Vor einigen Jahren sorgte der nach oben schnellende Speicherbedarf noch für Erstaunen, inzwischen rechnet gar niemand mehr mit einem Abflachen der Kurve. Laut Marktforscher IDC soll der Speicherbedarf nämlich auch weiterhin um jährlich 60% zunehmen. Dabei - so hat MONITOR-Autorin Alexandra Riegler beobachtet - verlagern sich aber bereits Teile der Speicherlandschaft in die Internet-Wolke, Rechenzentren entdecken "Solid State Disks" und hinterfragen Multi-Vendor-Strategien. Die nahe Zukunft hält also eine Reihe von Veränderungen bereit. Geht es nach den Analysten von IDC soll es im Laufe des heurigen Jahres zu "signifikanten Verlagerungen" kommen, wie Daten gespeichert, gemanagt und gesichert werden. Für die viel geprüften Speichermanager stehen entscheidende Übergangspunkte an: Zum richtigen Zeitpunkt dabei sein ist alles. Lesen Sie mehr über die "Wege aus der Komplexitätsfalle" ab S. 8.
Shared Services in der öffentlichen Verwaltung
Auch die öffentliche Hand versucht angesichts von wachsendem Kostendruck durch einen höheren Grad an Standardisierung und verstärktem Einsatz von Querschnittssystemen (mit Standard-Software) die Entwicklung von zentral koordinierten Dienstleistungsprozessen voranzutreiben. MONITOR-Autor Carl-Markus Piswanger sprach darüber mit DI Roland Jabkowski, Geschäftsführer des BRZ (Bundesrechenzentrum). Der Begriff "Shared Services" ist die Antwort auf Phänomene der Globalisierung: Die konkrete Standortfrage tritt durch die Datennetze in den Hintergrund, eine Zentralisierung wird einfacher. Negative Erfahrungen aus dem klassischen Outsourcing und auch Gründe der Datensicherheit (und -hoheit) ergaben das logische Mischsystem "Shared Services", bei dem gleichartige Leistungen in einem eigenen Servicecenter zusammengefasst werden. Lesen Sie mehr darüber in unserem Branchen-Monitor "Öffentlicher Sektor" ab S. 34.
Webshops lernen ihre Kunden kennen
Bisher waren Internetläden oft wie eine verstaubte Schaufensterauslage. Doch die stetig wachsende Anzahl der Menschen, die online einkaufen geht, lässt viele verstärkt auf die elektronische Filiale setzen. MONITOR-Autor Klaus Lackner hat bei seinen Recherchen (ab S. 40) jedoch herausgefunden, dass damit heute nur wenige Unternehmen wirklich erfolgreich sind. Diese setzen dann aber voll auf den Internetverkauf und erleben so einen plötzlichen Boom. "Die Qualität des Kundenkontaktes zählt mehr als die reine Anzahl der Webseitenbesucher" stellt etwa Corinna Höll, Vorstand des Branchenverbandes für Onlinewerbung, IAB Austria, fest. Intelligente Software verhilft Onlineshops, sich in Nutzer "hineinzuversetzen" und deren Handeln zu verstehen.
DRM ist tot, es lebe ERM
Zahlreiche europäische Projekte haben sich seit Jahren dem "vertrauenswürdigen Computing" (Trusted Computing) verschrieben. Nach dem Rückzug der Unterhaltungsindustrie aus dem Digitalen Rechtemanagement (DRM) suchen sie jetzt nach neuen Zielgruppen und Anwendungsszenarien. MONITOR-Autor Lothar Lochmaier meint aber, dass eine wirklich bahnbrechende Applikation für eine sichere IT-Welt derzeit weder bei Produkten für Endkonsumenten in Sicht ist, noch bei der um zusätzliche Elemente verstärkten Sicherheitsarchitektur in den Unternehmen. Letzterer Bereich rückt jedoch in den Fokus. Das Zauberwort lautet Enterprise Rights Management (ERM) bis hin zur Absicherung von mobilen Endgeräten und Applikationen. Eines der bekannteren Projekte im Bereich des Trusted Computings fußt auf einer Initiative der European Multilaterally Secure Computing Base (EMSCB). Sowohl Forscher aus dem universitären Bereich als auch Unternehmen aus der IT-Industrie sind beteiligt. EMSCB setzt beim Trusted Computing auf offene Standards. Wirft man einen Blick in das Projekt, so werden aber auch die Schwierigkeiten in der Umsetzung deutlich. Lesen Sie den ganzen Text in unserer Rubrik "Netz & Telekom" ab S. 34.
25 Jahre MONITOR: Mythen der Vergangenheit
Im Rahmen unserer Jubiläumsserie geht MONITOR-Autorin Dunja Koelwel diesmal im "Moniskop" (ab S. 49) verschiedenen Mythen der Vergangenheit auf den Grund. So galten etwa das papierlose Büro, die klassenlose Gesellschaft durch das Internet und der Triumph des digitalen Handels um die Jahrtausendwende als klare Zukunftsprognosen. Ganz so ist es jedoch nicht gekommen. "Das zeitraubende Hin- und Hergeschiebe von Papier wird im Büro der Zukunft durch Informationsverarbeitung mit Computer ersetzt", prognostizierte in den 70er-Jahren das renommierte US-amerikanische Palo Alto Research Center. Doch seit Jahren lugt das papierlose Büro auch weiterhin nur als ewiges Versprechen um die Ecke, denn die Realität sieht anders aus: Die höhere Anzahl elektronischer Geräte führte zu einem deutlichen Anstieg des Papierverbrauchs.
Ein Tipp zu unserem 25-Jahre-Jubiläum: Bestellen Sie gleich heute auf www.monitor.co.at unseren Newsletter und gewinnen Sie einen der wertvollen Preise, von denen wir Ihnen auf S. 51 einige vorstellen.
Eine anregende Lektüre und viel Glück bei unserem Gewinnspiel wünscht Ihnen Ihr
Rüdiger Maier




1/2012
8/2011
7/2011


Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 