dass bis morgens um sechs Uhr alle Rechnungen geschrieben sind. Dazu könnte sie z.B. mehr Server für die Verarbeitung heranziehen oder der Datenübertragung mehr Bandbreite zuweisen. Wenn die Software lernfähig wäre, könnte sie die Ressourcen beim nächsten Durchlauf von vornherein anders verteilen, so dass der Zeitplan eingehalten wird, oder auch den Administrator benachrichtigen, damit der beispielsweise Cloud-Kapazitäten dazubucht. Derzeit arbeiten wir an der Realisierung solcher Systeme, sind zum Teil aber auf Fortschritte in anderen Disziplinen angewiesen, darunter Natural Language Processing oder eben künstliche Intelligenz. 

Reismüller: Intelligente Automatisierung trägt auch zum digitalen Vertrauen bei, das für Unternehmen unerlässlich ist: Man muss Personen und Maschinen überprüfen, Daten schützen und die Integrität und Leistung von Anwendungen sicherstellen. Durch die Nutzung von künstlicher Intelligenz und auf Machine Learning basierender intelligenter Automatisierung lässt sich auch das Problem des IT-Fachkräftemangels lindern.

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Mario Reismüller, Country Manager Österreich, CA Technologies & Günther Flamm, VP Area Services, Automic
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Automic gehört seit Anfang des Jahres zur CA-Technologies-Familie. Wie weit ist mittlerweile die Integration der beiden Unternehmen hinsichtlich der Roadmap und der Produkte fortgeschritten?

Flamm: Mit der Markteinführung der Plattform CA Automic V12.1 im Oktober 2017 sind wir bei der Integration stark vorangekommen. Durch diese Integration mit CA wird Automatisierung als Rückgrat der Modern Software Factory möglich.

Reismüller: Automatisierung ist – neben Agilität, Sicherheit und Insights aus gewonnenen Daten – einer der vier wesentlichen Faktoren in der digitalen Transformation. Die Kunden von CA und Automic profitieren bereits von unseren gemeinsamen Produkten.

Wie geht es mit Automic unter dem Dach von CA weiter? Ist geplant, die Marke weiterzuführen oder wird Automic künftig völlig in CA Technologies aufgehen?

Flamm: Wir sind jetzt ein Integrationsteam mit einer großartigen Familie von Produkten geworden – für alle Arten von Automatisierung. Der Name Automic lebt in den Produktnamen weiter.

Wie sieht es abseits der Produkte aus? Die Wiener Büros von CA Technologies und Automic sind ja nur ein paar hundert Meter voneinander entfernt. Werden sie auch physisch zusammenwachsen?

Flamm: Wir sind bereits physisch zusammengewachsen – die beiden Büros in Wien sind am 7. Dezember zusammengelegt worden. Es läuft nun alles unter einem Dach, was die Abstimmung und Zusammenarbeit natürlich enorm erleichtert.

Reismüller: Das Zusammenspiel läuft perfekt. Die Lösungen von Automic ergänzen unsere Lösungen exakt wie fehlende Puzzlesteine. Der Standort Wien wird durch die Zusammenlegung der CA- und Automic-Büros aufgewertet. Heimische Kunden profitieren für ihre Projekte so von unserem großen Pool an qualifizierten, deutschsprachigen Digitalisierungs-Experten.

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