Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider ist klar, dass sich die Zeiten rasant ändern. Nicht mehr der Tourismus ist es, der Kärnten in die wirtschaftliche Zukunft führen soll, sondern die Technologie. Dieser Sektor habe bereits die Bedeutung der Tourismuswirtschaft überschritten und soll weiter ausgebaut werden. Es habe in Kärnten einen Strukturwandel in dieser Hinsicht gegeben, die Qualität des Standortes sei hoch, weil man auf Technologie- und Hochtechnologie setze und diese gezielt fördere. Dazu komme die Brückenfunktion des Landes zu den neuen Märkten in Süd- und Südosteuropa. Und dazu noch der ganz spezielle Kärntner Charakter: „Wir sind entscheidungsfreudig, entscheidungsstark, verlässlich und unser Handschlag gilt.“
Wandel und Umorientierung
Kärnten hat in der Tat in den letzten Jahren einen starken wirtschaftlichen Wandel durchgemacht. Auf der einen Seite kam das bisher gepflegte, leidlich funktionierende Miteinander von Fremdenverkehrsförderung und Hoteliers durch mangelnde Innovationsbereitschaft fast zum Erliegen, zum anderen verlor Kärnten als klassischer Industriestandort für größere Unternehmen an Reiz, wie viele Schließungen von Produktionsstätten herkömmlicher Konsumgüter wie etwa der Schuhfabriken Gabor und Ara, der Bären-Batterie-Fertigung und zahlreicher anderer zeigen.


1/2012
8/2011
7/2011


Alexandra Riegler arbeitet als freie Journalistin in den USA. Zu ihren Spezialgebieten zählen die Themen Technologie und Forschung. 