"Unsere Berater vertiefen sich immer mehr in die Themen, die am Markt nachgefragt werden", erklärte Dr. Dirk Oevermann, Vorstand für das Beratungsgeschäft des Unternehmens, kürzlich bei einer Konferenz in Salzburg. In seiner Betrachtung zu den aktuellen Bewegungen am Markt für Business Intelligence (BI) sieht Oevermann gute Chancen: "Wir sehen, dass Kunden von den BI-Anbietern vermehrt die Geschäfts- und Prozessorientierung verlangen!" Daher lege man nun bei den eigenen Beratern (2007 wurden etwa 200 Mitarbeiter in der DACH-Region neu eingestellt) besonderen Wert auf die betriebswirtschaftliche Expertise. Mit dem Ziel der laufenden Verbesserung der Geschäftsprozesse habe man den Begriff "Business Process Intelligence" geprägt: "Wir wollen den Unternehmen anhand von Kennzahlen das "wie" und "warum" von Entwicklungen aufzeigen!" Auf dem Weg hin zur integrierten Geschäftsprozessplanung gehe es letztlich um die Integration vieler Funktionen in die Systeme, um sie leistungsfähiger und gleichzeitig flexibel und anwenderfreundlich zu machen.
Der schwierige Weg zu eSOA
Einen Einblick in die Praxis von "Service-orientierten Architekturen" (SOA) gab Falko Lameter, IT-Chef von Kaeser Kompressoren. Basierend auf "ARIS Value Engineering" (AVE) habe man sich auf den Weg gemacht, eine Neuausrichtung der Servicemangement-Prozesse (SAP) auf die Geschäftsprozess-Strategie zu erreichen. "AVE war für uns ein strukturierter Führer durch die Prozesse und hat uns bei den Entscheidungen sehr gut unterstützt." Derzeit könne man bereits über 500 SAP-Services zur Verfügung stellen, letztlich sollen es aber bis zu 10.000 sein. "Zurzeit steckt eSOA noch in den Kinderschuhen. Der Weg, eine "Composite Application" zu realisieren, ist daher noch steinig und mühsam. Eine permanente Einbeziehung des Fachbereichs erhöht aber auf jeden Fall die Identifikation mit dem ansonsten sehr technischen Implementierungsprojekt."
Neue Produkte
"Flexibilität erreichen wir auch im BPM durch Standardisierung", erläuterte Eric Brabänder, Chef der ARIS Produktentwicklung in seinem Vortrag zu den neuen Produkten der "Business Performance Edition", die auf der Cebit erstmals vorgestellt wurden. Unter diesem Namen sind zahlreiche neue Produkte und Funktionalitäten gebündelt. Anwender können so ihre Unternehmensprozesse, den Einsatz ihrer IT und ihre Compliance-relevanten Maßnahmen optimieren. So können Prozessmodelle im Business Architect 7.1 nun einer Versionskontrolle unterworfen werden, was vor allem beim verteilten Modellieren von Prozessen zu einer erhöhten Effizienz führt. Ein neuer "What You See Is What You Get Editor" (WYSIWYG) ermöglicht auch unerfahrenen Anwendern einen Prozess nach verschiedensten Kennzahlen wie z. B. Kosten, Durchlaufzeiten oder Ressourcenengpässen zu analysieren. Durch neue Darstellungsmöglichkeiten im Business Architect lassen sich Geschäftsprozessmodelle intuitiver und ansprechender gestalten.
Das ebenfalls neue IT Inventory, eine Erweiterung des Business Publisher für die Veröffentlichung von Prozessmodellen im Intranet, stellt den Nutzern neben dem Lesezugriff erstmals über ein Web-Browser Front-End auch Schreibrechte in das zentrale Repository zur Verfügung. Mit einer neuen zeitbasierten Modellierung, genannt Process Schedule, wird das System um Projektmanagementfunktionalitäten erweitert. Schließlich wurden auch die Modellierungsmethoden erweitert. So gehören nun Six Sigma, BPMN und das OASIS SOA Referenzmodell zu den unterstützten Standards.




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