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Siemens PLM Software

Digitale Produktentwicklung: Schnelleres Design

Siemens beschleunigt Paradigmenwechsel für die CAD-Konstruktion und integriert die Synchronous-Technologie in neue Produktversionen.

Mit Synchronous führt Siemens PLM Software, ein Geschäftsbereich von Siemens Industrie Automation, eine neue Technologie ein, die eine historienunabhängige und featurebasierte Modellierung ermöglicht. Das Resultat soll eine bis zu 100fach schnellere CAD-Modellierung erlauben. Die Synchronouos-Technologie kombiniert die Vorteile von Parametrik (Constraint Driven) mit Direct Modeling.

"Das digitale Modell ist der Dreh- und Angelpunkt unserer Vision, Produkt- und Produktionslebenszyklen zu vereinen. Deshalb engagieren wir uns darin, diesen Durchbruch in der CAD-Technologie zu beschleunigen. Das digitale Modell beeinflusst jede Phase eines PLM-Prozesses und ist ein Schlüsselsegment, um Informationen schneller zur Verfügung stellen zu können. Die neue Technologie wird die Art und Weise verändern, wie Fertigungsunternehmen ihre Produkte entwickeln und ermöglicht es ihnen zudem, Innovationen zu beschleunigen - und so ihre Geschäftsergebnisse sofort positiv zu beeinflussen", erklärt Anton Huber, CEO der Siemens-Sparte Industry Automation.

Historienunabhängiges, featurebasiertes Modeling

Bei der Synchronous-Technologie handelt es sich um eine neue Lösung für die Modellierung, die geometrische Eigenschaften und Konstruktionsregeln durch einen völlig neuen Interferenz-Lösungs-Algorithmus synchronisiert. Sie beschleunigt Innovationen in vier Schlüsselbereichen:

  • Schnelle Ideensammlung: Konstrukteure haben mehr Zeit für Innovationen, weil die Technologie dieselbe Effizienz wie parametrische Modeling-Verfahren bietet, aber ohne die rechenintensiven Operationen zur Lösung vordefinierter Abhängigkeiten. Die Technologie definiert optional festgelegte Maße, Parameter und Konstruktionsregeln während der Erstellung oder Änderung, vermeidet aber den Aufwand bisheriger Methoden.
  • Schnelle Konstruktionsänderungen: Die Technologie ermöglicht automatisierte Umsetzungen geplanter oder nicht vorhergesehener Konstruktionsänderungen innerhalb von Sekunden - im Vergleich zu Stunden mit bisher gebräuchlichen Methoden. Dies ist möglich mit Hilfe einfacher Änderungsfunktionen, unabhängig von der Quelle des Modells und mit oder ohne Verfügbarkeit eines Historienbaums.
  • Verbesserte Multi-CAD-Nutzung: Die direkte Verwendung von CAD-Daten aus beliebigen Quellen ohne Nach- oder Neumodellierung wird ermöglicht. Anwender agieren so mit einem schnellen, flexiblen System auch in einer Multi-CAD-Umgebung effizient. Das System ermöglicht die Modifikation anderer CAD-Daten sogar schneller, als dies im originalen System möglich wäre - unabhängig von der Konstruktionsmethode. Eine Technik mit der Bezeichnung "Suggestive Selection" beeinflusst die Funktion verschiedener Konstruktionselemente, ohne sich um Features oder Restriktionen von Definitionen kümmern zu müssen. Dies erhöht die Wiederverwendbarkeit und verbessert die Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern.
  • Vereinfachte Bedienung
    : Das Interaktionsparadigma verbindet die bislang unabhängig voneinander operierenden 2D- und 3D-Umgebungen. Dabei wird die Stärke eines ausgereiften 3D-Modellierers mit der Einfachheit von 2D verbunden. Die neue Inferenz-Technologie verhindert automatisch die üblichen Einschränkungen und bietet dem Anwender - basierend auf der Cursor-Position - die dafür jeweils logischen Eingabebefehle an. Dies vereinfacht das Erlernen der CAD-Systeme - auch für Gelegenheitsanwender und erleichtert den Einsatz beispielsweise auch direkt in der Fertigung.

"Obwohl es in den vergangenen Jahren bedeutende Fortschritte auf dem Gebiet der 3D-Konstruktions-Technologie gab, waren Konstrukteure nicht in der Lage, vorhandene Features ohne eine auf dem Historienbaum basierende Neuberechnung zu nutzen", sagt Chuck Grindstaff, Executive Vice President of Products bei Siemens PLM Software. " Beim traditionellen parametrischen Modellieren werden Regeln seriell zur Geometrie angewandt. So lassen sich geplante Änderungen automatisieren - bei unvorhergesehenen Konstruktionsänderungen funktioniert dies jedoch nicht. Historienunabhängiges Modellieren konzentriert sich auf Geometrie auf eine unabhängige Art und Weise - allerdings auf Kosten von Intelligenz und Intention. Beim direkten Editieren dagegen ist kein Verständnis einer komplexen Versionshistorie nötig, allerdings werden auch keine Features adressiert. Unsere neue Synchronous Technologie enthält das Beste aus parametrischen und nicht parametrischen Methoden, wodurch Änderungen sehr effizient umgesetzt werden können."

Verfügbarkeit

Die Technologie wurde gemeinsam vom NX-Team von Siemens PLM Software und den Solid Edge-Organisationen entwickelt. Siemens PLM Software wird die Synchronous-Technologie in den nächsten Versionen von Solid Edge und NX als proprietäre Applikations-Layer implementieren. Diese basieren auf D-Cubed und Parasolid-Software. Die Produkte werden erstmals am 21. Mai auf der jährlichen Siemens PLM Software Analyst und Mediakonferenz in Boston vorgestellt.

www.siemens.com/plm/breakthrough

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Mag. Dominik Troger

Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. ..mehr..

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