Rund 4.500 der 18.000 eingehenden Anrufe werden über Vermittlungsplätze - einige davon sind blindengerecht ausgeführt - begrüßt und zur gewünschten Stelle weitergeleitet. Die einzelnen Dienststellen sind über mehrere Standorte in Graz verteilt und waren bisher durch ein herkömmliches Kommunikationsnetzwerk mit Festverbindungen S0/S2 bzw. Nebenanschlussleitungen verbunden. Das Kommunikationsnetz besteht aus rund 4.000 Nebenstellen, die auf insgesamt 15 Standorte verteilt sind.
"Unser Ziel bei der Anpassung des Kommunikationssystems war es, eine erfolgreiche Voice over IP-Implementierung ohne zusätzliche Budgetmittel umzusetzen und dabei den investitionsschützenden Übergang der klassischen Telefonie in die VoIP-Welt standortübergreifend zu schaffen", erklärt Ing. Friedrich Poschauko, beim Amt der Stmk. Landesregierung für die Sprachtelefonie verantwortlich.
Mit der Hipath 4000 von Siemens Enterprise Communications wird nunmehr ein leistungsfähiges Telekommunikationssystem eingesetzt, dessen wesentliche Vorteile in der IP-Kommunikation liegen, welches sich aber trotzdem in bestehende Infrastrukturen einbinden lässt.
Über einen zentralen HiPath 4000-Manager werden alle Elemente verwaltet und konfiguriert, wodurch der administrative Aufwand enorm verringert wird. Eine zusätzliche Verbesserung wird durch den Einsatz einer Unified Messaging-Lösung erzielt. Damit können alle Kommunikationsdienste wie Voicemail, Fax oder E-Mail in einem Service zusammengefasst und auf einer Oberfläche dargestellt werden. Für Gesprächskosteneinsparungen zu den Mobilnetzen sorgt ein Multi-Channel-System, welches zwischen der Kommunikationsanlage und den GSM-Netzen eingesetzt ist. Über ein VPN (Virtual Private Network) können rund 3.000 Amts-Handys kostengünstig per Kurzwahl telefonieren. Im Mediacenter der Landeswarnzentrale wurde das bestehende Kommunikationssystem um ein multimediales Contact Center - HiPath ProCenter - erweitert. Im Falle einer Katastrophe können alle Notfall- sowie Präventivmaßnahmen zentral getroffen werden. Ausgebildete MitarbeiterInnen im Contact Center koordinieren die Einsatzkräfte und können die Bevölkerung umgehend und umfassend informieren.
Durch einen langzeitig angelegten Stufenplan konnten alle Investitionen aus dem laufenden Budget gedeckt werden. "Die bestehende Infrastruktur wurde sukzessive mit modernen und innovativen Lösungen erweitert", so Ing. Poschauko. Interne Ressourcen können jetzt besser genutzt werden, die Erweiterungskosten wurden durch die Einsparungen, die dank der neuen HiPath IP-Technologie und anderer Einsparungsmaßnahmen erreicht wurden, gedeckt. Und jede Einsparung wurde genutzt, um weitere Investitionen in zukunftsträchtige Technologien zu investieren - damit die Landesregierung auch weiterhin am Puls der Zeit bleibt. "Damit kann das Amt der Landesregierung Steiermark modernes und effizientes Bürgerservice gewährleisten - und zwar ganz ohne zusätzliche finanzielle Belastungen", so Mag. Christine Klug, Leiterin der Abteilung 2 - Zentrale Dienste beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung.




1/2012
8/2011
7/2011


Dr. Eric Scherer ist Geschäftsführer des anbieterunabhängigen Beratungs- und Marktforschungsunternehmens i2s. Er gilt als einer der führenden ERP-Experten und ist Initiator der ERP-Zufriedenheitsstudie. 