SPAR ICS automatisiert mit Automic

100.000 Prozesse pro Tag automatisiert

Bild: SPAR
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Pro Tag müssen bei SPAR ICS 100.000 Prozesse auf den Hauptsystemen SAP Retail und SAP BW verarbeitet werden, hinzukommen mehrere tausend auf SAP FI/CO/HR sowie UNIX-, Linux- und Windows-Anwendungen und Datenbanken. Was fehlte, war die zentrale Steuerung.

SPAR betreibt mit SPAR ICS (Information & Communication Services) eine eigene IT-Gesellschaft. Das Unternehmen setzt auf strategische Applikationen und Infrastruktursysteme, die größtenteils im Haus entwickelt werden. ICS betreibt ihre Systeme für mehr als 70.000 Beschäftigte an 2.500 Standorten in acht Ländern. Das ICS-Headquarter befindet sich in Salzburg. Von dort aus werden konzernweit länderübergreifende Projekte durchgeführt. Mit 380 IT-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern, 250 davon in Österreich und davon wiederum rund 185 im ICS-Office in Salzburg, verfügt SPAR ICS über ein schlagkräftiges Team, das viel bewegt.

Viele Systeme, wenig Kontrolle

Die Größe und Komplexität der heterogenen IT-Landschaft stellen für SPAR ICS eine große Herausforderung dar. Pro Tag müssen 100.000 Prozesse auf den Hauptsystemen SAP Retail und SAP BW verarbeitet werden, hinzukommen mehrere tausend auf SAP FI/CO/HR sowie UNIX-, Linux- und Windows-Anwendungen und Datenbanken. Was fehlte, war die zentrale Steuerung, denn viele Prozesse setzen sich aus Schritten zusammen, die auf unterschiedlichen Systemen laufen und nicht aufeinander abgestimmt waren. Wartungsintervalle mussten manuell vorbereitet werden und es war nicht möglich, Verarbeitungsschritte oder Prozesse automatisch neu zu starten. Verzögerungen bei Abläufen und der zeitgerechten Erstellung von Berichten unter anderem für Absatzzahlen, Bestände, Aktionen und Umsatzplanungen wirkten sich negativ auf die vereinbarten Service Level aus. Der Zeitaufwand für IT-Mitarbeiter, Prozesse und Prozessschritte nach Fehlern neu zu starten und ihre Verarbeitung manuell zu überwachen, war beträchtlich.

"Allein für zwei SAP-BW-Systeme auf einer HANA-Infrastruktur wickeln wir täglich 2.400 Prozessketten mit circa 35.000 Einzelschritten ab", erklärt Hannes Leobacher, Leiter der SPAR ICS Österreich. "Die SAP-Prozesse waren zwar automatisiert, aber sobald andere Systeme ins Spiel kamen, wurde die Abwicklung und Überwachung äußerst komplex und aufwendig. Da automatisierte Prozesse in der Regel auch wesentlich sicherer sind, haben wir nach einer Lösung gesucht, die alle Plattformen abdeckt, entsprechend zukunftsfähig ist und dessen Anbieter guten Support bietet. An der Automic-Plattform hat mir besonders gut gefallen, dass es sich hierbei um eine Lösung handelt, die sich in den letzten Jahren am internationalen Markt sehr stark etabliert hat und zudem auch laufend weiterentwickelt wird. So ist aus unserer Sicht sichergestellt, dass diese Lösung auch unseren zukünftigen und stetig wachsenden Anforderungen gerecht wird."

Systemübergreifende Automatisierung und zentrale Steuerung

Mit der Implementierung der ONE Automation Platform und der Migration der vorhandenen Prozesse bekam SPAR ICS eine übergreifende Lösung zur zentralen Steuerung und Automatisierung über Systemgrenzen hinweg. Jetzt startet und überwacht die Software automatisch alle laufenden Prozesse. Darüber hinaus wurden Prozessschritte in unterschiedlichen Systemen aufeinander abgestimmt und ihr Ablauf automatisiert, so dass nachgelagerte Schritte erst starten, wenn der vorherige abgearbeitet ist. Im SAP Retail konnten täglich 3.500 Prozessstarts durch Datei-Events eingespart und das wöchentliche Transportfenster automatisiert werden.

Ferner wird die Verarbeitung von Prozessen jetzt automatisch lastabhängig gesteuert und kritische wiederkehrende Verarbeitungen überwacht und automatisch neu gestartet, falls ein Problem auftaucht. Auf diese Weise werden Bestellprozesse zuverlässiger und im vorgegebenen Zeitfenster durchgeführt, so dass die nachgelagerten Logistik-Prozesse auch bei Fehlern ohne Zeitverzögerung ablaufen können.

Speziell im Bereich SAP Business Warehouse hat sich die Automatisierung gelohnt. Sollten bei den Prozessen und Prozessketten Störungen auftreten, werden diese nun auch außerhalb der Betriebszeiten automatisch neu gestartet. Dadurch können die vereinbarten Service Level Agreements eingehalten und Berichte pünktlich zur Verfügung gestellt werden.

"Mit Hilfe von Automic können wir jetzt die Prozessketten zentral steuern und sind dadurch in der Lage den manuellen Aufwand und somit die laufenden Betreuungskosten deutlich zu verringern", erläutert Dr. Thomas Thalhammer, verantwortlicher Enterprise Architekt. "Das ist ein deutlicher Qualitätsgewinn für uns und erhöht die Ausfallsicherheit enorm. Darüber hinaus erkennen wir immer mehr neue Möglichkeiten, wie wir mit Hilfe der Automic-Software Prozesse automatisieren können, so dass wir den Nutzen der Lösung in den kommenden Jahren wahrscheinlich noch wesentlich ausbauen können."

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