Die kleinen Anbieter

„Im vergangenen Jahr sind die Preise vor allem im Datenbereich stark gefallen - und das bei gleichzeitig steigenden Bandbreiten.“ - Hannes Ametsreiter, Marketing-Vorstand mobilkom
Marginal ist bislang die Rolle von "Drei" am Business-Markt, der Schwerpunkt liegt eindeutig im KMU-Bereich. "Mobiles Breitband spielt dabei eine zentrale Rolle", betont 3-CEO Berthold Thoma. Daher wird massiv auf Datenprodukte gesetzt. Drei hat jetzt neuerdings ein "Datenpool" auf den Markt gebracht. Damit kann eine gewisse Anzahl von Mitarbeitern mit unterschiedlichem Nutzungsverhalten mit Datenvolumen versorgt werden. Das Start-Pool mit 3 GB kostet monatlich 19 Euro. Auch beim Geräteportfolio kommt es (wie übrigens auch bei den anderen Anbietern) ständig zu Neuzugängen, "die Handys wie z.B. der Nokia E90 Communicator entwickeln sich mehr und mehr in Richtung Laptop-Ersatz", stellt Thoma fest. "Applikationen am Handy wie VoIP mit Skype, Google Maps oder die Autonavigation werden massenmarktfähig. Das Handy wird sozusagen zum "Schweizer Messer" für Geschäftskunden", sieht Thoma den Höhenflug der Mobiltelefone ungebrochen.
Ziele und Strategien 2008

„Unser Ziel ist es verstärkt Kunden für mobiles Breitband zu begeistern.“ - Berthold Thoma, CEO 3
Auch die Investitionen in die Optimierung der Netze gehen munter weiter. Als Innovationstreiber in punkto mobile Internet erweist sich vor allem 3, während die mobilkom auch auf die Entwicklung von NFC (Near Field Communication) setzt. Durch die neue, drahtlose Technologie kann das Handy sehr einfach als Zutrittskarte oder Geldbörse genutzt werden. Leider mangelt es noch an Endgeräten. Das Nokia 6131 ist derzeit das einzige am Markt erhältliche NFC-taugliche Handy. Ob die Kunden NFC annehmen werden, hängt letztlich davon ab, ob die dafür benötigten Endgeräte auch verfügbar sind.
"2008 steht unter dem Motto "Neue Chancen für den Mittelstand", hat T-Mobile-Marketing-Vorstand Hendrik Kasteel schon seine Claims abgesteckt. "Nach einer aktuellen Studie setzen künftig 52% aller KMUs auf HSDPA - das Business wird mobil", zeigt Kasteel auf, wo die Zukunft liegt. "Unser Ziel ist es verstärkt Kunden für mobiles Breitband zu begeistern und den Anteil am Umsatz durch Geschäftskunden um 60% zu erhöhen", sagt 3-CEO Berthold Thoma.
Eine andere Strategie bleibt den vier Mobilfunk-Anbietern eigentlich gar nicht. Denn das klassische Mobil-Telefonieren verliert zugunsten von Datendiensten immer mehr an Bedeutung, heißt es in der deutschen Untersuchung Telco Trend vom Juli 2007. Außerdem ist der durchschnittliche heimische Monatsumsatz pro Kunde (ARPU) im Jahr 2007 weiter drastisch zurückgegangen (laut One von 31 auf 28 Euro) und hat bei allen Anbietern für Umsatzrückgänge gesorgt.




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8/2011
7/2011


Christian Henner-Fehr schreibt als freier Autor für den MONITOR und arbeitet als Trainer und Berater in den Bereichen Projektmanagement und Kommunikation. Sein Interesse gilt dem Web 2.0 und den Einsatzmöglichkeiten von Social Media in Organisationen und Unternehmen. 