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Studie

IT-Security und Informationssicherheit in Österreich

Das Austrian Security Forum (ASF) , eine Vereinigung führenden IT-Sicherheitsdienstleister in Österreich präsentierte heute eine vom Beratungsunternehmen TechConsult durchgeführte Studie zum Thema IT-Security und Informationssicherheit .

Die Kernaussagen der Studie zeigen, dass Datenschutz und die Datensicherheit in Österreich zu einem der wichtigsten Aufgabengebiete der internen IT-Abteilungen gehören. Wenn kein dediziertes Security-Team im Unternehmen besteht, ist die IT-Abteilung mit den Security-Aufgaben betraut. Jährlich bringt diese etwa 30% ihrer Arbeitszeit (bei einer Referenz von 200 Manntagen im Jahr) für Aufgaben der IT-Sicherheit auf. Doch verstärkt ist es immer mehr die Geschäftsführung die als Initiator für neue Security-Projekte gilt.

Waren es etwa in einer älteren Untersuchung der TechConsult (2004) gerade ein Drittel der Betriebe, die bereist schriftlich fixierte Richtlinien für die IT-Sicherheit formuliert und eingeführt hatten, haben österreichische Unternehmen heute bereits zu fast drei Vierteln IT-Security-Richtlinien schriftlich fixiert und 16% planen die Einführung in naher Zukunft.

Der Einsatzgrad dedizierter mobiler IT-Sicherheitsrichtlinien liegt aber weit niedriger als der der allgemeinen IT-Security Policies – in der Gesamtbetrachtung sind es 49% gegenüber 72%. Dennoch ist Österreich hier eine Vorbildrolle zuzusprechen, da das Thema Mobile Security im europäischen Vergleich schon expliziter adressiert wird.

Noch immer wird Malicious Code wie Viren, Trojaner, Würmer etc. als die größte Bedrohung für Anwender angesehen. Wichtige neue Sicherheitsfragen ergeben sich speziell für die Mittelständler ab 500 Mitarbeiter durch die Nutzung mobiler Endgeräte. Die häufigste wirklich eingetretene Schadensart ist jedoch der Verlust von Daten. Fast die Hälfte der Befragten hat diesbezüglich Erfahrungen machen müssen. Neben dem Datenschutz bleibt somit die Datensicherheit, also die Verfügbarkeit bzw. die Wiederherstellung von Daten oberste Priorität.

Die drei wichtigsten Themen der Zukunft sind laut Studie:

  • Mobile Security – ein zunehmender Teil des Datenverlustes steht im Zusammenhang mit dem Verlust mobiler Endgeräte –,
  • E-Mail-Security zur Absicherung gegen Schadcode und Phishing sowie
  • Identity Management, um einen zielgerichteten und bewussten Umgang mit Identitäten innerhalb des Unternehmens sowie angebundener Einheiten und mit Zugriffsrechten zu realisieren.

Die Spanne des Anteils am IT-Budget, der für IT-Security ausgegeben wird, erstreckt sich von unter 1% bis über 15%. Der Mittelwert liegt bei 12%. Die Ausgabe umfassen sowohl Ausgaben für Datenschutz wie für Datensicherheit. 60% der Unternehmen wendet über 10% des IT-Budgets für IT-Security auf. 31% sogar über 15%. Insgesamt werden Österreichische Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern in 2008 ca. 475 Mio. € für IT-Security ausgeben. Da die Unternehmen mit den größer wachsenden absoluten Budgets den Markt überproportional beeinflussen, lässt sich ein Wachstum von 16% errechnen, so dass 2009 ein Marktvolumen von 551 Mio. € zu erwarten ist.

Das Austrian Security Forum wurde im Februar 2002 durch eine gemeinsame Initiative der Firma Beko und Computer Associates gegründet. Ziele sind die Zusammenarbeit bei der Definition von Standards, Regeln und Normen, die Sammlung und Weitergabe von Wissen, ein gemeinsames Auftreten gegenüber dem Kundenmarkt und Organisationen sowie die bereichsübergreifende Bearbeitung von Projekten.

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MONITOR-Autoren
Mag. Dominik Troger

Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. ..mehr..

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