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Thema: BPM,SOA IT-Consulting

Expertenworkshop

Corporate Process Management

Nicht wenige Unternehmen scheitern an der Hürde, ihre Prozesslandschaft unternehmensweit zu optimieren. Im Zuge eines von marcus evans veranstalteten Expertenworkshop in Berlin wurde verschiedene Herangehensweisen an Praxisbeispielen präsentiert.

Als „Global PLayer“ benötigt die OMV eine IT auf neuestem Stand der Technik (Bild: OMV)

Die Herausforderung, die Geschäftsprozesse strategisch umfassend zu optimieren, verläuft nicht überall gänzlich unproblematisch. Vor allem die richtige Methodenwahl stellt immer noch hohe Eingangshürden. "Relevante Kennzahlen zu ermitteln, ist eine schwierige Aufgabe", sagt Ingo Hettig, Director Corporate Process Engineering bei der Balluff GmbH, einem weltweit operierenden Spezialisten für Industriesensoren. Er plädiert deshalb eher für ein pragmatisches Herangehen als ein aufwändiges Kennzahlensystem.

"Auch wir mussten Leergeld bezahlen, um unser Business Process Engineering weiter zu entwickeln", ergänzt Andreas Ikker, Projektleiter BPE Support Center, bei der Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG. Klassische Methoden wie Six Sigma, DFFS oder Lean Management Techniken allein hätten nicht ausgereicht, um das Problem an der Wurzel zu beheben. "Wir haben vielmehr unsere Energie in die Steigerung der Akzeptanz gesteckt als in die Qualitätsoptimierung der Tools", sagt Ikker.

Die Voraussetzung für eine größere Akzeptanz sei jedoch das Mitwirken der Fachabteilungen, weiß auch der Experte. Oftmals herrsche in den dezentralen Einheiten jedoch eine Art Mauertaktik vor, beschreibt Ikker das Dilemma den richtigen Projektansatz zu finden, frei nach dem Motto: "Wir wissen doch, was wir zu tun haben."

Als familiengeführtes Unternehmen setzte Pharmahersteller Boehringer schließlich auf ein behutsames Vorgehen und wählte gezielt die Bereiche aus, in denen sich das größte Potenzial an Einsparungen heben ließ. Insgesamt 4,5 Mio Euro habe das Unternehmen im vergangenen Jahr im Zuge des Prozess Reengineerings an indirekten Kosten eingespart.

Jedoch sollten Unternehmen nicht nur über die geeigneten Bereiche nachdenken, sondern vor allem die Nutzungsmodelle ins Visier nehmen, bekräftigt Uwe Zeithammer, Business Development Manager bei Fujitsu Services GmbH. Denn die Industrialisierung der IT stünde unmittelbar bevor, und mit der SOA Governance stünde ein Instrument bereit, das die IT und die Geschäftsabteilungen zusammen bringe.

"Die Virtualisierung der SOA ist der nächste Schritt, um die IT nur noch transaktionsorientiert abzuwickeln", betont der Experte. Folge man Managementtechniken wie dem "Toyota-Weg", dann definiere sich die IT künftig nur noch als Software as a Service (SaaS), mit entsprechend maß geschneiderten Service Level Agreements (SLA) sowie Prozesskennzahlen. "Kleinere Unternehmen beginnen damit aufgrund ihrer größeren Flexibilität sogar eher als die Konzerne", bilanzierte Zeithammer auf einem von marcus evans veranstalteten Expertenworkshop in Berlin.

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MONITOR-Autoren
Lothar Lochmaier

Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. ..mehr..

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