Mobile Breitbandtechnik wird in diesem Markt der Hauptumsatztreiber sein, so die gemeinsam veröffentlichte Studie "In the eye of the telecom-media storm". Die Studie basiert auf 71 Interviews mit Managern führender Unternehmen in den TMT-Märkten in 12 europäischen Ländern.
Generell erwarten die Autoren ein Umsatzwachstum im europäischen Telekommunikationsmarkt von durchschnittlich jährlich 3,8% bis 2012. Die Gewinnmarge jedoch steht weiter unter Druck. Hier wirkt sich der wachsende Einfluss von Content-Anbietern und großen Internet-Unternehmen sowie Herstellern von Endgeräten aus, die zunehmend Umsatzanteile von den Mobilfunkanbietern fordern. Der Studie zufolge ist Deutschland der attraktivste Telekommunikationsmarkt in Westeuropa und das Wachstumspotenzial bei mobilen Breitbanddiensten besonders hoch.
Auf europäischer Ebene werden die Umsätze mit Sprachdiensten im Festnetz- und auch im Mobilfunkmarkt weiterhin rückläufig sein. Festnetzbetreiber werden ihre Verluste dabei nicht vollständig durch Umsatzsteigerung mit einer wachsenden Zahl von Breitbandanschlüssen kompensieren können.
Im Mobilfunkmarkt jedoch erwarten die Autoren ein Umsatzwachstum, das vor allem von einer zunehmenden Nachfrage nach mobilen Breitbanddiensten getrieben wird. Bis 2012 werden laut Studie rund 50% der Bevölkerung in westeuropäischen Ländern mobile Breitbanddienste nachfragen. Kunden werden weiterhin über klassische Datenkarten und breitbandfähige Mobiltelefone, aber zunehmend auch über andere Endgeräte wie Notebooks, PDAs, MP3-Player, Videospielkonsolen und sogar über digitale Kameras mobile Breitbanddienste nutzen.
Zum Teil werden auch Festnetzanbieter von dem wachsenden Bedarf an mobilen Breitbanddiensten profitieren. So wird der resultierende Datenverkehr teilweise über das Festnetz transportiert werden, beispielsweise über WLAN/WiFi oder über kleine, an das Festnetz angeschlossene Mobilfunkzellen (Femtocells).
Die Bereitstellung der dafür erforderlichen Glasfaserinfrastruktur wird mittelfristig auch durch die Notwendigkeit forciert werden, immer höhere Kapazitäten für "Live-Anwendungen" wie IPTV (Internet-Fernsehen) zur Verfügung zu stellen.
Für die Zukunft stellen die Autoren zwei mögliche Szenarien für die europäischen Märkte auf. Ein Szenario besteht in der Spezialisierung auf die Bereitstellung von Netzzugangsleistungen ("Access Specialization"), das andere in einer intensiveren paneuropäischen beziehungsweise weltweiten Konsolidierung. Die Studie erwartet, dass die Anzahl pro Land von heute durchschnittlich sieben bis 2012 auf durchschnittlich vier Anbieter sinkt.



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Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 