Die Geschäftsführung sollte für den Schutz aller in einem Unternehmen gespeicherten Informationen verantwortlich sein - von den Kunden- bis zu den persönlichen Daten der Mitarbeiter. Dieser Meinung sind 95% der 107 Sicherheitsexperten aus aller Welt, mit denen Websense auf dem e-Crime Congress 2008 in London sprach. Im vergangenen Jahr wollten bei der gleichen Umfrage lediglich 74% der Befragten der Unternehmensspitze die Verantwortung für einen umfassenden Datenschutz aufbürden.
Dieser starke Anstieg ist nicht zuletzt auf eine Reihe spektakulärer, sicherheitsrelevanter Vorkommnisse in den letzten Monaten zurückzuführen. Eine Verankerung dieser Themen in der Chefetage und die explizite Verantwortung der Unternehmenslenker ist deshalb eine durchaus adäquate Forderung der Sicherheitsexperten. 26% von ihnen gehen sogar soweit, dass sie eine juristische Haftbarkeit der Geschäftsleitung verlangen - bis hin zu Gefängnisstrafen.
Indes bemängeln die Sicherheitsexperten die bislang lediglich reaktiven Maßnahmen in den meisten Unternehmen. 76% der Befragten werfen den Unternehmensleitungen vor, viel zu lax mit der Datensicherheit umzugehen. Nach Ansicht der Befragten räumen sie der IT-Security fälschlicherweise keine Priorität ein; dieser Meinung sind 45%. Ebenfalls 45% glauben, dass Kostengründe das Management davon abhalten, aktiv zu werden. 22% sind der Ansicht, es werde erst etwas getan, wenn Unternehmen dazu gesetzlich verpflichtet werden. 21% glauben, dass den Verantwortlichen die technischen und organisatorischen Maßnahmen zu kompliziert seien.



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Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 