"Das Erfolgsgeheimnis im Business lautet: Etwas zu wissen, was sonst niemand weiß", zitierte Hermann Wimmer, Präsident für die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) von Teradata, zu Beginn der Konferenz Aristoteles Onassis. Kein Zweifel, das trifft auf Teradata zu, wenn es um das Thema Data Warehouse geht. Zielgruppe sind dabei allein große Unternehmen: Hier hat Teradata derzeit rund 850 Kunden und 2.000 Installationen weltweit. Telekommunikations-Anbieter, Luftlinien, Transport- und Logisitik-Unternehmen, Global Retailers genauso wie führende Banken haben ein Teradata Data Warehouse (DWH) laufen.
Knapp 6.000 Mitarbeiter arbeiten weltweit für Teradata, die Österreich-Niederlassung befindet sich in Wien und beschäftigt derzeit 45 Mitarbeiter. Zum Vergleich: in der Schweiz sind 50, in Deutschland 200 Angestellte für Teradata im Einsatz. Laut Gartner Group ist Teradata seit 1999 weltweiter Marktführer auf dem Gebiet Data-Warehousing. "2007 war für uns ein großartiges Jahr" freute sich Wimmer. Der Umsatz kletterte auf 1,7 Mio. Dollar, das bedeutet ein Plus von 10% gegenüber 2006, ein Viertel davon entfällt auf die Region EMEA. Das Betriebsergebnis 2007 kletterte auf 337 Mio. Dollar. Da ist es auch kein Problem, Mitarbeiter, Kunden und Partner zu einer noblen Vier-Tages-Konferenz nach Lissabon einzuladen.
Wimmer nannte vier Kriterien, die die Grundlage für den Erfolg von Teradata bilden: 1. die Technologie, 2. die Mitarbeiter, 3. die gute Kundenbasis und 4. die Partner. Besonders stolz ist man auf die neuen Partnerschaften zu SAS und Microsoft. Auf der Konferenz in Lissabon waren auch zahlreiche Partner mit ihren eigenen Info-Ständen vertreten, u.a. IBM, Cognos, LSI oder Kxen.
Verschärfter Wettbewerb
"Business Intelligence steht an erster Stelle bei den Top-Fünf-IT-Priorities der großen Unternehmen", zitierte Mike Köhler, CEO von Teradata, eine Gartner-Group-Studie. "Führende Unternehmen haben aufgrund guter Daten-Analyse-Instrumente die Nase vorn", unterstrich Köhler weiter die Bedeutung eines Data-Warehouses in Kombination mit guten Analyse-Instrumenten. "Das Analysesystem ist die Basis für Business-Entscheidungen", predigte Köhler. Wer nicht alle seine Daten kennt oder keinen Überblick hat, riskiere höhere Kosten und "poor decisions", In Zukunft gehe es darum, das Business-Intelligence-System auszuweiten und es auch extern z. B. Partnern zur Verfügung zu stellen, betonte Köhler.Die Konferenz in Lissabon nahm Teradata auch als gelungenen Anlass wahr, um seine neue Plattform-Familie für Analyse zu präsentieren. Präsentiert wurden drei Typen: Das Einsteigermodell Teradata 550 für einzelne Abteilungsanwendungen mit einer Größe von bis zu sechs Terabyte (Kosten: 55.000 Euro pro Terabyte Daten). Teradata 2500, die nächste Leistungsstufe, kostet pro Terabyte 100.000 Euro und richtet sich an DWH-Einsteiger. Der neue Star ist das Highend-Modell Teradata 5550 und verspricht höchste Skalierbarkeit bei unterschiedlichen Arbeitslasten in komplexen Umgebungen: Batch-Jobs und interaktive Abfragen, einfache Berichte und aufwendige Analysen für Tausende von Benutzern. Insbesondere können damit Echtzeitanwendungen gefahren werden, die dispositive und operative Systeme zusammenführen. Der Hersteller spricht hier seit einigen Jahren von Active Data Warehousing. Die Preise für dieses Modell beginnen bei 170.000 Euro für jedes Terabyte Daten. Alle drei basieren auf der Datenbank Teradata 12, die eine Parallelverarbeitung der Datenbankabfragen erlaubt. Teradata reagiert damit auf die kostengünstigen DWH-Lösungen von Netezza und HP, die in jüngster Zeit den Markt gewaltig "umgerührt" hatten.
Neuer Kunden-Fokus
"Der neue Fokus liegt mehr und mehr, am Front-End zu arbeiten, das betrifft z. B. CRM-Prozesse, Marketing oder Vertrieb", betonte Hermann Wimmer. Größter weltweiter Kunde ist die Metro-Group, die "ihre Zusammenarbeit mit uns jetzt ausgeweitet hat", wie Wimmer auf der Pressekonferenz in Lissabon verkündete. Metro hat seit mehr als einem Jahrzehnt eine Teradata Plattform laufen, heute wird sie für analytische Business Intelligence genutzt. Alle Daten aus den Tochtergesellschaften aus 30 Ländern weltweit sind in dieses gewaltige DWH integriert.
Ein weiterer wichtiger Kunde hat sich 2007 für Teradata entschieden. Nachdem 52 andere Kunden angerufen und befragt worden waren, hatte Handy-Riese Nokia seine Entscheidung gefällt. Das neue DWH ist laut Nokia CEO John Clarke soeben im April in Echt-Betrieb gegangen. Auch die Daimler AG hat nach langjähriger Treue zu IBM jetzt Teradata den Zuschlag erteilt und ein Projekt namens "AQUA" (Advanced Quality Analysis) gestartet. "Wir hatten viele verschiedene Systeme für Daten-Analyse im Einsatz, die Idee war es daher, alle Daten in ein konsistentes System zu transferieren", berichtete Marcus Schwill von der Daimler AG. Derzeit befindet man sich bei Daimler allerdings noch in der Testphase. Zur Realisierung und für den weiteren Ausbau wurde ein Business Intelligence Center gegründet.





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