Dabei betrachtet das Unternehmen das Kriterium „Unabhängigkeit“ als ausschlaggebenden Wettbewerbsfaktor in dem schnell wachsenden SOA/BPM-Marktsegment. Nur unabhängige Softwareanbieter können die IT-Systeme aller großen Softwarehersteller integrieren und werden bei der Entwicklung des SOA/BPM-Markts eine immer wichtigere Rolle spielen.
Auf aktuelle Branchenberichte angesprochen, sieht das Unternehmen keinen Trend in Richtung weniger, den Markt dominierender IT-Hersteller. „Die Kunden werden eine Monopolbildung nicht zulassen“, so der Vorstandsvorsitzende der Software AG Karl-Heinz Streibich. „Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden gründet auf Flexibilität und Innovation, und die hängen in immer höherem Maße von der IT ab. Die Kunden haben lange auf die Befreiung gewartet, die ihnen SOA-basierte Infrastruktursoftware für Geschäftsprozesse gebracht hat. Wir sehen eine steigende Nachfrage nach Software, die kundenzentrierte Lösungen ermöglicht.“
Die gute Position für unabhängige Anbieter und die zunehmende Marktkonsolidierung werden die Software AG in die Lage versetzen, ihre Größe alle fünf Jahre zu verdoppeln. Darüber hinaus gab die Software AG Produktneuheiten für ihr komplettes Produktportfolio bekannt, mit denen Kunden das Potenzial ihrer IT-Infrastruktur voll ausschöpfen können. Im Partnergeschäft meldet die Software AG eine strategische Allianz mit der GFT Technologies AG.
Roadmap und Vision 2010 für Adabas und Natural
Für die kommenden drei Jahre plant der Geschäftsbereich ETS eine bedeutende Erweiterung seines Produktangebots im Bereich des Datenbankmanagementsystems Adabas und der Programmiersprache Natural. Bislang hat die Software AG über eine Milliarde Dollar in die Entwicklung von Adabas und Natural investiert. Für die kommenden Jahre plant das Unternehmen Investitionen in Höhe von 50 Millionen Dollar pro Jahr. Die Roadmap und Vision 2010 für ETS sieht eine Verdoppelung der bisherigen Zahl der Adabas-Komponenten sowie eine vergleichbare Erweiterung der Natural-Plattform vor.
Mit webMethods Marktanteile erhöhen
Auf der CeBIT 2008 stellt die Software AG ihre neue webMethods Application Modernization Suite vor – ein umfassender Ansatz, Großrechner in eine service-orientierte Architektur (SOA) einzubinden. Die Modernisierung von vorhandenen IT-Systemen in Unternehmen gehört weltweit zu den fünf wichtigsten Prioritäten von CIOs. Noch in diesem Jahr wird die Software AG neue Versionen der webMethods SOA Suite, webMethods BPM Suite und CentraSite auf den Markt bringen.
Die Software AG hat auf der CeBIT 2008 zudem eine strategische Allianz mit GFT Technologies bekannt gegeben. Die beiden global agierenden Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland vereinbarten, die jeweiligen Kompetenzen zu bündeln und gemeinsam erfolgreich neue Märkte zu erschließen. Das US-Geschäft beider Unternehmen soll durch ein Nearshore-Entwicklungsmodell für Kunden aus dem Finanzdienstleistungssektor in den USA gestärkt werden. Darüber hinaus wird GFT der Partner der Software AG für Produktimplementierungen in Brasilien.




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8/2011
7/2011


Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. 