Newsfeed abonnieren

Forschung

Extrem schneller, kompakter und energiesparender Speicher

Erneut hat sich das Almaden Research Center von IBM in San Jose mit einer spektakulären Idee zur Speicherung von großen Datenmengen hervorgetan. Hatte man vor einem halben Jahr den kleinsten möglichen Speicher in Form eines Atoms vorgestellt, kommt nun ein neuer Vorschlag von IBM-Fellow Dr. Stuart Parkin und seinen Mitarbeitern: In dem Konzept werden Daten in Form winziger gegensätzlich magnetisierter Domänen in einem Nanodraht gespeichert.

(Bild: IBM)

Dazu befindet sich in der Mitte des Drahts eine zentrale Lese- und Schreibeinheit, zu der die magnetischen Domänen hin und her geschoben werden. Das geht mit extrem hoher Geschwindigkeit von einigen zehn Nanosekunden wie auf einer Rennstrecke, so dass die Forscher auch von einem „Racetrack“ reden. Jeder einzelne Racetrack ist nur wenige Nanometer groß und kann zwischen 10 und 100 Bit speichern.

Packt man nun eine riesige Zahl solcher Nanodrähte zusammen, kommt man auf Speicherdichten, die etwa 100-mal größer sind als vergleichbare Flash-Speicher. Der Stromverbrauch ist minimal: Würde man einen heutigen MP3-Player damit aufbauen, käme man auf 3.500 gespeicherte Musiktitel und mehrere Wochen Betriebszeit mit nur einer Batterie.

Wie es funktioniert

(Bild: IBM)

Die metallischen Nanodrähte des Speichermediums sind horizontal und vertikal auf einer Siliziumfläche angeordnet („Racetrack Storage Array“). Im Bild links sind zwei dieser vertikalen Rennstrecken vergrößert zu sehen, darin winzige wechselnd magnetisierte Domänen. An den Grenzflächen dieser Domänen bilden sich Domänenwände, die durch Stromimpulse binnen Nanosekunden verschoben werden können. Dabei passieren sie die zentrale Schreib- und Lesestation in der Mitte des Nanodrahtes. Die Leseeinheit besteht aus einer Magnetic Tunnel Junction, die mit dem Nanodraht verbunden ist. Durch Messen des Tunnelmagnetwiderstands erfasst man die Magnetisierungsrichtung der Domänen und liest so die Bits aus.

Gespeichert wird durch magnetische Streufelder: Diese entstehen durch das Verschieben einer Domänenwand in einem zweiten Nanodraht, der rechtwinklig zur Rennstrecke liegt („Horizontal Racetrack“). Die Nutzung der dritten Dimension führt zu der erwähnten Steigerung der Speicherdichte. Im Experiment verwendeten die IBM-Forscher eine Nickel-Eisen-Legierung für die Nanodrähte. Nach Meinung von Parkin könnte sich dies Verfahren in zehn Jahren als der schon lange gesuchte universelle Informationsspeicher herausschälen.

www.almaden.ibm.com

weitersagen: drucken
Speicherlösungen

maximize
Forschung
maximize
Print-Archiv
Folgen Sie uns
Termine

14. Februar

AIRO Tower, 1010 Wien

Vmware KMU-Roadshow 2012

16. Februar

All seasons Hotel, 4020 Linz

Vmware KMU-Roadshow 2012

21. Februar

Hotel Salzburg West, 5073 Salzburg-Wals

Vmware KMU-Roadshow 2012

22. Februar

Hotel Grauer Bär, 6020 Innsbruck

Vmware KMU-Roadshow 2012

28. Februar

Hotel Mercure Graz Messe, 8010 Graz

Vmware KMU-Roadshow 2012

1. März

Wirtschaftskammer Österreich

E-Day 2012

6. März - 10. März

Hannover

CeBIT 2012

Leser empfehlen
MONITOR-Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter!

E-Mail:
Die von Ihnen angegebene E-Mail Adresse wird von MONITOR Online weder an Dritte weitergegeben noch zu anderen Zwecken verwendet.
MONITOR-Autoren
Dr. Christine Wahlmüller

Dr. Christine Wahlmüller-Schiller ist freie Autorin und Kommunikationsberaterin, spezialisiert auf die IT- und Telekom-Branche. ..mehr..

Die neuesten Artikel:

© Copyright 1983-2012 by MONITOR / Bohmann Druck und Verlag Gesellschaft m.b.H. & Co. KG (www.bohmann.at)

Add to Google  | Abo | Themenvorschau | Mediadaten | Inserate buchen | Kontakt | Impressum