Die Grenzen der mittel- und osteuropäischen IT-Branche fallen im Einklang mit dem EU-Fahrplan. Nachdem die Zollschranken für unsere unmittelbaren östlichen Nachbarn schon längst hoch gegangen sind, ist mit dem Beitritt zum Schengen-Vertrag die nächste Hürde genommen. Die Voraussetzungen für engere Wirtschaftsbeziehungen sind daher die besten. Österreichische IT-Firmen haben dies aber schon vorher ausgenutzt und sind damit gut gefahren. Das beste Beispiel dafür ist S&T, jener IT-Dienstleister mit Sitz in Wien, der schon die längste Zeit auf Osteuropa setzt. S&T ist mittlerweile einer der größten IT-Anbieter in Slowenien, so Zupancic.
Seine Institution mit Sitz in Ljubljana ist in etwa vergleichbar mit unserer UBIT, dem Fachverband für Unternehmensberatung und Informationstechnologie, und vertritt für ganz Slowenien die Unternehmen, die in der IT- und Telekombranche tätig sind. Als weiteres Beispiel für eine österreichisch-slowenische „Kooperation“ in der IT- und Telekombranche nennt Zupancic den Mobilfunkanbieter si.mobil, die erste Mobilfunk-Auslandsgründung der Telekom Austria und nun der zweitgrößte Anbieter am slowenischen Netzbetreiber-Markt. Der si.mobil arbeiten eine Reihe von vor Ort befindlichen IT-Unternehmen zu. Noch ein Beispiel ist etwa die Österreich-Niederlassung von Compuware, die laut Chef Markus Wagner dort gerade kräftig am expandieren ist.


1/2012
8/2011
7/2011


Dunja Koelwel ist freie Journalistin in München. Die studierte Juristin arbeitet für Verlage und Agenturen und betreut vor allem die Themen Internet und Business-Software aus einem strategisch- wirtschaftlichen Blickwinkel. 