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IKT-Standort Österreich

Tirol

"Small is Beautiful"

Insgesamt tummeln sich rund 500 Unternehmen am IT-Standort, von Ein-Personen-Unternehmen (EPU) über Mittelständler bis hin zu Größen wie phion oder Terna. Rund drei Dutzend davon sind wirklich innovativ und weit über Tirols Grenzen hinaus erfolgreich. Dennoch wird dem Bundesland von Experten Nachholbedarf attestiert. Zwar gibt es respektable Einzelinitiativen, aber die große Zugkraft am Markt fehlt bislang. Das soll sich jetzt ändern.

Konträrer ging es nicht: Dass es im vierten Quartal in Tirol gleich zu zwei Paukenschlägen in Tirols IKT-Landschaft kommt, hat einigermaßen überrascht. Erstens: Das Tiroler Softwareunternehmen KTW ist pleite. Offenbar ist somit der 1986 gestartete Testballon, der in die Höhen einer europaweit agierenden Mittelstandsfirma stieg, endgültig geplatzt. Die KTW Software & Consulting GmbH meldete am 31. Oktober Insolvenz an. Schuldenstand: 10 Mio. Euro. „Ein schwerer Schlag für die IT in Tirol“, bedauert Ruth Breu, Universitätsprofessorin für Informatik, den Krisenfall. Die Erschütterung in der Branche – und darüber hinaus – wirkt nach.

Der Kontrapunkt: Anfang Oktober hatte die hiesige Standortagentur, Tiroler Zukunftsstiftung (TZS), die Gründung eines IT-Clusters in Aussicht gestellt. „Um der Branche, die bisher fransig und heterogen in Erscheinung tritt, mehr Sichtbarkeit zu geben“, wie Harald Gohm, der Leiter der Zukunftsstiftung meinte.

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