Sikla ist ein führender europäischer Anbieter von Befestigungssystemen für die Gebäude- und Anlagentechnik. Parallel zur raschen und stetigen Firmenentwicklung wuchsen in den letzten Jahren auch die Ansprüche an die Firmensoftware. Vor der Ablöse der "selbstgestrickten" Software bei Sikla Deutschland suchten die Verantwortlichen eine komplette ERP-Lösung von einem Anbieter.
"Sikla Österreich hatte rs2 von Ramsauer & Stürmer bereits zwei Jahre erfolgreich im Einsatz", erinnert sich der Leiter der Vorfertigung, Montage und des Zentrallagers in Schwenningen Heinrich Brecht. "Insofern war es ein logischer Schritt auch in Deutschland die ehemals intern entwickelte Software durch ein Produkt abzulösen, dass mit unserem mittelständischen Unternehmen mitwächst."
Nach der Erstellung eines Pflichtenhefts erfolgte eine detaillierte Angebotslegung ehe die Implementierung im Hauptzentrallager Schwenningen startete. Innerhalb von drei Monaten wurden mehrere Module wie die Warenwirtschaft, die Buchhaltung oder das Controlling realisiert und fast gleichzeitig weitere sieben Standorte und Außenlager wie beispielsweise jenes für Norddeutschland in Hagen in die zentrale Datenbank integriert.
Aber auch internationale Dependenzen wie Sikla France fanden eine Anbindung an das System. "Sehr wesentlich zum Gelingen der raschen Einführung trug bei, dass Personen, die mit dem Tagesgeschäft vertraut waren und somit Praxisnähe bewiesen, von Anfang an mitgewirkt haben. So konnten wir vermeiden, dass ausschließlich IT-Fachleute miteinander kommunizieren", glaubt Heinrich Brecht ein Geheimnis der äußerst schnellen Realisierung zu kennen.
Bei der Einführung gab es zahlreiche Tests für das Feintuning, um beispielsweise die Logik mehrseitiger Stücklisten, die für die Montage und Fertigung benötigt werden, abzubilden. Vor allem die Integration der beiden Hauptlager in Nord- und Süddeutschland gestaltete sich als technologische Herausforderung. Die chaotische Lagerführung fürs Hochregal sowie eine erweiterte Lagerhaltung mittels Paternosterlösung (Zwischenlager) für Schrauben und Metallstangen fanden ihre Realisierung.
Der Datentransfer beginnt bei der Bestellung im Einkauf, setzt sich im Wareneingang fort und leitet die benötigten Informationen unmittelbar zur Buchhaltung weiter, damit sich die Angestellten um die Lieferantenabrechnungen kümmern können. Zusätzlich kann auch ein Datenaustausch mit externen Partnern erfolgen, wobei einzelne Aufträge automatisch über eine Webplattform generiert werden. Dass Belege in französischer und englischer Sprache gedruckt werden können, überzeugte das Projektteam ebenso wie die Wahlmöglichkeit mehrsprachiger Oberflächen und ‚Reports'.
Fazit: Durch die Einführung des neuen Systems wurden Standorte und Außenlager in die zentrale Datenbank integriert, Auslandstöchter als zusätzliche Mandanten ins System eingebunden und die Zusammenarbeit mit externen Partnern wesentlich verbessert.
Unternehmen, die im Technischen Großhandel tätig sind und mit gefährlichen Gütern wie Farben oder Lacke zu tun haben, profitieren von Erweiterungen in der Gefahrengutverwaltung. So wird z. B. ADR (europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter) unterstützt sowie Gefahrengutpunkte/Gefahrengutklassen.
Die Speditions-Disposition auf Ebene von Speditionen und LKWs optimiert die Transportverwaltung, und die durchgehende Chargenführung und ermöglicht eine komplette Nachvollziehbarkeit inkl. Ablaufdatum und FIFO-Verfahren (First In, First Out) im Lager.
Halle A Stand 0211



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Dr. Eric Scherer ist Geschäftsführer des anbieterunabhängigen Beratungs- und Marktforschungsunternehmens i2s. Er gilt als einer der führenden ERP-Experten und ist Initiator der ERP-Zufriedenheitsstudie. 