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Thema: Infrastruktur

Glasfasernetze

Tyco rüstet Provider für Fibre to the Home

Glasfaser bis zum Schreibtisch ermöglicht ungeahnte Bandbreiten und damit Platz für neue Dienstleistungen für den Endanwender, für Unternehmen und für Provider. Die Basis dafür ist die kostengünstige Installation der "Glaskabel".

Klaus Lackner

Was in Südkorea normal ist, klingt für unsere Breiten noch nach Zukunftsmusik. Fibre to the Home (FTTH), also Internet per Glasfaser vom Provider bis zum heimischen Schreibtisch, ist zwar zum Beispiel in Wien schon ziemlich flächendeckend verlegt, die Anwender warten aber noch geduldig auf die Inbetriebnahme. Im ländlichen Bereich bleibt FTTH für die nächsten Jahre sowieso noch Utopie.

Bandbreiten von bis zu zehn Megabit pro Sekunde (Mbit/s) für den Up- und Download ermöglichen Provider komplett neue Dienstleistungen. So können Server oder PC in Unternehmen selbst bei datenintensiven Applikationen einfach über die Internet-Leitung betrieben, gesichert oder gar nur noch beim Provider vorgehalten werden. Für den Konsumenten werden Anwendungen wie Video on Demand oder laufende Patientenüberwachung zur Normalität werden.

Glasfasernetze sind jedoch empfindlicher und müssen vor allem noch die so genannte "letzte Meile" von der Straße bis in die Wohnungen überwinden. Das ist aufwändig und teuer, da meistens gegraben und gestemmt werden muss. Um solche Installationskosten zumindest auf der "Kabelseite" zu senken, hat Tyco Electronics basierend auf deren Schnellanschlusstechniken, Produktlinien entwickelt, die alle mit einem einzigen Werkzeugsatz konfektionierbar sind.

Zum mechanisch, lösbaren Verbinden zweier Fasern werden so genannte Spleiße verwendet - und das seit mehr als 15 Jahren. Die Vorbereitung der Fasern ist dabei die gleiche wie bei einem thermischen Fusionsspleiß. Das ist mehr oder weniger vergleichbar mit dem Löten zweier Drähte. Bei Tyco Electronics kommt die V-Nut-Klemmmechanik zum Einsatz. Dabei wird mit Hilfe zweier Schlüssel der Spleiß geöffnet, sodass beide Fasern eingeführt werden können. Ist der physikalische Kontakt hergestellt, werden die Schlüssel entfernt und die Faserenden sind sicher verbunden. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei dieser Methode nur Standardwerkzeuge nötig sind. Die Kosten pro Verbindung belaufen sich etwa auf ein Zehntel eines Fusionsspleißes.

Somit können Provider sowie deren Installationspartner die prinzipiell hohen Kosten der Verlegearbeit zumindest auf ein Minimum drücken. Die Aussage, dass die Installation von Lichtwellenleiter sehr teuer ist, kann durch die entwickelten Techniken zum Teil relativiert werden.

www.tycoelectronics.com

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MONITOR-Autoren
Mag. Carl-Markus Piswanger

Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. ..mehr..

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