Je früher falsche Annahmen aufgegeben und heilige Kühe „geschlachtet“ werden, desto früher könnten die Chancen von elektronischer Signatur und E-Billing genutzt werden. Elektronische Signatur sollte sich so rasch als möglich auf ihre Stärken wie Automatisationsunterstützung von Prozessen und Interoperabilität konzentrieren und sich von der Illusion, Ersatz der „eigenhändigen Unterschrift“ sein zu können, lösen. Signatur-„Killerapplikationen“ wird es auch in Zukunft keine geben, aber wirksame Prozessunterstützung ist möglich.
Enttäuschte Erwartung
„Halb voll oder ziemlich leer“ könnte man die Stimmung am österreichischen Signatur- und E-Billing-Markt beschreiben. Je nach Standpunkt des Proponenten. Hat man zu Beginn eines Jahres angekündigt, an dessen Ende 200.000 Signaturbankomatkarten zu verkaufen und landet dann trotz Förderaktion des Finanzministers bei nicht einmal 10% (etwa 11.000 Stück, A-TRUST, 2005), dann steht man wohl bei ziemlich leer.


1/2012
8/2011
7/2011


Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) 