"Die spezielle Herausforderung dieses Großprojekts bestand darin, Technologien auszuwählen, die hinsichtlich Funktionalität, Reifegrad und Sicherheit alle Anforderungen erfüllen, die für eine Installation an 2.000 und mehr Standorten mit mehreren tausend Endgeräten notwendig sind", erklärt DI Norbert Bures, Direktor IT und Organisation der REWE Group Austria. "Zentrale Verwaltung des Netzwerks und der Endgeräte, standardisierte Basis-Software, die auch eine effiziente Weiterentwicklung des mobilen Warenwirtschaftssystems ermöglicht, sowie zukunftssichere Security-Mechanismen sind unabdingbare Voraussetzungen für eine Anwendung dieser Größenordnung und Komplexität."
Umfassende Vorbereitung
Dementsprechend wurde viel Augenmerk auf eine umfassende Vorbereitung und Planung gelegt. Bei den ersten Konzeptentwürfen und Überlegungen, die gemeinsam mit den HP-Service-Spezialisten entwickelt wurden, musste klar gemacht werden, was technologisch machbar ist und welche weit reichenden Möglichkeiten eine moderne WLAN-Infrastruktur heute und in Zukunft mit sich bringt. Schließlich war es nicht nur das Ziel, das Warenwirtschaftssystem auf neue, "mobile Beine" zu stellen, sondern eine moderne, ausgereifte IT-Infrastruktur zu implementieren, die auch langfristig und für zukünftige Entwicklungen ausgelegt ist.
In Kooperation mit dem Netzwerkausstatter Cisco präsentierte HP als externer Projektmanager und -koordinator für die technische Umsetzung eine umfassende Gesamtlösung - vom Design über Einschulungen der REWE Group Austria-IT-MitarbeiterInnen für die Standortanalysen bis hin zur Beratung für das Roll-Out. Die Netzwerk-Hardware selbst kam von Cisco, das Roll-Out der WLAN-Struktur in den Filialen wurde von einem Servicetechnikerteam von REWE Group Austria betreut.
Sicherheit und Kontrolle im Rechenzentrum
Insbesondere der Gefahr, die von zu schlecht gesicherten WLAN-Netzen ausgeht, waren sich Bures und sein Team bewusst. Oberste Priorität war es deshalb, unberechtigte Nutzer am Eindringen in das Firmennetzwerk zu hindern und damit den Zugang zu heiklen Unternehmensdaten zu sichern. "Zwei Drittel des gesamten Aufwands bei der Konzeption der WLAN-Infrastruktur betraf das Thema Sicherheit", erinnert sich Bures. Was einfach klingt, war letztlich eine echte Gratwanderung: Die Filialen sollten nicht zu sehr von zentralen Systemen abhängig und auch für lokale Applikationen ausgelegt sein. Jedoch musste gleichzeitig sichergestellt werden, dass Kontrolle, einheitliches Management und automatisierte Konfiguration der einzelnen Access Points in den Filialen im Hauptrechenzentrum verbleiben.
Die Lösung dieser Herausforderung hatten die HP-Spezialisten mit der umfassenden IT-Architektur parat, die sowohl aus leistungsstarken Elementen für den Rechenzentrumskern als auch flexibel verwaltbarer Hardware für die Filialen sowie der gegenseitigen Verbindung der beiden "Pole" bestand. Dementsprechend gehörte zuerst die volle Aufmerksamkeit der Basis-Infrastruktur, also dem Netzwerkkern und der sicheren Anbindung mit der REWE Group Austria Zentrale. Während nun insgesamt 16 redundant ausgelegte Cisco Catalyst 6500 mit Wireless-Service-Modulen die Core-Switches um WLAN-Connectivity erweitern, kommen für das Management zwei Cisco Wireless LAN Management Appliances zum Einsatz.



1/2012
8/2011
7/2011


bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen, war nach dem Studium der Wirtschafts- wissenschaften, Organisation und Informatik zunächst mehrere Jahre als Gruppen- und Projektleiter an einem Institut für angewandte Informatik beschäftigt. Heute ist er in vielfältiger Form als freiberuflicher Management- und Organisationsberater sowie in der Weiterbildung tätig. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die Einführung, Entwicklung und Beratung für den praxisgerechten Computereinsatz. 