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Business Intelligence

Interview: MicroStrategy sucht die Marktchance

Business-Intelligence-(BI)-Spezialist MicroStrategy möchte in Österreich seine Marktposition stark verbessern. Die Chancen dafür stehen, so Wolfgang Mayer, Country Manager Österreich, gut.

Wolfgang Mayer, Country Manager Österreich, MicroStrategy

Der BI-Markt hat in den letzten Monaten einige Schlagzeilen geliefert: IBM, Oracle und SAP haben sich durch Zukäufe verstärkt – Cognos, Hyperion und Business Objects wechselten ihre Besitzer. MicroStrategy ist einer der wenigen verbliebenen unabhängigen Anbieter, die jetzt auf vermehrte Marktchancen hoffen.

„Es wird bei den gekauften Produkten sicher zu Spezialisierungen auf das jeweils passende Systemumfeld kommen“, ist Mayer überzeugt. MicroStategy werde sich hier als Anbieter einer „offenen“ Lösung positionieren, weil sie nicht nur mit IBM, Oracle und SAP, sondern auch mit vielen anderen kooperieren könne.

Segmentierung des Marktes

„Der Markt hat sich in Closed- und Open-BI-Anbieter aufgeteilt“, ist Mayer überzeugt. „Die Konzernanbieter werden sich in Zukunft stark auf ihr Klientel konzentrieren, weil sie ihr gesamtes Sortiment im Auge haben.“ Demnach sei es nur logisch, wenn zum Beispiel Business Objects in Zukunft stark auf SAP-Anwender zugeschnitten wird. Außerdem sind diese Anbieter Mitbewerber bei Kerntechnologien wie Datenbanksysteme und Middleware. MicroStrategy könne aber gerade hier mit Interoperabilität nach allen Seiten punkten.

Für den österreichischen Markt ergibt sich aber nicht nur deshalb ein interessantes Zeitfenster: „Viele große BI-Projekte wurden hierzulande vor drei bis fünf Jahren abgewickelt und nicht immer mit dem gewünschten Erfolg. Wir möchten hier Unternehmen eine zweite Chance ermöglichen und uns als Alternative etablieren.“ Zudem habe sich auch die Technologie weiterentwickelt und biete jetzt neue, bessere Möglichkeiten: etwa bei der "Echtzeit-Analyse".

Know-how der Fachabteilungen gefragt

„Die Informationen sollen so nahe wie möglich an die Business-User gebracht werden. Diese User fordern zugleich aber auch eine immer individuellere Berichterstellung“, erläutert Mayer. Fazit: Die Usability von BI-Systemen spiele eine immer größere Rolle und ihre Fähigkeit, den Endnutzern – je nach Unternehmensanforderung – individuell anpassbare Tools für Reporting, Analyse und Monitoring an die Hand zu geben. „Die Fachabteilung soll die Möglichkeit haben, ihre Berichte selbst zu gestalten“, so Mayer, „und wir können das mit unserer Technologie ermöglichen. Das spart in Summe nicht nur Kosten, sondern hebt auch die Zufriedenheit und den Informationsstand der Mitarbeiter.“

Zudem sei auch im BI-Bereich der Trend zur Konsolidierung nicht zu übersehen. Unternehmen, die ein Dutzend oder mehr Lösungen im Einsatz haben, gehen heute dazu über auf drei bis vier Lösungen zu konsolidieren – und wenn solche Projekte angedacht werden, dann soll MicroStrategy natürlich mit dabei sein, wünscht sich Mayer.

www.microstrategy.at

Wolfgang Mayer ist seit einigen Monaten neuer MicroStrategy Country Manager von Österreich und hat derzeit ein Team von 10 Mitarbeitern an seiner Seite. Obwohl das Unternehmen seit vielen Jahren in Österreich große Kunden betreut (wie Nationalbank, Austrian Airlines) gilt es als Nischenanbieter. Eine eigene österreichische Niederlassung wurde erst 2006 gegründet. Fokussiert werden die Top 500 Unternehmen in Österreich.

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