Fördergelder und die auf Hochtouren laufende Konjunktur haben die Zahl der Beschäftigten in den letzten sieben Jahren von 74.400 auf 91.500 ansteigen lassen. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote von 14,4 auf 5,3% und damit erstmals unter den Bundes-Durchschnitt. Natürlich ist die Ausgangsbasis eine sehr niedrige, aber der Aufwärtstrend ist unverkennbar. Das Burgenland profitiert von der Öffnung der Grenzen und dem Zusammenwachsen der Regionen. Früher die letzte Station vor dem Eisernen Vorhang, befindet sich das östlichste Bundesland nun mitten im Herzen Europas.
Dementsprechend hoch schätzen die Experten das Wachstumspotenzial der Region ein, die zwischen Städten wie Wien, Bratislava, Budapest, aber auch Ljubljana und Zagreb liegt und sich als Bindeglied zwischen Ost- und Westeuropa versteht. Bis sich dieses Potenzial entfalten kann, wird wohl noch einige Zeit vergehen. Sprachbarrieren, verschiedene Währungen und unterschiedliche Verwaltungs- und auch Fördersysteme bilden immer noch Hürden, die es zu überwinden gilt. Sowohl der Zusammenschluss der drei Bundesländer Burgenland, Niederösterreich und Wien zur Vienna Region, als auch die länderübergreifende Zusammenarbeit im Rahmen der Centrope-Region sind erste Schritte in diese Richtung.
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7/2011
6/2011
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Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Heute arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für diverse Print- und Online-Medien. Seine Schwerpunkte sind die Bereiche Informationstechnologie, Energiefragen und Managementthemen. 