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Strategien

Kolumne: Green-IT

Die Macht des "grünen" Kunden

Der grüne Hype beeinflusst Kaufentscheidungen, belegt eine IDC-Umfrage. Das ist erfreulich, denn grüne Nachfrage erzeugt grünes Angebot.

Green IT ist zum omnipräsenten Thema geworden. Aber die Diskussion allein rettet noch keinen einzigen Grashalm. Eine Umfrage des Marktforschers IDC unter 165 heimischen IT-Leitern belegt nun erstmals nachfrageseitige Auswirkungen des Hypes. Green IT beeinflusst die Kaufentscheidungen von IT-Entscheidern signifikant, so das Resümee des "Austria Green Survey 2008". Schadstoffreduktion, Energieeffizienz und Recyclingfähigkeit bei IT-Produkten sind zu wichtigen Auswahlkriterien geworden. "Wenn Unternehmen die Wahl zwischen herkömmlichen und "grünen" IT-Anbietern hätten, würden sich mehr als 90% der Betriebe für den grünen entscheiden", so IT-Analyst Rainer Kaltenbrunner. 80% würden für ein grünes Produkt auch tiefer in die Firmenkasse greifen und Preissteigerungen bis zu 10% akzeptieren.

Wenn das Wörtchen "wenn" nicht wäre

So weit, so erfreulich. Allerdings impliziert der Konjunktiv "Wenn sie die Wahl hätten ...", dass es für den konkreten Bedarf der Firmen nicht genügend grüne Alternativen am Markt gibt. Die Verantwortung sehen die IT-Leiter hauptsächlich bei den Herstellern. Was sie dabei offenbar übersehen, ist die Marktmacht des umweltbewussten Kunden. Die Nachfrage ist das wirkungsvollste Mittel, um die IT-Industrie unter Zugzwang zu setzen. Immerhin: Ein Drittel der Befragten gibt an, generell Produkte und Dienstleistungen von Anbietern, die sich grün positionieren, zu bevorzugen. Wenn das flächendeckend Schule macht, ist das für die engagierten Hersteller ein Ansporn, in die Ausweitung ihres grünen Portfolios zu investieren. Und für Umweltmuffel geht es dann schmerzlich ans Eingemachte.

Grün zahlt sich für alle aus

In Sachen Umweltengagement stechen den heimischen CIOs laut Umfrage vor allem IBM, Hewlett Packard, Fujitsu Siemens, Sun Microsystems, Siemens und T-Systems ins Auge - eine Wahrnehmung, die den genannten Anbietern sicher nicht zum geschäftlichen Nachteil gereichen wird. Auch auf Kundenseite ist Green IT mehr als eine moralische Pflichtübung. 67% der Großunternehmen und 42% der KMU sehen das Thema eng mit Kosteneinsparungen verknüpft. Eine Win-Win-Situation in Grün.

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Green IT

Green IT - IKT verursacht laut Gartner zwei Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes und steht damit als Treibhaus-Sünder auf einer Stufe mit dem Flugverkehr. Rechenzentren verbrauchen bis zu 100 Mal mehr Energie als normale Büroflächen. Technologischer Fortschritt und Raumnot bringen eine immer höhere Packungsdichte bei Prozessoren und Speichern. Im Schnitt werden bereits zwei Drittel des Energieverbrauchs allein von der (sehr oft inneffizienten) Kühltechnik gefressen.

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